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Re: Blei für den Kiel gesucht

Autor: Sepp Klimbacher

On Mon, 7 Feb 2005 16:04:00 +0100, Edgar Warnecke
wrote:

>Am Mon, 07 Feb 2005 11:58:10 +0100 schrieb Sepp Klimbacher:
>
>> On Sun, 6 Feb 2005 19:01:16 +0100, Edgar Warnecke
>> wrote:
>>
>>>BTW: Ist die schwangere Auster in Berlin nicht wegen
>>>Korrosionsproblemen zusammengebrochen?
>>>
>>> Edg@r
>>
>> Ist sie. Das Dach war eine Spannbetonkonstruktion. Durch einsickerndes
>> Wasser sind die Spannstähle infolge Spannungsrißkorrosion gebrochen.
>> Wird im Kiel nicht passieren.
>
>Na, dann bring mir doch bitte gleich nochmal was bei.
>
>Hier kennt bestimmt jeder die Baumethode mit Ferrozement.
>Ich habe bislang nur wenige solcher Konstruktionen gesehen.
>1. waren sie alle pottenhaesslich
>2. hatten sie fast(?) alle irgendwelche Korrosionsspuren.
>
>Ist Ferrozement wirklich eine zuverlaessige Baumethode?
>
>Ich wuerde nie auf die Idee kommen mir aus Huehnerdraht ein Boot zu
>bauen.
>
>Obwohl... Moitessier kam ja sogar auf die Idee ein Boot aus
>Zeitungspapier und Lehm hinzustellen.
>
> Edg@r

Ferrozement ist ein anorganischer Verbundwerkstoff. So wie auf
Unterwasserbauten aus Beton muß eine dichte Beschichtung drauf, zB.
Bitumen-Epoxi. Solange die hält funktionert das auch recht gut. Wenn
es irgendwo undicht wird sudelt der Rost heraus. Dann kann man das
aber mit frischem Draht und Zementmörtel reparieren. Alles in allem
sehr unelegant und wenig yachtlike.
Anfang der 90er geisterte ein Aussteiger mit einem Boot aus Abfall
durch das Mittelmeer. Ein Spantengerüst aus Treibholz hat er mit einer
dicken Polymerfolie "bespannt". Der Mast war irgendein Baumstamm,
Wanten und Stage alte Kabel, die Segel aus Säcken. Die Bootsmaße je
nach Wantenspannung durchaus variabel. Was aus ihm geworden ist weiß
ich aber nicht.

Gruss Sepp



Re: Blei für den Kiel gesucht

Autor: Wilk Morski



Re: Blei für den Kiel gesucht

Autor: Edgar Warnecke

Am Mon, 07 Feb 2005 17:41:20 +0100 schrieb Sepp Klimbacher:

> On Mon, 7 Feb 2005 16:04:00 +0100, Edgar Warnecke
> wrote:

>>Ich wuerde nie auf die Idee kommen mir aus Huehnerdraht ein Boot zu
>>bauen.
>>
>>Obwohl... Moitessier kam ja sogar auf die Idee ein Boot aus
>>Zeitungspapier und Lehm hinzustellen.
>>
>> Edg@r
>
> Ferrozement ist ein anorganischer Verbundwerkstoff. So wie auf
> Unterwasserbauten aus Beton muß eine dichte Beschichtung drauf, zB.
> Bitumen-Epoxi. Solange die hält funktionert das auch recht gut. Wenn
> es irgendwo undicht wird sudelt der Rost heraus. Dann kann man das
> aber mit frischem Draht und Zementmörtel reparieren. Alles in allem
> sehr unelegant und wenig yachtlike.

...und wenn erstmal Feuchtigkeit drin ist?
Nee, nee, das waere nix fuer mich.

Danke.

> Anfang der 90er geisterte ein Aussteiger mit einem Boot aus Abfall
> durch das Mittelmeer. Ein Spantengerüst aus Treibholz hat er mit einer
> dicken Polymerfolie "bespannt". Der Mast war irgendein Baumstamm,
> Wanten und Stage alte Kabel, die Segel aus Säcken. Die Bootsmaße je
> nach Wantenspannung durchaus variabel. Was aus ihm geworden ist weiß
> ich aber nicht.

Hmm, sowas haben wir uns damals[tm] auf dem
Regenwasserrueckhaltebecken auch gebaut, aber Mittelmeer?

Edg@r
--
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