Informationen zum SSS
> Es soll vor allem gezeigt werden, ob man ein Schiff
> sicher führen kann. Was GPS angeht, ist dazu die
> Kenntnis der Genauigkeit, der möglichen Störungen,
> der Antenne(nanbringung), Fehler z. B. durch falsches
> Kartendatum usw. hilfreich. Die Satellitenzahl ist es nicht.
Ich will mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen und die Pruefungsfragen
beurteilen, aber wenn man GPS verstanden hat, weiss man wieviele Satelliten
man braucht, um x-y-Ort bzw x-y-Hoehe-Ort zu bestimmen.
Hatte ich schon im SBF See Unterricht und bislang stand es in jeder
GPS-Anleitung, die ich gesehen habe, also darf man das IMHO bei SSS
verlangen.
Der SSS ist doch etwas fuer Leute, die sich gerade fuer die Hintergruende
interessieren und sich das aus verschiedenen Gruenden bestaetigen lassen
wollen.
--
mit besten Grüßen,
Jonas Stein
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Lothar Frings schrub[tm]:
> Weil er in tausenden von Meilen auf See kein einziges Mal
> von der richtigen Antwort auf bestimmte Fragen hätte
> profitieren können?
Ich gebe es auf. Du verstehst einfach nicht, dass Prüfungsfragen
dazu dienen, beim Prüfling festzustellen, ob er bestimmte Sach-
verhalte aufgenommen, verstanden und wiederabrufbar gespeichert
hat und nicht darum, dass ihm die richtige Antwort auf eine be-
stimmte Prüfungsfrage irgendwann auf einem der sieben Weltmeere
mal etwas nützt.
Im konkreten Fall: Es geht darum, dass er versteht, wie GPS funk-
tioniert und warum dazu mehrere Satelliten notwendig sind (auf
See genügen im Grunde deren <ZUFINDENDENDEZAHL>).
Gruß - Wolfgang
P.S.: Ich wollte in diese Diskussion keine persönliche Schärfe
hineinbringen. Sollte mein letzter Artikel bei Dir so an-
gekommen sein, nimm es bitte nicht persönlich.
--
*** Wat brüllt de Storm? De Minsch isn Worm! ***
*** Wat brüllt de See? n Dreck is he! ***
*** Spruch aus Nordfriesland ***
*** Tue, 20 Feb 2007 17:38 +0100 ***
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On 20 Feb 2007 08:30:52 -0800, "Lothar Frings"
wrote
in de.rec.sport.segeln:
>Tja, null Punkte. Gefragt war nicht die zur sicheren Schiffsführung
>benötigte Antwort "je mehr, desto besser", sondern das
theoretische
>Minimum. Das brauchst du z. B., wenn du ein eigenes Satelliten-
>Navigationssystem aufbauen willst, oder... nein, eigentlich nur dann.
Mal nur so als Stichworte zum Eigendenken: Fjord, Cala, Nacht,
Nebel,...
Gruß,
U.
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On Tue, 20 Feb 2007 16:06:41 +0100, RA J. Geraedts.
wrote in de.rec.sport.segeln:
>Am Tue, 20 Feb 2007 15:48:24 +0100 schrieb Wolfgang Broeker
>:
>
>>Mit anderen Worten:
>>Weißt Du, wovon Du bei Deiner Kritik der Prüfungsfragen
redest?
>>*** Wat brüllt de Storm? De Minsch isn Worm! ***
>>*** Wat brüllt de See? n Dreck is he! ***
>
>
>Uiuiuiuiui - da kriegt die Sig aber ne völig neue Bedeutung ... !
>
>;-))
>
>Kleinlaute Grüße,
Berufsblues?
:)
Gruß,
U.
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Wolfgang Kommerell schrieb:
> [...] Wer sich nicht auskennt, wird 5 getrackte Satelliten
> noch beruhigt als vierfache Redundanz ansehen und damit auf die Nase
> fallen. Ob hingegen 8 oder 11 Satelliten verwendet werden, ist völlig
> irrelevant.
Ich sehe ein ganz anderes Problem, was sich in keiner mir bekannten
Aufgabe niederschlägt: Es wird gelehrt, dass LAT & LON vom GPS wegen
Kartendatum und HDOP ggf. nicht 1:1 in die Seekarte übersetztbar ist.
