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Zurueck vom Kroatien-Toern, gefakter Mayday, spassiger Tiefenmesser

Autor: Martin Bohm

> Das nächste mal basteln wir uns was aus Eimer und Zweitanker als Lothilfe -
> oder was nehmt ihr da auf Charteryachten?

Auf meiner letzten Charteryacht war ein echtes Bleilot an Bord. Der
Vercharterer meinte: "Was zum Spielen für die Kinder..."



Zurueck vom Kroatien-Toern, gefakter Mayday, spassiger Tiefenmesser

Autor: Wilk Morski



Zurueck vom Kroatien-Toern, gefakter Mayday, spassiger Tiefenmesser

Autor: Martin Bohm

Ulrich G. Kliegis wrote:

> Fehlkonstruktion des Echolots. Das Dir vorgegaukelte Messergebnis wird
> plausibel, wenn man sich die Wirkungsweise vor Augen haelt. Das Ding
> schickt in regelmaessigen Abstaenden einen Impuls los und bekommt ein
> Echo. Bei Tiefen unter 106 m (was einer Signallaufzeit von ca. 10 bis
> 11 ms entspricht, Schallgeschwindigkeit im Wasser ca. 2000 m/s) sendet
> es nach Empfang des Echos den naechsten Puls. Wartet es nun laenger
> als besagte ca. 11 ms, denkt es, da issnixx, und sendet nach einer
> kleinen Wartezeit den naechsten Puls. Auf den folgt jetzt aber das
> Echo aus dem vorhergehenden. Das Geraet haelt diesen fuer das Echo auf
> seinen letzten (n-1) Versuch und zeigt die Tiefe entsprechend falsch
> an. Das darauf folgende Echosignal verhallt wahrscheinlich ungehoert,
> es duerften sich recht interessante Interferenzmuster ergeben. Das
> Geraet zeigt aber nur die Ergebnisse aus tatsaechlich wieder
> empfangenen Echos an, die anderen verdattelt es vermutlich.

Wenn diese Erklärung stimmt, müsste die Anzeige bei Überschreitung der
Tiefe von 106 m aber auf (fast) 0 m springen und bei weiter zunehmender
Tiefe langsam wieder steigen. Laut Bericht war es aber umgekehrt.
Bleibt eigenartig...

Martin



Zurueck vom Kroatien-Toern, gefakter Mayday, spassiger Tiefenmesser

Autor: Gerald Willmann

On Wed, 6 Aug 2003, Alexander Schueller wrote:

> Tja der Gedanke kam mir nat



Zurueck vom Kroatien-Toern, gefakter Mayday, spassiger Tiefenmesser

Autor: tc-jus@onlinehome.de (Tobias Crefeld)

Alexander Schueller meinte:

> Nacht bis ca. 5 Uhr morgens. Wir konnten uns absolut nicht vorstellen,
> wieso die Yacht in dieser Ecke bei STERNENKLARER Nacht, keinem Wind und
> Seegang 1-2 nicht gefunden werden konnte (vor allem bei Feuer aufm

Wahrscheinlich hat jeder gedacht "da kümmert sich schon wer drum". Und
"wer" ist ist irgendjemand anderes - immer!

> Die Frage ist nur... war ich wirklich zu weit weg oder hätte ich
> umdrehen müssen? Was meint Ihr?

Mach halt mal ein GMDSS-Funkzeugnis, da lernt man, wie man als
Seefunkstelle mit einem Mayday umgeht, daß nicht sofort von einer
Küstenfunkstelle ausgeknipst oder sonstwie beantwortet wird.

--
Gruss,
Tobias.



