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Rettungswesten

Autor: tc-jus@onlinehome.de (Tobias Crefeld)

Manfred Handschuher meinte zu "Re: Wow! Es tut sich was mitti Schwimmwesten im Flieger":
> Tobias Crefeld wrote:

>> meine alte Weste (mittlerweile nur noch Demo-Objekt) habe ich sicher
>> schon 6..7 Jahre nicht mehr in Betrieb gehabt, weil immer
>> Automatikwesten an Bord sind.

> Dann kann ich Dich nur beglückwünschen! Zu Deiner Revierwahl und der des
> Charterers.

Brauchst Du nicht. Es ist machbar und ich bin ja noch immer der Meinung,
daß in unserem kapitalistischen System der Kunde König sein sollte.

Allerdings ist es tatsächlich so, daß ich nicht unbedingt immer das
billigste Angebot wähle, wenn die Konkurrenz mit Dingen wie Strecktauen,
Bindereff, Radar oder Spinnaker winkt. Dafür ist es mir wiederum wurscht,
wenn das Boot schon 10..30 Jahre auf dem Buckel hat - oder vielmehr halte
ich es spätestens seit "Bavaria match" eher für ein Qualitätsmerkmal, wenn
ein Boot "schon so lange" durchgehalten hat. ;-)


>> Naja, da wird auch viel Propaganda gemacht. So von wegen "damit werden
>> Sie sicher umgedreht" - garantieren kann das dann doch wieder keiner.

> Mit 150 wirst Du ganz sicher *nicht* umgedreht! Das durfte ich selbst

Bei Flachwasser ist das richtig, ansonsten falsch. Wer auf dem Bauch
landet, hat im Seegang immer die Chance, daß er zufällig wieder umgedreht
wird.

> erleben. Und zwar bei *allen* Probanden. Und liegst obendrein mit dem
> Gesicht im Wasser (so man bäuchlings ins Wasser fällt; auch eigene
> Erfahrung). Ob eine 275N-Version Dich umdreht ist hingegen unerheblich,
> weil sichergestellt ist, daß der Kopf aus dem Wasser ist und damit
> zumindest das Atmen ermöglicht, was fürs Überleben ja nicht gerade
> unerheblich sein soll.

Da mach Dir mal nicht zuviel vor. Bei entsprechend großer Korpulenz ist
auch eine 275N-Weste nicht in der Lage, Deine Atemöffnungen in
ausreichender Distanz zum Wasser zu halten, weil sie dann den Körper aus
dem Wasser halten muß.

Abgesehen davon gibt es auch große Unterschiede, wie jemand im Wasser
liegt. Bei meiner üblichen Ausrüstung und meinem (ähem) latenten
Übergewicht kommen meine Beine relativ tief im Wasser zu liegen und ich
stehe mehr als das ich liege. Dünne Leute haben hier einen Nachteil,
insbesondere wenn sie Fleece und andere auftriebssteigernde Komponenten in
ihrer möglchst auch noch wasserdichten Hose tragen. Trockenanzüge erhöhen
das Risiko, das man mit erhöhten Auftrieb in der Weste kompensieren
sollte.


>> Mir ist lieber, das Ding ist so handlich, daß die Leute sie gerne und
>> permanent tragen

> Wenn ich meine alte 150N-Weste und meine neue 275N-Version so
> vergleiche, dann kann ich keinen signifikanten Größenunterschied
> feststellen, der die Einstufung als "unhandlich" rechtfertigen würde.

Wundert mich. Bei gleicher Materialqualität und doppelter Patrone sollte
die Weste schwerer und voluminöser sein.

Allerdings habe ich auch bei ein paar 150N-Westen jüngeren
Herstellungsdatums schon die Feststellung gemacht, daß offenbar an der
Materialstärke gespart wurde. Ob da nun spezifisch festeres Material
verwendet wird oder ob hier lediglich die Versicherung zum baldigen
Neukauf eingebaut wurde, weiß ich allerdings nicht.

--
Gruss,
Tobias.



Rettungswesten

Autor: Wilk Morski



Rettungswesten

Autor: Michael Hess

Tobias Crefeld wrote:
> Manfred Handschuher meinte zu "Re: Wow! Es tut sich was mitti Schwimmwesten im Flieger":
>> Tobias Crefeld wrote:
>
>>> Naja, da wird auch viel Propaganda gemacht. So von wegen "damit werden
>>> Sie sicher umgedreht" - garantieren kann das dann doch wieder keiner.
>
>> Mit 150 wirst Du ganz sicher *nicht* umgedreht! Das durfte ich selbst
>
> Bei Flachwasser ist das richtig, ansonsten falsch. Wer auf dem Bauch
> landet, hat im Seegang immer die Chance, daß er zufällig wieder umgedreht
> wird.

Aehh, es geht aber doch darum sich nicht auf den Zufall verlassen zu
muessen oder?

