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Zugdrachen statt Segel?

Autor: Tom Berger

Am Wed, 2 Nov 2005 12:34:07 +0100 schrieb Jörg W. Kremer:

> Weiss jemand von euch, ob es da schon Ergebnisse von Versuchen und Erfahrungen
> auf Yachten gibt? Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass so etwas beim
> Sydney-Hobart-Race eingesetzt wurde / werden sollte?

Probiers doch einfach mal aus. Sowas wie das hier:
http://cgi.ebay.de/Jumbo-Power-Sled-323-x150-cm-2-Farben-NEU W0QQitemZ8713133859QQcategoryZ9187QQrdZ1QQcmdZViewItem
sollte doch schon deutlich spürbar sein.

Tom Berger

--
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Zugdrachen statt Segel?

Autor: Wilk Morski



Zugdrachen statt Segel?

Autor: Matthias Julius

Jörg W. Kremer writes:

> Kürzlich gelesen:
>
> "[...] Das Skysail sieht aus wie ein übergroÃźer Paragliding-Schirm: In etwa
> rechteckig, fliegt es wie ein Kinderdrachen vor dem Schiff her. [...] Das
> Skysail kann auf Frachtern bis zu 70 Grad am Wind gefahren werden, auf Yachten
> sogar bis zu 50 Grad. [...] Den Berechnungen zufolge ist die Geschwindigkeit
> bei idealen Bedingungen mit dem Zugdrachen sogar höher als unter reiner
> Maschinenfahrt. Bei Luxusyachten spielt zudem die grÃ¶Ãźere Reichweite unter
> Segeln eine groÃźe Rolle [...]"

Wieso wird die Reichweite unter Segeln groesser? Weil durch die
hoehere Geschwindigkeit der Diesel fuer die Generatoren weiter reicht?

Matthias



Zugdrachen statt Segel?

Autor: Knut

[...]
>
> Wieso wird die Reichweite unter Segeln groesser? Weil durch die
> hoehere Geschwindigkeit der Diesel fuer die Generatoren weiter reicht?
>
> Matthias

Das ist wohl eher auf Motoryachten bezogen.

GrÃ¼Ãźe
Knut



Zugdrachen statt Segel?

Autor: "Fritz Brause"

> Kürzlich gelesen:
>
> "[...] Das Skysail sieht aus wie ein übergroßer Paragliding-Schirm: In
etwa

darüber gabs vor fast genau einem Jahr schon mal einen Bericht im
hr-Fernsehen
http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik62&key=standard document 2995312

Wahrscheinlich kommt diese Geschichte jedes Jahr einmal hoch, um nicht in
Vergessenheit zu geraten.

Mein Potential an "Visionen" denkt da vermutlich zu kleinkariert an
Handhabung und ähnliche Dinge - im Labor und im Modellmassstab mag das
handhabbar sein, aber im Großschiffbau?

Tolle Idee, ja, aber auch der Cargolifter wurde mit viel Geld (das Stephan
Wrage vermutlich erstmal sammeln muss) am Bedarf bzw. an der Realität
vorbeigeplant.

mfg
Fritz



Zugdrachen statt Segel?

Autor: Hanns Schwerdtfeger

Fritz Brause schrieb:
[...]
>
> darüber gabs vor fast genau einem Jahr schon mal einen Bericht im
> hr-Fernsehen
> http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik62&key=standard document 2995312
>
> Wahrscheinlich kommt diese Geschichte jedes Jahr einmal hoch, um nicht in
> Vergessenheit zu geraten.
>

Hallo, hier ist noch ein (aktueller) Link!

http://skysails.info/index.php?id=6&tx mininews pi1[showUid]f&cHashX34e8be23

Im Nordmagazin auf N3 gab es dazu einen Bericht samt Videoaufnahmen. Das
Schiff lag seit Anfang des Jahres in Wismar und ist AFIK im Oktober bei
relativ wenig Wind offiziell das erste Mal "gesegelt" worden...

Schönen Tag noch!

Hanns



Zugdrachen statt Segel?

Autor: Matthias Julius

Jörg W. Kremer writes:

> Was mich aber zusätzlich interessieren würde: gibt es da nicht sogar schon
> "Drachen-Segel" für (Regatta)Yachten, die nach diesem Prinzip funktionieren?
> Kennt da jemand Links zu?

Der hats versucht:
<http://www.guardian.co.uk/hurricanes2005/story/0,16546,1583071,00.html>;

oder auch hier:
<http://www.dommee.co.uk/pgs/news/kitenews/news-05-09-26.html>;

Matthias



Zugdrachen statt Segel?

Autor: tc-jus@onlinehome.de (Tobias Crefeld)

Jörg W. Kremer meinte:

> Was mich aber zusätzlich interessieren würde: gibt es da nicht sogar
> schon "Drachen-Segel" für (Regatta)Yachten, die nach diesem Prinzip
> funktionieren? Kennt da jemand Links zu?

Ich kenne nur Spinnaker, die mit einer kleinen Parafolie ausgestattet
sind, die ihnen irgendwie mehr Auftrieb bei Starkwind oder mehr Stabilität
bei Schwachwind verleihen soll oder so.

IIRC gab es vor ein paar Jahren einen Bericht über eine französische
Motorbootfahrerin, die mit sowas übern Atlantik gesegelt ist. Oder
zumindest hatte sie es vor.

Denke, bei den heutigen Frachtergrössen (und nur die Grossen fahren die
großen Distanzen) ist es im Kern ein Problem der Kraftübertragung. Man
kann ja schlecht mehr als eine Leine verwenden, wenn man Kabelsalat
vermeiden will und damit müssen sämtliche "Drachen" an einer langen Trosse
aufgefädelt werden und um dann noch was zu bewegen, müsste deren unterstes
Ende schätzungweise 300 mm stark sein. Dürfte kaum noch zu handhaben sein.

Wobei interessant wäre, ob das Schiff gleichzeitig nennenswert angehoben
wird und dadurch etwas weniger verdrängt.

Interessanterweise sind ja auch andere Versuche, regenerative
Energiequellen im großtechnischen Maßstab zu nutzen, gescheitert.
Stattdessen Lösungen, die eher in massenhaften Einsatz gehen. Vielleicht
liegt ja tatsächlich auch in der Frachtschiffahrt die Zukunft in kleineren
Einheiten, in leichten Schnellbooten, die weitgehend automatisiert mit
einem technisch versierten Einhandpiloten an Bord über die Meere gondeln.
Da würde so ein Paraglider gut reinpassen. Sie gehen ja auch von
weitgehend zentralem Management hinsichtlich Einsatzplanung des "Segels"
aus.

--
Gruss,
Tobias.



Zugdrachen statt Segel?

Autor: Hartmut Schenke

Tobias Crefeld schrieb:

[...]

> Wobei interessant wäre,

Interessant wäre auch, wie man mit einem Drachen kreuzen will. Mehr
als hin und her fahren dürfte bei einem Windfenster von weniger als
180 Grad nicht drin sein.

Gruß
Abdul

--
Laser forever!