Zurueck vom Kroatien-Toern, gefakter Mayday, spassiger Tiefenmesser

Autor: "Alexander Schueller"

----- Original Message -----
From: "Tobias Crefeld"
Newsgroups: de.rec.sport.segeln
Sent: Sunday, August 10, 2003 4:21 PM
Subject: Re: Zurueck vom Kroatien-Toern, gefakter Mayday, spassiger
Tiefenmesser


> Alexander Schueller meinte:
>
> > Nacht bis ca. 5 Uhr morgens. Wir konnten uns absolut nicht vorstellen,
> > wieso die Yacht in dieser Ecke bei STERNENKLARER Nacht, keinem Wind und
> > Seegang 1-2 nicht gefunden werden konnte (vor allem bei Feuer aufm
>
> Wahrscheinlich hat jeder gedacht "da kümmert sich schon wer drum". Und
> "wer" ist ist irgendjemand anderes - immer!
>
> > Die Frage ist nur... war ich wirklich zu weit weg oder hätte ich
> > umdrehen müssen? Was meint Ihr?
>
> Mach halt mal ein GMDSS-Funkzeugnis, da lernt man, wie man als
> Seefunkstelle mit einem Mayday umgeht, daß nicht sofort von einer
> Küstenfunkstelle ausgeknipst oder sonstwie beantwortet wird.

Funkzeugnis bereits vor Jahren gemacht - aber kann mich nicht erinnern, dort
eine Aussage darüber gefunden zu haben, in welchem Radius man zur Hilfe
kommen kann/soll/muss. Ich denke, das ist eher im Ermessen des
Schiffsführers... was mich interessierte ist eher, in welcher Entfernung man
in dieser Situation noch hätte umdrehen sollen...

> --
> Gruss,
> Tobias.
>



Zurueck vom Kroatien-Toern, gefakter Mayday, spassiger Tiefenmesser

Autor: Harald Schimmel

Alexander Schueller wrote:
>
> Jau - mindestens 70.000 Dollar plus Strafe. Waren verdammt viele Schiffe
> beteiligt. Über UKW hab ich noch gehört, daß sich auch italienische
> Kriegsschiffe beteiligt haben. Mindestens zwei Hubschrauber waren auch
> unterwegs. Und wer weiß, was noch alles. :)

Hoi

ich bin auch grad zurück vom Törn und war zu der Zeit mit einer Bavaria 47
am halöben Weg von Primosten Richtung Zirje unterwegs liegt da praktisch am Weg. Aber
außer der Hubschrauber haben wir auch nix gesehen. Wen´s interessiert,
ich hab den Mayday-Relay als .wav mitgeschnitten.
Ich hatte aber eher gedacht, daß es sich um ein Motorschiff handelte, kann
das aber aus der aufgezeichneten Meldung nicht mehr rausfinden warum. Auf
jeden Fall wurden von Split Radio 25m Länge genannt.

Zum *Probefunkspruch* selber: wer kennt nicht den MARIO, der sich ab Ende
Juli regelmäßig gegen Abend vollgeduselt auf 16 meldet? Wenn sie den nach
Jahren noch nicht geortet und eingefangen haben, werden sie den Funker der
Enterprise wohl auch kaum kriegen.

cu
harrY



Zurueck vom Kroatien-Toern, gefakter Mayday, spassiger Tiefenmesser

Autor: tc-jus@onlinehome.de (Tobias Crefeld)

Alexander Schueller meinte:

> Funkzeugnis bereits vor Jahren gemacht - aber kann mich nicht erinnern,
> dort eine Aussage darüber gefunden zu haben, in welchem Radius man zur
> Hilfe kommen kann/soll/muss. Ich denke, das ist eher im Ermessen des
> Schiffsführers... was mich interessierte ist eher, in welcher Entfernung
> man in dieser Situation noch hätte umdrehen sollen...

Nun, Hilfe kann auch darin bestehen, daß man ein Mayday (Relay)
weitergibt. Ich weiß nicht, in welcher Form es bei Euch ankam, aber wenn
es ein EPIRB war, dann wärs schon seltsam, daß das immer weiterlief.
Normalerweise wird ein Anruf von nem EPIRB vom MRCC beantwortet, ergo
ausgeknipst und über geeignete Wege weiterverbreitet und erscheint dann
als Alarm am GMDSS-Empfänger. Aber nur einmal und nicht immer wieder,
deswegen meine Vermutung, daß es in Eurem Fall ein UKW-call war, den
niemand außer Dir gehört und beantwortet hat.

