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Re: Wintersegeln

Autor: ALL2002@t-online.de (Wolfgang Allinger)

On 03 Jan 06 at group /de/rec/sport/segeln in article
(Benjamin Wrzeconko) wrote:

>Dafür sind die Neo-Träger nach der Regatta immer die ersten, die aus
>ihren Dingern rauswollen und unter die Dusche ;).

Hmmm, grübel, grübel und studier: Sollte man denen nicht einfach mal ne
halbe Flasche Duschgel oben in den Anzug schütten, dann kräftig rubbeln
und sie ersparen sich die Dusche :-)

Flachduck und nix wie wech

Frohes neues Jahr und
Tschüß Wolfgang


--
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Re: Wintersegeln

Autor: Wilk Morski



Re: Wintersegeln

Autor: tc-jus@onlinehome.de (Tobias Crefeld)

Wolfgang Allinger meinte:
> (Benjamin Wrzeconko) wrote:

>> Dafür sind die Neo-Träger nach der Regatta immer die ersten, die aus
>> ihren Dingern rauswollen und unter die Dusche ;).

> Hmmm, grübel, grübel und studier: Sollte man denen nicht einfach mal ne
> halbe Flasche Duschgel oben in den Anzug schütten, dann kräftig rubbeln
> und sie ersparen sich die Dusche :-)

Naja, so ähnlich mache ich das sowieso, wenn sich die Möglichkeit bietet.
Zum Beispiel in Cork / Irland hatten sie schöne geräumige Duschen, in die
man gleich samt Neo reinmarschiert ist und sich erst unter der Dusche
ausgezogen hat. Das ist ja alles ein bißerl kälter als bei uns (im Sommer)
und der Neo braucht sowieso wegen dem Salzwasser ne Spülung, also
verbindet man das gleich. Wenn er daneben noch etwas Seife abbekommt,
hilft das auch etwas gegen den doch etwas strengen Geruch der meisten
Neoprene.

--
Gruss,
Tobias.



Re: Wintersegeln

Autor: tc-jus@onlinehome.de (Tobias Crefeld)

Benjamin Wrzeconko meinte:
> Tobias Crefeld wrote on 01/01/2006 18:10:

> Allerdings - ich habe mich schon häufig auf nassen Untergrund gesetzt,
> und bin bisher immer trocken geblieben. Ebenso von den Leuten, die das
> HPX-Zeug besitzen (Ein- oder Zweiteiler) und in der von dir genannten
> Umgebung (bei schwerer See auf dem Vorschiff) einsetzen, hab ich noch
> nichts dergleichen gehört. Druckwasser ist ja auch nicht gleich
> Druckwasser.

Nach meiner Beobachtung hält dort ein neuer Anzug auch noch relativ gut
ab. Wenn der Anzug erstmal gewaschen wurde oder sonstwie etwas länger in
Benutzung ist, dann läßt vermutlich irgendeine äußere Imprägnierung nach.
Ist nur ne These - ich weiß nur, daß selbst Musto HPX, also wohl der
Ferrari unter den Naßzeugherstellern, nach etlichen Wochen Benutzung bei
weitem nicht mehr so dicht ist gegen Schwallwasser.


> Sorry, irgendwie verstehe ich hier nicht so ganz, was du meinst. Der
> HPX-Trockenanzug hat Füßlinge (s. in einer vorhergehenden Artikel
> geposteter Link).

Stimmt, bei näherer Betrachtung sehe ich jetzt auch, daß die dazu gehören.
Ich hielt das für Gummistiefel als Deko.
Keine Ahnung, wie sie das machen wollen. Atmungsaktiv einerseits, aber so
luft- und wasserdicht andererseits, daß sogar ein aufblasbares Luftpolster
den Druck hält. Muß Zauberei sein.


>>> Warum sollte der Halbtrockenanzug wärmer als der Trockenanzug sein?

>> Nicht generell, aber hier überwiegt der Vorteil des "Abdampfen können".
>> Bei Trockenanzügen sammelt sich innen Schwitzwasser und das reduziert
>> die Isolation.

> Du sprachst doch von der "von mir gezeigten Umgebung"? Hier bildet sich
> kein Schwitzwasser.

Jeder transpiriert. Erst recht, wenn er sich sogar sportlich betätigt. mag
sein, daß sich das bei Eurer Veranstaltung in Grenzen hielt (zumindest
sieht es nicht recht stürmisch aus).
Wenn Du nur zwei Stunden in den Klamotten steckst, dann mag das angehen.
Da kommt man wieder aus einem luftdichten Anzug raus, bevor es innen zu
feucht geworden ist. Aber wer länger unterwegs ist, badet in dichten
Anzügen früher oder später in seinem eigenem Sud.


> Im Gegenteil, mein wasserdichter "Jollenanzug" (Hose und Spraytop) von
> Marinepool beschert mir binnen kürzester Zeit Nässe, wo sie nicht
> hingehört.

Von außen oder innen?
Ich habe mir letzte Saison eine Hose von Marinepool gekauft (hier gibts 2
x im Jahr Lagerverkauf). Überzeugt hat sie mich nicht. Die alte HH saß
irgendwie besser. Ich finds gut, daß sie sich so im Sponsoring
engagieren, aber etwas mehr könnten sie an ihren Klamotten schon feilen.
Richtig zufrieden war ich sowieso nur mit der alten Gummilatzhose.
Stabiler als das billige PVC von Obi & Co., aber genauso dicht. Ist halt
deutlich schwerer. Und zumindest bei uns (binnen) bekommt man es kaum
noch. Die letzte dieser Art habe ich in Lerwick im Fischereibedarf
gesehen. Seitdem ärgere ich mich mehrmals im Jahr, daß ich damals nicht
zugeschlagen habe.


>> Insofern halte ich Trockenanzüge im engeren Sinne für ungeeignet, um
>> thermischen Problemen zu begegnen. Ich kenne Leute die sehen das
>> anders. Aber letztlich haben die immer gefroren, wenn es mir noch gut
>> ging.

> Dafür sind die Neo-Träger nach der Regatta immer die ersten, die aus
> ihren Dingern rauswollen und unter die Dusche ;).

Kann mich an eine Regatta in Berlin erinnern, bei der ein Wohnmobileigner
auf die glorreiche und allseits begrüßte Idee kam, seinen Wagen als
Trockenstube für die Klamotten anzubieten und hat dementsprechend die
Standheizung auf sicher über 30 Grad raufgefahren - angeblich war der
Wagen noch zwei Tage später ohne Atemschutz praktisch unbenutzbar.

Man kann halt nicht alles wollen: Knallharter Segler und vorgeheizter Neo
paßt halt schlecht zusammen. :-)

--
Gruss,
Tobias.