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BSU-Bericht zum Seeunfall in der Mecklenburger Bucht vom Mai 2004

Autor: Wolfgang Broeker

Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung hat vor wenigen
Tagen wieder einen ihrer ausführlichen Untersuchungsberichte
herausgegeben, diesmal über einen tödlichen Seeunfall, der
einem Segler zum Verhängnis wurde:
http://www.bsu-bund.de/pdf/publik/U-Bericht 122-04 deu.pdf

Gruß - Wolfgang

--
*** "Lewer en lütt Herr as en grot Knecht." ***
*** Lebensmotto von Finkenwärder Fischern ***
*** Sat, 20 Nov 2004 12:12 +0100 ***



BSU-Bericht zum Seeunfall in der Mecklenburger Bucht vom Mai 2004

Autor: Wilk Morski



BSU-Bericht zum Seeunfall in der Mecklenburger Bucht vom Mai 2004

Autor: Bela Bauer

Wolfgang Broeker wrote:

> Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung hat vor wenigen
> Tagen wieder einen ihrer ausführlichen Untersuchungsberichte
> herausgegeben, diesmal über einen tödlichen Seeunfall, der
> einem Segler zum Verhängnis wurde:
> http://www.bsu-bund.de/pdf/publik/U-Bericht 122-04 deu.pdf

Zeigt doch eigentlich nur, dass man noch lange nicht segeln kann, auch wenn
man den SBF-Binnen bzw. See hat.
Dass die Frau aber auch gar nichts richtig gemacht hat - keine Weste, kein
Aussenborder, offensichtlich kein allzu dolles Manoever, danach keine
gezielte Hafenanfahrt zur Kontaktaufnahme mit Rettungskraeften...

Bela

--
Bela Bauer - bela b@gmx.net
www.aitrob.de - www.drsl.de



BSU-Bericht zum Seeunfall in der Mecklenburger Bucht vom Mai 2004

Autor: RA J. Geraedts.

Am Sat, 20 Nov 2004 15:18:52 +0100 schrieb Bela Bauer
:

>Wolfgang Broeker wrote:
>
>> Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung hat vor wenigen
>> Tagen wieder einen ihrer ausführlichen Untersuchungsberichte
>> herausgegeben, diesmal über einen tödlichen Seeunfall, der
>> einem Segler zum Verhängnis wurde:
>> http://www.bsu-bund.de/pdf/publik/U-Bericht 122-04 deu.pdf
>
>Zeigt doch eigentlich nur, dass man noch lange nicht segeln kann, auch wenn
>man den SBF-Binnen bzw. See hat.
>Dass die Frau aber auch gar nichts richtig gemacht hat - keine Weste, kein
>Aussenborder, offensichtlich kein allzu dolles Manoever, danach keine
>gezielte Hafenanfahrt zur Kontaktaufnahme mit Rettungskraeften...


... kann ich mir sehr gut vorstellen : Ganz offensichtlich war doch
ihr Mann "der Segler", und sie segelte allenfalls mit ihm. In der
Praxis wird das dann so ausgesehen haben, daß sie lediglich so eine
Art Windfahnensteuerung war, sprich : Er sagte ihr, welchen Kurs sie
zu fahren hatte, und das wars dann. Von eigener
Entscheidung(smöglichkeit) war jedenfalls an keiner Stelle des
Berichts die Rede. Und dann soll so eine Seglerin, die ihr ganzes
Seglerleben quasi nur "nach Anweisung" gesegelt ist, "von jetzt auf
gleich" eigenverantwortlich skippern ? Das ist schlicht ein Ding der
Unmöglichkeit, zumal dann, wenn man die äußeren Umstände - ungereffte
Segel trotz Wind bis 7 Bft., keine Rettungsweste angelegt, keine
Strecktaue etc. - berücksichtigt, den Schock ob der Situation mal ganz
außen vor gelassen.

Nee, nee - *die* Reaktion war nicht anders zu erwarten !

Gruß,

Joachim.
(der auch nur "mitsegelt", aber trotzdem selbst denkt)



BSU-Bericht zum Seeunfall in der Mecklenburger Bucht vom Mai 2004

Autor: Andreas Dau

Bela Bauer:
> Wolfgang Broeker wrote:
>> Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung hat vor wenigen
>> Tagen wieder einen ihrer ausführlichen Untersuchungsberichte
>> herausgegeben, diesmal über einen tödlichen Seeunfall, der
>> einem Segler zum Verhängnis wurde:
>> http://www.bsu-bund.de/pdf/publik/U-Bericht 122-04 deu.pdf
>
> Zeigt doch eigentlich nur, dass man noch lange nicht segeln kann, auch wenn
> man den SBF-Binnen bzw. See hat.
> Dass die Frau aber auch gar nichts richtig gemacht hat - keine Weste, kein
> Aussenborder, offensichtlich kein allzu dolles Manoever, danach keine
> gezielte Hafenanfahrt zur Kontaktaufnahme mit Rettungskraeften...

Himmel hilf!

Der "Skipper" fährt ohne Weste und ohne sich einzupicken bei
"Mehr Wind brauchts jetzt aber nicht" mit som Beiboot und Du erzählst
von der Frau? Gut, die hat auch einiges verkehrt gemacht, aber die
schwerere Verfehlung ist ja wohl auf Seiten des "Skippers".

cu,
ada


--
Eiris sazun idisi | suma clubodun
sazun hera duoder. | umbi cuoniouuidi:
suma hapt heptidun, | insprinc haptbandun,
suma heri lezidun, | inuar uigandun.



