Hund an Bord - Erfahrungen?
Hi Leute
Ich werde demnächst einen längeren Törn (siehe: Portugal,
Kanaren und
zurück...) machen und meinen Hund mitnehmen.
Sie (mein Hund)ist fast zwei Jahre, Labrador-Schäferhund Mix und
eigentlich ganz ausgeglichen und freundlich.
Hat irgendjemand von Euch Erfahrungen mit Hunden an Bord, bzw. kann mir
irgendwelche Tips geben?
Danke im voraus, Hendrik
Hund an Bord - Erfahrungen?
Hund an Bord - Erfahrungen?
Hallo!
Hendrik Marr schrieb am 18.07.2005 18:38:
> Hat irgendjemand von Euch Erfahrungen mit Hunden an Bord, bzw. kann mir
> irgendwelche Tips geben?
Da sich meine diesbezüglichen Erfahrungen auf Beobachtungen anderer
Yachties in diversen Häfen beschränken, bleibt mir nix anderes als
der
Verweis auf verschiedene, hier bereits gelaufene Threads, die neben dem
üblichen Rauschen auch hilfreiche Tips beinhalten:
http://groups.google.de/groups?hl
Hund an Bord - Erfahrungen?
On Mon, 18 Jul 2005, Hendrik Marr wrote:
> Hat irgendjemand von Euch Erfahrungen mit Hunden an Bord, bzw. kann mir
> irgendwelche Tips geben?
habe mal bei einer Motorbootfahrt auf dem Atlantik einen seekranken
Schaeferhund erlebt. Zu sagen es stank waere untertrieben.
viel Spass, Gerald
Hund an Bord - Erfahrungen?
"Hendrik Marr" schrieb:
> Ich werde demnächst einen längeren Törn (siehe: Portugal,
Kanaren und
> zurück...) machen und meinen Hund mitnehmen.
> Hat irgendjemand von Euch Erfahrungen mit Hunden an Bord, bzw. kann mir
> irgendwelche Tips geben?
Hallo Hendrik
Wir nehmen unseren Hund immer mit, aber nur Kurzstrecken, d.h. die Zeit
zwischen 2 Lösemöglichkeiten ist selten länger als 6-8 Stunden.
Für längere
Strecken mußt du dir was überlegen. Freiwillig macht der Hund nur in
allerhöchster Not aufs Schiff, das ist Quälerei. Ein Tierarzt (selbst
Wassersportler) gab uns mal den Tipp, dem Hund in frühen Jahren
beizubringen, dass er z.B. auf einen Packen Zeitungspapier machen darf. Den
kann man dann auf dem Schiff auslegen und der Hund kann sich dann lösen,
mit
Wasser wegspülen, fertig. Wie das allerdings bei Seegang aussehen soll
weiß
ich auch nicht. Und zu Hause hast du auch ein Problem, wenn Zeitungen am
Boden liegen ;-)
Seekrankheit gilt es zu prüfen, wird der Hund seekrank, sollte man es dem
Tier nicht antun und sich selbst auch nicht. Ein seekranker Hund ist kein
schöner Anblick.
Sicherheit ist einfacher, Netz ringsherum und Schwimmweste mit Lifeline. Bei
Seegang und Lage ist unser Hund unter Deck ziemlich in der Schiffsmitte am
Boden, ein kuschliger sicherer Platz wo er nicht rumrutschen kann. Unsere
fühlt sich da recht wohl, wenns oben unruhig wird, geht sie freiwillig
runter und verschläft den Tag. Da wir sie von klein auf dabei haben ist
sie
es gewohnt und scheint sich auch nicht unwohl zu fühlen. Zumindest sagt
sie
es nicht ;-)
Gruß Frank
Hund an Bord - Erfahrungen?