Aber: In der Regel vertrauen wir unserer Position recht genau. Wüssten
wir sie nicht so genau, würden wir vorsichtiger navigieren, z.B. mehr
Abstand halten.
Wer sagt mir, mit welcher Genauigkeit das Kartenmaterial erstellt wurde?
Ich hatte mein Schlüsselerlebnis mit einem Mitsegler, der, blickend auf
sein GPS-Handheld in der Kieler Bucht sagte "Oh guckt mal, 5 m tief
hier". Ich entgegnete: "Früher [tm] haben wir ein Echolot dazu
benutzt".
Gruß - Matthias
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Matthias Heuer wrote:
> Ich hatte mein Schlüsselerlebnis mit einem Mitsegler, der, blickend
auf
> sein GPS-Handheld in der Kieler Bucht sagte "Oh guckt mal, 5 m tief
> hier". Ich entgegnete: "Früher [tm] haben wir ein Echolot
dazu benutzt".
Ich erinnere mich daran, dass uns das Positionskreuz des Kartenplotters
mal über viele Kilometer etwa 100m neben dem Ufer des NOK verorten
wollte :-/
W.
--
Non disperdere il vetro nellambiente.
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Matthias Heuer wrote:
> Wolfgang Kommerell schrieb:
>> [...] Wer sich nicht auskennt, wird 5 getrackte Satelliten
>> noch beruhigt als vierfache Redundanz ansehen und damit auf die Nase
>> fallen. Ob hingegen 8 oder 11 Satelliten verwendet werden, ist
völlig
>> irrelevant.
>
> Ich sehe ein ganz anderes Problem, was sich in keiner mir bekannten
> Aufgabe niederschlägt: Es wird gelehrt, dass LAT & LON vom GPS
wegen
> Kartendatum und HDOP ggf. nicht 1:1 in die Seekarte übersetztbar ist.
>
> Aber: In der Regel vertrauen wir unserer Position recht genau.
Wüssten
> wir sie nicht so genau, würden wir vorsichtiger navigieren, z.B. mehr
> Abstand halten.
>
> Wer sagt mir, mit welcher Genauigkeit das Kartenmaterial erstellt wurde?
Revierhandbuch Ägäis, ca. 1994.
Es riet ernsthaft von der Benutzung von GPS ab...
die Karten (jedenfalls damals) seien auf der Basis britischer
Admiralitätskarten der damals letzten Jahrhundertwende erstellt.
In sich supergenau, aber als ganzes schonmal die eine oder andere
Seemeile daneben.
Schlüsselerlebnis:
Auf Kurs 90 Grad Berg angepeilt (10 Grad), Position mit Ansteuerkarte
bestimmt, in Inselkarte übertragen, und gewundert, wieso der Winkel auf
einmal in die andere Richtung ging (ca. 350 Grad). Dann an Revierhandbuch
erinnert.
-is
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Lothar Frings wrote on 20/02/2007 09:26:
>> Dazu kommt in Bezug auf die praktische Prüfung, dass man das, was
man -
>> gerade in den letzten Tagen in dieser NG über den SKS lesen
konnte -
>> wohl kaum eine "Prüfung" nennen kann. Beim SSS hingegen
sieht das massiv
>> anders aus.
>
> Oje. Die steht mir noch bevor.
Ok, dann ergänze ich obigen Absatz noch um meine persönlichen
Eindrücke,
um hier nicht nur die Pferde scheu gemacht zu haben ;).
In der Tat ist es die höchste praktische Prüfung im deutschen
Segelsport, aber gleichzeitig durchaus schaffbar: Neben den
selbstverständlichen Dingen (vernünftige Manöver fahren, mit der
Crew
bei Manövern gescheit umgehen, fundierte seemanschaftliche Kenntnisse
mitbringen usw.) sollte man insbesondere bei eher apathischen
Mitprüflingen Initiative zeigen und sich mit dem Schiff und dessen
Instrumenten und Motor sehr gut auskennen. Rein theoretisches Wissen
(auch bezogen auf die derzeitige Situation) empfiehlt sich meiner
Erfahrung nach eigentlich nur für die Wetterfragen.
Viel Erfolg,
Ben