Abenteuer im Nord-Ostsee-Kanal
Moin zusammen,
ich bin wieder zurück und habe eine diskussionswürdige Geschichte
erlebt, die
ich Euch erzählen will:
Die Nord- und Ostseesegler kennen vermutlich die "Übernachtungsstelle
für
Sportboote" vor der Gieselau-Schleuse. Eine feste Steganlage von gut 1m
über dem
Wasser, die an der Wasserseite durch senkrecht befestigte Bohlen/Latten
verkleidet ist. Diese Latten reichen bis kurz über die
Wasseroberfläche. Am
12.8. (Donnerstag) lag ich da mit meinem 20er Jollenkreuzer wie eine Menge
anderer Segler auch.
Gegen 0:50 Uhr wurden wir von sehr starkem Schwell mit entsprechendem Lärm
aus
der Koje geworfen. Wir befanden uns plötzlich in ca. 30° Lage, die
nicht mehr
zurückging.
Nachsehen ergab: wir sitzen mit den Sb.- Schandeck unter den Latten der
Steganlage fest - keine Chance allein klar zu kommen. Also alle am Steg wecken
um lebenden Ballast auf die Kante zu bekommen. Es brachte aber zunächst
nichts.
Vermutlich erst, als wieder ein Dampfer den NOK passierte sank das Wasser und
wir kamen wieder frei.
Schäden: Verflacker völlig verbogen (der hing in den Bäumen)
sowie Lackschäden
auf der Fußreling.
Anzeige beim Schleusenmeister Gieselau: "Mit Schwell müssen sie hier
rechnen.
Die meisten wissen das" Ein schild hängt dort aber nicht.
Anzeige bei der Waschpo: "Wenn dort keiner zu schnell gefahren ist,
können sie
nichts machen. Hätten sie man gleich angerufen, jetzt ist das Schiff weg
und
schwer zu ermitteln." Zeugen sind natürlich jede Menge vorhanden,
aber einen
Schiffsnamen vom Verursacher gibts nicht.
Weiter habe ich bisher noch nichts gehört. Die Versicherung hält sich
auch raus,
da der Schaden in der Selbstbeteiligung liegt.
Fazit: Warnung an alle: Wenn Ihr wenig Freibord habt, macht nicht an den festen
Stegen an der Gieselau-Schleuse fest, sondern legt Euch an den Warteschlengel
für die Schleuse oder geht ins Päckchen.
Sonst: Habt Ihr Vorschläge, was man machen kann, um den Schaden ersetzt zu
bekommen?
--
Mit freundlichen Grüßen
J Karstens
Abenteuer im Nord-Ostsee-Kanal
Abenteuer im Nord-Ostsee-Kanal
Peter Köhlmann schrieb:
>
> Oder ca 300 Meter vorher an die Pfähle gehen, die dort stehen
> Man liegt relativ ruhig dort
>
Die Pfähle kenn ich. Soweit ich erinnere liegen die dicht am Ufer mit
Steinschüttung.
Ich fürchte, Sog und Schwell wie ich ihn hatte würden das Boot auf
die Steine
bringen.
--
Mit freundlichen Grüßen
J Karstens