> Hallo Hendrik
> Wir nehmen unseren Hund immer mit, aber nur Kurzstrecken, d.h. die Zeit
> zwischen 2 Lösemöglichkeiten ist selten länger als 6-8
Stunden. Für längere
> Strecken mußt du dir was überlegen. Freiwillig macht der Hund
nur in
> allerhöchster Not aufs Schiff, das ist Quälerei. Ein Tierarzt
(selbst
> Wassersportler) gab uns mal den Tipp, dem Hund in frühen Jahren
> beizubringen, dass er z.B. auf einen Packen Zeitungspapier machen darf.
Den
> kann man dann auf dem Schiff auslegen und der Hund kann sich dann
lösen, mit
> Wasser wegspülen, fertig. Wie das allerdings bei Seegang aussehen
soll weiß
> ich auch nicht. Und zu Hause hast du auch ein Problem, wenn Zeitungen am
> Boden liegen ;-)
>
Ich hatte in der Hundenews gelesen, daß auf den Skandinavienfähren
eine
Art Sandkasten als Hundetoilette gibt.
Ich dachte, wenn man in einer Ecke am Deck (wahrscheinlich am besten am
Heck-wegen überkommender See) aus vier Brettern ein Quadrat (ca.
1x1m)baut, und das mit Sand füllt. Das nimmt der Hund bestimmt an. Und
wenn man dann das Ding entleert, immer etwas Sand mit über Bord.
Irgendwann macht der Hund sicher nur noch ins "Zielquadrat".
Wahrscheinlich kann man dann auch das Holzquadrat entfernen.
Was denkst Du, könnte das funktionieren?
> Seekrankheit gilt es zu prüfen, wird der Hund seekrank, sollte man es
dem
> Tier nicht antun und sich selbst auch nicht. Ein seekranker Hund ist kein
> schöner Anblick.
>
Meine ist ständig mit dem Auto unterwegs, von daher keine Probleme,
Seegang ist natürlich was anderes. Muß man abwarten.
> Sicherheit ist einfacher, Netz ringsherum und Schwimmweste mit Lifeline.
Hat Dein Hund ständig Schwimmweste an, oder nur bei schwerem Wetter?
Unser Schiff hat eine hohe Holzbordwand, kann also normalerweise nicht
außenbords gehen, wenn sie nicht gerade drüber springt.
Gruß Hendrik
Hund an Bord - Erfahrungen?
Hi Hendrik
du machst dir zu recht kopfzerbrechen über deinen hund. hatte selbst
über
ein jahr meinen bordercolly labradormix am boot mit. jojo - mein hund -
hatte oft wirklich schwere zeit da es ihm so gut wie unmöglich war an bord
seinen haufen zu machen. bei längeren übersätzern - sprich auch
bei kleinen
übersetzern ab 2 tagen artete das in ein gejammere und geheule aus, da der
hund so bauchschmerzen hatte. beim versuch über die rehling zu pinkeln
währe
er einmal sogar fast über bord gegangen.
in dieser hinsicht also fast tierquählerei. deshalb rate ich dir, entweder
deinem hund zu lernen, wo er hinmachen kann oder die reise auf so wenig
übersetzer wie möglich zu teilen, am besten tagestrips. wir
änderten die
rute auf tagestripps.
ansonsten hatte mein hund viel spaß auf der reise. er genoss, nonstop bei
uns sein zu können und nicht wie so viele den ganzen tag in einer wohnung
eingesperrt zu sein. segeln machte ihm nichts aus, denn sobald er das land
nicht mehr roch legte er sich ins cockpit uns schlief. er liebte das wasser
war aber nie in der versuchung, vom boot aus reinzuspringen - was du
unbedingt bei denem hund noch austesten musst, denn wir haben einige
besitzer getroffen, die den hund beim intensieven segeln
vorsichtsheitshalber anbinden mussten.
