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Fastnet 79

Autor: tc-jus@onlinehome.de (Tobias Crefeld)

Martin Bohm meinte:

> Erst nach den ersten Meldungen über Tote gingen die ersten
> Rettungskreuzer raus, anstatt sofort nach der Orkanwarnung sturmfeste
> Boote in Bereitschaft zu bringen.

Weißt Du wenigstens ansatzweise, wie in UK die Seenotrettung organisiert
ist?

> Einen Rennabruch hat es nicht gegeben.

Was hätte er gebracht? Es spielt ab einem gewissen Punkt keine Rolle mehr,
ob eine Wettfahrt noch läuft oder abgebrochen ist. Bei Offshore-Regatten
ist das immer so. Auch wenn das ein paar Badewannenkapitäne nicht
verstehen.

--
Gruss,
Tobias.



Fastnet 79

Autor: Wilk Morski



Fastnet 79

Autor: Martin Bohm

> Weißt Du wenigstens ansatzweise, wie in UK die Seenotrettung organisiert
> ist?
Nicht im Speziellen, ich nehme aber an, es ist nicht viel anders als bei
anderen Seenotrettungsdiensten: wenn sie angefordert werden, gehen sie
halt raus. Wer die Kosten am Ende trägt ist eine ganz andere Frage,
sollte aber zweitrangig sein, wenn wirklich Menschenleben in ernster
Gefahr ist.
Sollte ich hier falsch liegen, habe ich ein offenes Ohr.

Mein Posting entstand unter dem Eindruck des Fernsehberichtes, seit dem
ausführlichen Posting von Manfred denke ich darüber anders.

Wenn, wie ich ursprünglich annahm, ein Orkan ungewöhnlicher Stärke auf
ein Regattafeld zu zieht und mangels Funk nicht alle Yachten gewarnt
werden können, hätten Rettungsschiffe gleich mit der Wetterprognose,
also ca. 8 h vor dem Höhepunkt des Sturms, durch die Rennleitung
angefordert werden können/müssen. (Ob sie wegen der eigenen Sicherheit
dann wirklich auslaufen, bleibt natürlich in deren Ermessen)

Nun, da es sich aber nur um einen für das Gebiet "normalen" Sturm
handelte, mit dem die "ernsthaften" Teilnehmer auch keine
Schwierigkeiten bekamen, sehe ich die Sache jetzt anders.

>>Einen Rennabruch hat es nicht gegeben.
>
> Was hätte er gebracht? Es spielt ab einem gewissen Punkt keine Rolle mehr,
> ob eine Wettfahrt noch läuft oder abgebrochen ist. Bei Offshore-Regatten
> ist das immer so. Auch wenn das ein paar Badewannenkapitäne nicht
> verstehen.

Das sehe ich entschieden anders! Im konkreten Fall hätte eine Warnung
verhindern können, dass es einige Boote genau auf der Schwelle der
Labadie Bank erwischt. Und nur hier gab es bekanntlich die Toten.

Den "Badewannenkapitän" nimmst Du bitte zurück.

Martin



Fastnet 79

Autor: Edgar Warnecke

Am Mon, 11 Aug 2003 11:04:11 +0200, schrieb Martin Bohm :

>
>> Weißt Du wenigstens ansatzweise, wie in UK die Seenotrettung organisiert
>> ist?
>Nicht im Speziellen, ich nehme aber an, es ist nicht viel anders als bei
>anderen Seenotrettungsdiensten: wenn sie angefordert werden, gehen sie
>halt raus.

Dann schau halt nach:

http://www.rnli.org.uk/Home.asp

>Den "Badewannenkapitän" nimmst Du bitte zurück.

Och, so isser eben. Stopf ihn in den Filter.

Edg@r
--
Einfach ist genial



Fastnet 79

Autor: Uwe Hercksen

Tobias Crefeld schrieb:
>
> Was hätte er gebracht? Es spielt ab einem gewissen Punkt keine Rolle mehr,
> ob eine Wettfahrt noch läuft oder abgebrochen ist. Bei Offshore-Regatten
> ist das immer so. Auch wenn das ein paar Badewannenkapitäne nicht
> verstehen.
>
Hallo,

bei noch laufender Wettfahrt dürfte etwas später von der normalen
Besegelung auf die Sturmsegel gewechselt werden als bei einem abgebrochenen.
Mehr auf Sicherheit zu setzen fällt leichter wenn der Druck des Gewinnen
Wollens wegfällt.

Bye