Was die direkte Hilfestellung betrifft, so habe ich anno domini gelernt.
daß man als Schiff erstmal warten soll mit dem Mayday Received bis
zumindest die KüFuStelle sich gemeldet hat, ggf. mit eigener Position.
Falls sie das allerdings nicht tut (bzw. falls Du keine Antwort hörst, was
nicht unbedingt dasselbe ist), würde ich mich auf alle Fälle in Richtung
Havaristen in Bewegung setzen und dies solange bis klar ist, daß eine
andere, erfolgversprechendere Hilfe auf dem Weg ist. Die Entscheidung
hierüber fällt in der Regel das MRCC oder ersatzweise der Havarist. Späte
Hilfe ist immer noch besser als gar keine.
--
Gruss,
Tobias.



Zurueck vom Kroatien-Toern, gefakter Mayday, spassiger Tiefenmesser

Autor: "Alexander Schueller"

"Tobias Crefeld" schrieb im Newsbeitrag
news:8rilGBjpxVB@tc-jus.onlinehome.de...
> Alexander Schueller meinte:
>
> > Funkzeugnis bereits vor Jahren gemacht - aber kann mich nicht erinnern,
> > dort eine Aussage darüber gefunden zu haben, in welchem Radius man zur
> > Hilfe kommen kann/soll/muss. Ich denke, das ist eher im Ermessen des
> > Schiffsführers... was mich interessierte ist eher, in welcher Entfernung
> > man in dieser Situation noch hätte umdrehen sollen...
>
> Nun, Hilfe kann auch darin bestehen, daß man ein Mayday (Relay)
> weitergibt. Ich weiß nicht, in welcher Form es bei Euch ankam, aber wenn
> es ein EPIRB war, dann wärs schon seltsam, daß das immer weiterlief.
> Normalerweise wird ein Anruf von nem EPIRB vom MRCC beantwortet, ergo
> ausgeknipst und über geeignete Wege weiterverbreitet und erscheint dann
> als Alarm am GMDSS-Empfänger. Aber nur einmal und nicht immer wieder,
> deswegen meine Vermutung, daß es in Eurem Fall ein UKW-call war, den
> niemand außer Dir gehört und beantwortet hat.

Nein, natürlich hätte ich einen Mayday Relay abgegeben, wenn es denn ein
Mayday war. Aber es war bereits ein Mayday-Relay, und zwar von Split Radio.
Also war meinerseits funkstille geboten logischerweise, insbesondere da ich
ca. 12-15 stunden weg war... Und sicherlich ist diese KÜFUST stärker als
unser Radiöchen. Was mich nur interessiert hat, innerhalb welchen Radius man
als Schiffsführer hätte entscheiden müssen, umzukehren und bei der Suche zu
helfen...

> Was die direkte Hilfestellung betrifft, so habe ich anno domini gelernt.
> daß man als Schiff erstmal warten soll mit dem Mayday Received bis
> zumindest die KüFuStelle sich gemeldet hat, ggf. mit eigener Position.
> Falls sie das allerdings nicht tut (bzw. falls Du keine Antwort hörst, was
> nicht unbedingt dasselbe ist), würde ich mich auf alle Fälle in Richtung
> Havaristen in Bewegung setzen und dies solange bis klar ist, daß eine
> andere, erfolgversprechendere Hilfe auf dem Weg ist. Die Entscheidung
> hierüber fällt in der Regel das MRCC oder ersatzweise der Havarist. Späte
> Hilfe ist immer noch besser als gar keine.

War bereits die KÜFUST (Split Radio).
> --
> Gruss,
> Tobias.
>