wir mussten leider auch die gefahr von aussen kennenlernen, da uns in einem
hafen der hund gestohlen wurde (jojo war ein recht hüpscher hund) und wir
ihn nur durch aufmerksame anreiner, die sich die autonummer aufgeschrieben
hatten, und die polizei des landes zurückerhielten. da war es schon gut,
das
wir für den hund vom tierarzt den impfpass hatten und so zeigen konnten,
das
er uns gehöhrt.
jojo war sehr geschickt und flink am schiff, ist aber dennoch auf manchen
ankerplätzen von bord gefallen, weshalb wir immer so nahe wie möglich
unter
land ankerten. er liebte dinghi zu fahren und brauchte lange spaziergänge
um
die viele ruhige zeit an bord auszugleichen bei stürmischen segeltagen
brauchte jojo immer eine extraprotion aufmerksamkeit, da er angst bekam und
nicht wusste, was los war. auch seekrankheit war anfangs ein thema, was aber
nur in dieser hinsicht wichtig war, das wir darauf achteten, das er nicht
von bord ging, da er in seiner übelkeit oft über deck taumelte.
hoffe, mein kleiner bericht bringt dir was
lg
claudia
"Hendrik Marr" schrieb im
Newsbeitrag
news:dbglsi$f74$1@online.de...
> Hi Leute
>
> Ich werde demnächst einen längeren Törn (siehe: Portugal,
Kanaren und
> zurück...) machen und meinen Hund mitnehmen.
> Sie (mein Hund)ist fast zwei Jahre, Labrador-Schäferhund Mix und
> eigentlich ganz ausgeglichen und freundlich.
>
> Hat irgendjemand von Euch Erfahrungen mit Hunden an Bord, bzw. kann mir
> irgendwelche Tips geben?
>
> Danke im voraus, Hendrik
Hund an Bord - Erfahrungen?
"Hendrik Marr" schrieb:
> Ich hatte in der Hundenews gelesen, daß auf den
Skandinavienfähren eine
> Art Sandkasten als Hundetoilette gibt.
> Was denkst Du, könnte das funktionieren?
Das kann funktionieren. Mußt du probieren, ob dein Hund das annimmt.
Meiner
tuts jedenfalls nicht (Haben wir im aber auch nicht antrainiert).
Wir haben sogar schon mal eine Tüte voll frisches Gras in Griechenland
gepflückt, und auf der Fähre ausgelegt (zum Spot aller
Mitreisenden), in
der Hoffung sie pieselt drauf. Nix wars, hat uns nur komisch angeschaut und
geklemmt.
> Hat Dein Hund ständig Schwimmweste an, oder nur bei schwerem Wetter?
Nur bei Bedarf. Sie ist so sehr wasserscheu, dass sie immer darauf bedacht
ist, ja nicht naß zu werden ;-)
> Unser Schiff hat eine hohe Holzbordwand, kann also normalerweise nicht
> außenbords gehen, wenn sie nicht gerade drüber springt.
Das sollte bei "normalem Wetter" ausreichen. Sicher kann man
natürlich nie
sein. Deshalb ist eine Schwimmweste sicherer, falls der Hund doch mal ins
Wasser fällt. Wichtig auch, dass er immer beobachtet oder angeleint ist,
sonst bekommst du nichts mit und dann ist er weg, mit oder ohne
Schwimmweste.
Gruß
Frank
Hund an Bord - Erfahrungen?
Hallo!
Hendrik Marr schrieb am 19.07.2005 10:13:
> Ich dachte, wenn man in einer Ecke am Deck (wahrscheinlich am besten am
> Heck-wegen überkommender See) aus vier Brettern ein Quadrat (ca.
> 1x1m)baut, und das mit Sand füllt.
Gute Idee! Aber wie sorgst du dafür, dass der Sand im Sandkasten bleibt?
Sämtliche Schiffseigner, die ich kenne, kriegen bei den ersten
Sandkörnchen, die auf dem GFK-, Holz-, Stahl-, Alu- oder Teakdeck
liegen, panische Anfälle.
Viele Grüße
Benjamin