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Re: Respekt vor der Kvarner Bucht

Autor: tc-jus@onlinehome.de (Tobias Crefeld)

Martin Bohm meinte:

> Nach meiner Erfahrung geht das Gegenanstampfen unter Maschine nicht oder
> nicht wesentlich schneller als Kreuzen. Es ist nur wesentlich
> unkompfortabler.

Ist bootsabhängig. Und es kommt auch drauf an, ob die Rudergänger ein
Händchen dafür haben, das Boot schnell zu fahren.
Auf einer ca. 30 t schweren Stahlketsch war ein Kreuzen selbst mit
mitlaufenden Motor nur wenig effizient. Das Ding hatte einfach Abtrift
ohne Ende und als wir dann die Strategie änderten und direkt gegenan unter
Maschine gingen, lief es deutlich besser. Aber natürlich steckt so ein
schwerer Stahlpott die harten Schläge gegenan besser weg als eine relativ
leichte Bavaria, bei der mitunter nur ein Bugwechsel den Weg durch die
Klotür freimacht.

Andererseits bin ich auch mal wie in Abrahams Schoß durch die Biskaya bei
NW-6 nach Penzance gefahren. Ungemütlich wurde es erst kurz vor der Barre,
als wir unter Maschine liefen. Aber das war halt auch ne Swan... :-)

--
Gruss,
Tobias.



Re: Respekt vor der Kvarner Bucht

Autor: Wilk Morski



Re: Respekt vor der Kvarner Bucht

Autor: Thomas Erstfeld

Am 04.10.2004 schrieb Tobias Crefeld:

> Martin Bohm meinte:
>
>> Nach meiner Erfahrung geht das Gegenanstampfen unter Maschine nicht oder
>> nicht wesentlich schneller als Kreuzen. Es ist nur wesentlich
>> unkompfortabler.
>
> Ist bootsabhängig. Und es kommt auch drauf an, ob die Rudergänger ein
> Händchen dafür haben, das Boot schnell zu fahren.
> Auf einer ca. 30 t schweren Stahlketsch war ein Kreuzen selbst mit
> mitlaufenden Motor nur wenig effizient. Das Ding hatte einfach Abtrift
> ohne Ende und als wir dann die Strategie änderten und direkt gegenan unter
> Maschine gingen, lief es deutlich besser. Aber natürlich steckt so ein
> schwerer Stahlpott die harten Schläge gegenan besser weg als eine relativ
> leichte Bavaria, bei der mitunter nur ein Bugwechsel den Weg durch die
> Klotür freimacht.

ACK und es müssen nicht unbedingt 30 t sein. Unsere 43er mit 9,5 t von
letzter Woche fährt sich garantiert unter Motor besser, als die 32er mit
deutlich weniger Gewicht. Bequem ist allerdings beides nicht und führt
bei empfindlichen Gemütern dann halt zu Seekrankheit.

Gruß
Thomas

--
>4/3 Rum, den Rest zum Ganzen mit heißem Wasser und etwas Zucker
auffüllen. Also fängst Du mit 4/3 Rum an und destillierst ab, bis Du 1/3
heißes Wasser und Zucker über hast, was Du wegkippst. Und dann säufst Du
das Destillat. Seeleute sind schon hart drauf.