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Re: BSU-Bericht zum Seeunfall in der Mecklenburger Bucht vom Mai 2004

Autor: tc-jus@onlinehome.de (Tobias Crefeld)

Richard Dittrich meinte:
> Wolfgang Broeker wrote:

>> Bei allem Respekt vor einem GFK-Selbstbau in der damaligen DDR:
>> eine Bordstromversorgung, die bei einem Tagestörn von Kühlungs-
>> born nach Fehmarn Probleme mit der Versorgung eines GPS-Geräts
>> bekommen kann, gehört in die Tonne.

> Mich würde die Meinung von Leuten wie Wolfgang Hausner,
> Wilfried Erdmann, Joachim Schult zu solch einer Stellungnahme
> interessieren.
> Wieso gehört ein funktionstüchtiges Schiff wegen einem nicht
> funktionierendem oder nicht vorhandenem in die Tonne?
> Kann ich nicht nachvollziehen.

Wenn da nach dem "vorhandenem" ein "GPS-Gerät" untergegangen sein sollte,
dann möchte ich doch einflechten, daß die Herren möglicherweise (!) kein
GPS an Bord haben / hatten, aber dafür der Rest der Navigation in Schuß
ist. Wenn (wie hier) Logge und Echolot außer Betrieb sind, dann ist ohne
GPS außerhalb Landsicht keine sichere Navigation mehr möglich (gehe davon
aus, daß die Benutzung eines Sextanten in dieser Konstellation weder
gebräuchlich noch besonders effizient ist). Und von einer kleinen Yacht
wie dieser ist der vertikale Blickwinkel immer sehr eingeschränkt.

Und es heißt zwar in irgendwelchen Werken, daß sichere Navigation "mit
allen zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln" erfolgen soll, aber das war
sicher nicht so gemeint, daß man sich zuvor aller Hilfsmittel berauben
soll.

--
Gruss,
Tobias.



Re: BSU-Bericht zum Seeunfall in der Mecklenburger Bucht vom Mai 2004

Autor: Wilk Morski



Re: BSU-Bericht zum Seeunfall in der Mecklenburger Bucht vom Mai 2004

Autor: Richard Dittrich

Tobias Crefeld wrote:

> Richard Dittrich meinte:



>>Mich würde die Meinung von Leuten wie Wolfgang Hausner,
>>Wilfried Erdmann, Joachim Schult zu solch einer Stellungnahme
>>interessieren.
>>Wieso gehört ein funktionstüchtiges Schiff wegen einem nicht
>>funktionierendem oder nicht vorhandenem in die Tonne?
>>Kann ich nicht nachvollziehen.
>
>
> Wenn da nach dem "vorhandenem" ein "GPS-Gerät" untergegangen sein sollte,
> dann möchte ich doch einflechten, daß die Herren möglicherweise (!) kein
> GPS an Bord haben / hatten, aber dafür der Rest der Navigation in Schuß
> ist. Wenn (wie hier) Logge und Echolot außer Betrieb sind, dann ist ohne
> GPS außerhalb Landsicht keine sichere Navigation mehr möglich (gehe davon
> aus, daß die Benutzung eines Sextanten in dieser Konstellation weder
> gebräuchlich noch besonders effizient ist). Und von einer kleinen Yacht
> wie dieser ist der vertikale Blickwinkel immer sehr eingeschränkt.

ACK.
Mein Statement war ein wenig unüberlegt.
Ich ging davon aus, dass es nicht nötig ist, ein funktionstüchtiges
Schiff in die Tonne zu werfen nur weil das GPS fehlt oder nicht funzt.
Was Hörr Broeker aber auch nicht meinte.
Also Irrtum meinerseits.
>
> Und es heißt zwar in irgendwelchen Werken, daß sichere Navigation "mit
> allen zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln" erfolgen soll, aber das war
> sicher nicht so gemeint, daß man sich zuvor aller Hilfsmittel berauben
> soll.

Auch da gebe ich dir vollkommen Recht.
Obwohl, wiedereinmal "zu Fuß" zu navigieren hat schon was.
Konnte man aber von der Dame in der Situation eh nicht verlangen.

LG, Richard