BSU-Bericht zum Seeunfall in der Mecklenburger Bucht vom Mai 2004

Autor: "Claus C. Plaass"

"Wolfgang Broeker" schrieb im Newsbeitrag > ***
Lebensmotto von Finkenwärder Fischern ***

Der Ort in der Naehe Hamburgs,
den Du wahrscheinlich meinst, heisst

Finkenwerder
oder in Plattdeutsch Finkwarder

Aber egal

CCP



BSU-Bericht zum Seeunfall in der Mecklenburger Bucht vom Mai 2004

Autor: Edgar Warnecke

Am Sat, 20 Nov 2004 14:05:37 +0100 schrieb Wolfgang Broeker:

> Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung hat vor wenigen
> Tagen wieder einen ihrer ausführlichen Untersuchungsberichte
> herausgegeben, diesmal über einen tödlichen Seeunfall, der
> einem Segler zum Verhängnis wurde:
> http://www.bsu-bund.de/pdf/publik/U-Bericht 122-04 deu.pdf

Die Frau gehoert...

Naja, vielleicht war der Kerl ja faellig.

@Joachim: Erst den Unfallbericht lesen, dann urteilen.

Ed[mitskipperndergattin]g@r
--
Einfach ist genial
Die FAQ für de.etc.beruf.selbstaendig: www.debs-faq.de



BSU-Bericht zum Seeunfall in der Mecklenburger Bucht vom Mai 2004

Autor: RA J. Geraedts.

Am Sat, 20 Nov 2004 20:52:39 +0100, schrieb Edgar Warnecke
:

>Am Sat, 20 Nov 2004 14:05:37 +0100 schrieb Wolfgang Broeker:
>
>> Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung hat vor wenigen
>> Tagen wieder einen ihrer ausführlichen Untersuchungsberichte
>> herausgegeben, diesmal über einen tödlichen Seeunfall, der
>> einem Segler zum Verhängnis wurde:
>> http://www.bsu-bund.de/pdf/publik/U-Bericht 122-04 deu.pdf
>
>Die Frau gehoert...
>
>Naja, vielleicht war der Kerl ja faellig.
>
>@Joachim: Erst den Unfallbericht lesen, dann urteilen.

Edgar ! <Kopfschüttel !>

Ich bin Jurist. Ich lese sogar erst das Handbuch, bevor ich irgend ein
technisches Gerät in Betrieb nehme ! ;-))

Insofern würde mich interessieren, wie Du darauf kommst, ich hätte den
Bericht *nicht* gelesen !?!

Gruß,

Joachim.



BSU-Bericht zum Seeunfall in der Mecklenburger Bucht vom Mai 2004

Autor: Wolfgang Broeker

Claus C. Plaass schrub[tm]:
> Der Ort in der Naehe Hamburgs,
> den Du wahrscheinlich meinst, heisst
>
> Finkenwerder

Es geht doch nichts über ein profundes Halbwissen ;-)

Der heutige Hamburger Stadtteil Finkenwerder war bis zum Jahre
1937 (Groß-Hamburg-Gesetz) eine politisch geteilte Elbinsel:
- die nördliche Hälfte gehörte seit 1446 zu Hamburg
- die südliche Hälfte gehörte ursprünglich zu Lüneburg, fiel
1705 per Erbschaft an Hannover und 1866 damit an Preußen

Während für den südlichen bäuerlichen Teil der Insel schon früher
die Schreibweise "Finkenwerder" gebräuchlich wurde, hieß der Nord-
teil bis zum Zusammenschluss "Finkenwärder". Dieses Finkenwärder
besaß im 19. Jahrhundert die größte deutsche Fischfangflotte. Die
Finkenwärder Fischewer und -kutter trugen neben ihrem Namen eine
numerische Bezeichnung. Die aufgeschnitten im Deutschen Museum in
München zu besichtigende "Maria" trägt z.B. die Bezeichnung HF 31,
HF für "Hamburgisch Finkenwärder". Der Zenith der Seefischerei in
Finkenwärder wurde im Dreikaiserjahr 1888 mit 186 Segelfahrzeugen
erreicht. Heute gibt es nur noch den einen oder anderen Elbfischer
("Lüttfischer"), dessen Schiff eine HF-Nummer trägt, Seefischerei
wird von Finkenwerder aus nicht mehr betrieben.

Von einem der nachgebliebenen, heute im Museumshafen liegenden
Fischereifahrzeuge aus der großen Finkenwärder Zeit habe ich den
Spruch meiner Signatur, der allerdings vermutlich wesentlich älter
sein dürfte.

Gruß - Wolfgang (mit Liegeplatz in Finkenwerder)

P.S.: Und in der nächsten Sendung erklären wir, warum "Der Lord
von Barmbeck" mit ck geschrieben wird, obwohl der Hamburger
Stadtteil "Barmbek" doch gar kein c hat :-)
--
*** "Lewer en lütt Herr as en grot Knecht." ***
*** Lebensmotto von Finkenwärder Fischern ***
*** Sun, 21 Nov 2004 07:53 +0100 ***