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Informationen zum SSS

Autor: hc.ahlmann@gmx.de (HC Ahlmann)

Dirk Thierbach wrote:

> Das zusaetzliche *Traegheitsmoment* daempft, weil es die "Drehmasse"
> vergroessert, bei gleichem Drehmoment durch die Wellen also weniger
> Winkelbeschleunigung (und damit insgesamt eine kleinere Auslenkung)
> verursacht.
>
> Deshalb wolltest Du den Kasten ja auch in den Masttop tun: Je groesser
> der Abstand vom Drehpunkt, desto groesser das zusaetzlich
> Traegheitsmoment. Das Drehmoment, das der Kasten im Masttop ausuebt,
> verstaerkt die Rollbewegung naemlich in beiden Richtungen.

Schöner Widerspruch zwischen beiden Absätzen: Mal dämpft das
Trägheitsmoment, mal verstärkt es die Rollbewegung in beiden Richtungen.

Die Unterbringung des Bierkastens verändert lediglich die Eigenfrequenz
der Rollbewegung, aber hat keinen unmittelbaren Einfluß auf die Dämpfung
der Rollbewegung.

Die Höhe des Bierkastens als Stellgröße der Eigenfrequenz muß sich an
der Frequenz der anfachenden Wellen orientieren: Zur Vermeidung von
Resonanz (Anfachung) sollte sich die Eigenfrequenz deutlich von der
Anregungsfrequenz der Wellen unterscheiden.

Für Dämpfung sorgen Lateral- und Segelfläche durch ihren
Strömungswiderstand in Schiffsquerrichtung. Die Dämpfung läßt vermutlich
bei veringerter Eigenfrequenz (Bierkasten im Masttop) sogar nach, da der
Widerstand mit der Geschwindigkeit wächst.

Eine Anbringung am Kiel oder gar in Mastlänge unter dem Kiel hätte
hingegen mehrere Vorteile:
- das Bier bleibt kühl und ist dem Zugriff besser entzogen,
- das aufrichtende Moment wird erhöht,
- der Strömungswiderstand und damit die Dämpfung werden erhöht.
Prosit.
--
Munterbleiben
HC



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Autor: Wilk Morski



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Autor: Wolfgang Broeker

Jonas Stein schrub[tm]:
> Ja auch die Frage, wie Auftrieb entsteht sollte man meiner wirklich
> unbedeutenden Meinung nach fuer einen SSS grob erklaeren koennen.

Der Lenkungsausschuss zum SSS teilt Deine Meinung. Es gibt im Prüfungs-
fach "Seemannschaft" Fragen zu diesem Thema.


> Ist nichts, was man gelernt haben muss. Man kann mit etwas ueberlegen
> selbst drauf kommen.

Letzteres ist im Prinzip richtig, aber besser ist es schon, diese
Dinge bei der Prüfungsvorbereitung bedacht zu haben als sie erst
zum Prüfungszeitpunkt ableiten zu wollen.

Gruß - Wolfgang
--
*** Wat brüllt de Storm? De Minsch isn Worm! ***
*** Wat brüllt de See? n Dreck is he! ***
*** Spruch aus Nordfriesland ***
*** Thu, 22 Feb 2007 20:33 +0100 ***



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Autor: Peter B?S8O2aGxtYW5u

HC Ahlmann wrote:

> Dirk Thierbach wrote:
>
>> Das zusaetzliche *Traegheitsmoment* daempft, weil es die "Drehmasse"
>> vergroessert, bei gleichem Drehmoment durch die Wellen also weniger
>> Winkelbeschleunigung (und damit insgesamt eine kleinere Auslenkung)
>> verursacht.
>>
>> Deshalb wolltest Du den Kasten ja auch in den Masttop tun: Je groesser
>> der Abstand vom Drehpunkt, desto groesser das zusaetzlich
>> Traegheitsmoment. Das Drehmoment, das der Kasten im Masttop ausuebt,
>> verstaerkt die Rollbewegung naemlich in beiden Richtungen.
>
> Schöner Widerspruch zwischen beiden Absätzen: Mal dämpft das
> Trägheitsmoment, mal verstärkt es die Rollbewegung in beiden Richtungen.
>
> Die Unterbringung des Bierkastens verändert lediglich die Eigenfrequenz
> der Rollbewegung, aber hat keinen unmittelbaren EinfluÃź auf die Dämpfung
> der Rollbewegung.
>
> Die Höhe des Bierkastens als StellgrÃ¶Ãźe der Eigenfrequenz muÃź sich an
> der Frequenz der anfachenden Wellen orientieren: Zur Vermeidung von
> Resonanz (Anfachung) sollte sich die Eigenfrequenz deutlich von der
> Anregungsfrequenz der Wellen unterscheiden.
>

Habe aus eigener Anschauung ein Beispiel dafür:
Mein Boot (10m Langkieler) liegt auf dem Rhein (wird zum Urlaub jeweils in
das Revier gefahren). Da der Mast relativ kurz (dafür der Baum sehr lang)
ist, kann das Boot mit gestelltem Mast auf dem Rhein fahren (Brücken sind
hoch genug). Es rollt bei den vorhandenen kurzen Wellen (durch andere
Boote / Berufsschiffe) auf dem Rhein erheblich weniger als mit gelegtem
Mast (wenn es über Kanäle fahren muÃź und der Mast deshalb gelegt wird). Die
Eigenfrequenz paÃźt nicht zu den Wellen mit gestelltem Mast, leider aber
ziemlich gut wenn er gelegt ist

< snip >
--
Perl - the only language that looks the same before and after RSA
encryption.
-- Keith Bostic



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Autor: Dirk Thierbach

HC Ahlmann wrote:
> Dirk Thierbach wrote:

>> Das zusaetzliche *Traegheitsmoment* daempft, weil es die "Drehmasse"
>> vergroessert, bei gleichem Drehmoment durch die Wellen also weniger
>> Winkelbeschleunigung (und damit insgesamt eine kleinere Auslenkung)
>> verursacht.