>> erleben. Und zwar bei *allen* Probanden. Und liegst obendrein mit dem
>> Gesicht im Wasser (so man bäuchlings ins Wasser fällt; auch eigene
>> Erfahrung). Ob eine 275N-Version Dich umdreht ist hingegen unerheblich,
>> weil sichergestellt ist, daß der Kopf aus dem Wasser ist und damit
>> zumindest das Atmen ermöglicht, was fürs Überleben ja nicht gerade
>> unerheblich sein soll.
>
> Da mach Dir mal nicht zuviel vor. Bei entsprechend großer Korpulenz ist
> auch eine 275N-Weste nicht in der Lage, Deine Atemöffnungen in
> ausreichender Distanz zum Wasser zu halten, weil sie dann den Körper aus
> dem Wasser halten muß.

Mhhh das habe ich mit meiner 275N-Weste auch noch nicht ausprobieren
(duerfen). Aber ich hoffe mal das dass umdrehen zumindestens
funktionieren sollte.

> Abgesehen davon gibt es auch große Unterschiede, wie jemand im Wasser
> liegt. Bei meiner üblichen Ausrüstung und meinem (ähem) latenten
> Übergewicht kommen meine Beine relativ tief im Wasser zu liegen und ich
> stehe mehr als das ich liege. Dünne Leute haben hier einen Nachteil,
> insbesondere wenn sie Fleece und andere auftriebssteigernde Komponenten in
> ihrer möglchst auch noch wasserdichten Hose tragen. Trockenanzüge erhöhen
> das Risiko, das man mit erhöhten Auftrieb in der Weste kompensieren
> sollte.

ACK

>>> Mir ist lieber, das Ding ist so handlich, daß die Leute sie gerne und
>>> permanent tragen
>
>> Wenn ich meine alte 150N-Weste und meine neue 275N-Version so
>> vergleiche, dann kann ich keinen signifikanten Größenunterschied
>> feststellen, der die Einstufung als "unhandlich" rechtfertigen würde.
>
> Wundert mich. Bei gleicher Materialqualität und doppelter Patrone sollte
> die Weste schwerer und voluminöser sein.

doppelte Patrone?
Ich habe eine neue Duo-protect von Secumar, die hat nur eine (IMHO sehr
grosse) Patrone.
Aber mit der Weste wurde ich hier [1] schon in die
"Hosentreaeger+Guertel" Fraktion gepackt.
Hier sind oft noch duenne Feststoffwesten oder max. 150N Teile ueblich.
Das gute ist, sie werden wenigstens *immer* getragen!

Und ich finde meine Weste sowohl bequem als auch handlich. Ok ich bin
auch etwas groesser als die anderen Jungs ;-)

Servus,
Michael


[1]
http://maps.google.com/?ie=UTF8&z=17&ll4.78458,134.473772&spn=0.00586,0.010064&om=1

--
34°5652.75N; 134°2554.39E
Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen;
aber sie haben keine Bedenken, dies mit leeren Kopf zu tun.



Rettungswesten

Autor: Nils Ketelsen

Michael Hess wrote:

>>>> Naja, da wird auch viel Propaganda gemacht. So von wegen "damit werden
>>>> Sie sicher umgedreht" - garantieren kann das dann doch wieder keiner.
>>> Mit 150 wirst Du ganz sicher *nicht* umgedreht! Das durfte ich selbst
>> Bei Flachwasser ist das richtig, ansonsten falsch. Wer auf dem Bauch
>> landet, hat im Seegang immer die Chance, daß er zufällig wieder umgedreht
>> wird.
> Aehh, es geht aber doch darum sich nicht auf den Zufall verlassen zu
> muessen oder?

Es geht bei Sicherheitseinrichtungen eigentlich immer nur um
Wahrscheinlichkeiten, nicht um digitale Sicherheit. Eine Weste erhöht die
Wahrscheinlichkeit, daß Du im im Wasser schwabbelnd überlebst. Es gibt sehr
unwahrscheinliche Fälle wo sie genau das Gegenteil bewirkt.



Nils
--
C: Ich möchte nicht länger "Junge" genannt werden. Ich finde den Ausdruck
demütigend und sexistisch.
H: Wie möchtest Du dann genannt werden? [aus "Calvin and Hobbes"
C: "Genetisch bevorzugter Jugendlicher". by Watterson]



Rettungswesten

Autor: Manfred Handschuher

Michael Hess wrote:

> Hier sind oft noch duenne Feststoffwesten oder max. 150N Teile ueblich.
> Das gute ist, sie werden wenigstens *immer* getragen!

Auch ein 275N-Teil kann man permanent tragen. Hab ich eben 2 Wochen lang
ausprobiert (auch bei wenig Wind). Und es hat überhaupt nicht wehgetan :)

Manfred



Rettungswesten

Autor: Manfred Handschuher

Tobias Crefeld wrote:

> Bei entsprechend großer Korpulenz ist auch eine 275N-Weste nicht in
> der Lage, Deine Atemöffnungen in ausreichender Distanz zum Wasser zu
> halten, weil sie dann den Körper aus dem Wasser halten muß.

Hast Du das selbst schon mal ausprobiert?

Manfred