>> Deshalb wolltest Du den Kasten ja auch in den Masttop tun: Je groesser
>> der Abstand vom Drehpunkt, desto groesser das zusaetzlich
>> Traegheitsmoment.

Nur sicherheitshalber, falls es missverstaendlich war: Der folgende
Absatz hangt nicht kausal mit dem vorherigen Absatz zusammen. Ich
gehe an dieser Stelle einen anderen Punkt ein (was man
nicht mehr verstehen kann, wenn man den Kontext streicht).

>> Das Drehmoment, das der Kasten im Masttop ausuebt,
>> verstaerkt die Rollbewegung naemlich in beiden Richtungen.

> Schöner Widerspruch zwischen beiden Absätzen: Mal dämpft das
> Trägheitsmoment, mal verstärkt es die Rollbewegung in beiden Richtungen.

Huh? Sehe ich nicht. Siehe oben.

> Die Unterbringung des Bierkastens verändert lediglich die Eigenfrequenz
> der Rollbewegung, aber hat keinen unmittelbaren Einfluß auf die Dämpfung
> der Rollbewegung.

Sehe ich nicht direkt. Warum? (Ich war bis jetzt zu faul, die DGL
aufzustellen, mache ich aber notfalls auch). Oder ist der Punkt
"unmittelbar"? Das haengt wohl eher davon ab, wie man rechnet.

> Die Höhe des Bierkastens als Stellgröße der Eigenfrequenz muß sich an
> der Frequenz der anfachenden Wellen orientieren: Zur Vermeidung von
> Resonanz (Anfachung) sollte sich die Eigenfrequenz deutlich von der
> Anregungsfrequenz der Wellen unterscheiden.

Also hat die Unterbringung des Bierkastens sehr wohl einen Einfluss
auf die Daempfung, auch wenn Du das indirekt ueber die Eigenfrequenz
begruendest.

- Dirk



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Autor: Martin

Dirk Thierbach schrieb:
> Martin wrote:
>> Genau. Die Ausschläge des Masttops werden durch das Drehmoment in
>> jeweils eine Richtung also etwas länger,
>
> Wenn die Ausschlaege laenger werden, hast Du die Bewegung nicht
> gedaempft. Im Gegenteil :-)

Nein, die Bewegung (Amplitude) nicht. Allerdings hätte ich damit dann
eine Anzahl x an Rollbewegungen (Frequenz) eingespart und damit ->dem
Rollen entgegengewirkt.

>> die entgegengesetzte Bewegung erfolgt etwas später, die Anzahl
>> der Rollbewegungen nimmt ab.
>
> Das kann nicht gehen: Die Frequenz (bzw. "Anzahl") der Rollbewegungen
> ist durch die von aussen einwirkende Welle vorgegeben. Eine
> Phasenverschiebung kann auftreten, aber keine Frequenzaenderung.
> (Kann man z.B. fuer den vereinfachten Fall einer normalen erzwungenen
> Schwingung schnell sehen, wenn man die DGL mal eben hinschreibt.
> Steht in jedem Physikbuch.)

Doch, das geht schon schon. Die Frequenzänderung ergibt sich ganz
einfach aus der Unregelmäßigkeit der Wellen. Nur wenn wirklich jede
Welle gleich wäre hättest Du, was das Drehmoment angeht, damit Recht.
Ansonsten... Das Funktionsprinzip eines Metronoms ist Dir bekannt?

MfG
Martin



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Autor: "Matthias Luczak"

Ich wei



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Autor: Manfred Handschuher

Wolfgang Kommerell wrote:

>>Von einem Bekannten weiß ich noch, daß er an einer vorgegebenen Position
>> unter Segeln ankern mußte. Abweichung max. 2 Kabellängen.
> 2 Kabellängen? Das sollte ja nun keine allzu große Hürde darstellen...

Die "vorgegebene Position" war nicht durch eine Tonne oder sowas
markiert, sondern auf dem freien Wasser mittels Koordinaten. Und GPS war
da auch nicht erlaubt. Insofern vielleicht nicht ganz so trivial, die
Aufgabe :)

Manfred



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Autor: Joachim Reinke

Hallo,

> Die "vorgegebene Position" war nicht durch eine Tonne oder sowas
> markiert, sondern auf dem freien Wasser mittels Koordinaten. Und GPS war
> da auch nicht erlaubt. Insofern vielleicht nicht ganz so trivial, die
> Aufgabe :)

Und ich nehme an, der Prüfer konnte auf 2 kbl genau astronomisch einen
Ort bestimmen, so daß er die Aufgabe zweifelsfrei für bestanden oder
nicht bestanden erklären konnte, ja?

Gruß,
Joachim