Informationen zum SSS
Owe Jessen wrote on 21/02/2007 11:54:
> Also, bevor hier die Pferde noch ganz wild gemacht werden: Meine
> praktische Prüfung ist jetzt schon länger her, also mag sein,
daß das
> selektive Vergessen schon eingesetzt hat, aber ich hatte die Prüfung
> nicht als besonders anspruchvoll in Erinnerung, jedenfalls was das
> Seglerische anbelangt - war aber auch sehr wenig Wind, auch die
> Hafenmanöver waren eher 08/15 (Eindampfen in die Spring zum An- oder
> Ablegen). Dann noch ein paar Wissensfragen, und über die Ausstattung
> des Schiffes.
Die Manöver, die du aufzählst, gehören zu den von mir
erwähnten
"Selbstverständlichkeiten". Aufgefallen war mir aber, dass ich
mit dem
Prüfer eine halbe Stunde unter Deck verbracht habe und die Wetterfragen
sehr theorielastig waren. Daher erwähnte ich das als Hilfe für
Lothar,
mit dem Zusatz, dass die Prüfung aber sehr wohl schaffbar ist.
Meine Erfahrungen rühren aber auch nur von meiner Prüfung her; ich
fürchte, dass die Prüfungen sehr unterschiedlich ausfallen und denke,
dass die Mehrzahl eher deiner entsprechen. Dafür war das Verhalten
meiner Prüfer zu katastrophal den übrigen Prüflingen
gegenüber.
> Ich hatte nicht den Eindruck, das mehr verlangt wurde,
> als was man sowieso als Schiffer wissen muß.
Den Eindruck kann ich aus meiner Erfahrung heraus bestätigen. Aber es
ist halt der (nahezu) perfekte Lehrbuchskipper, wenn auch nur an (im
Vergleich zum Alltag) wenigen Stellen nachgeprüft, der hier gefordert
wird. Wenn man sich überlegt, wozu der SSS gut ist, ist das ja auch
richtig, aber wieviel Prozent der Skipper sind das denn in der Realität?
> Ein anderer Effekt war, daß unsere Gruppe damals gut 10 Tage
getrimmt
> hat(wobei nicht jeder jeden Tag dabei war, im Schnitt wohl 4-5
> Trainingseinheiten), hierbei vor allem Hafenmanöver bei
> unterschiedlichen Windbedingungen mit einem für die meisten ungewohnt
> großem Kahn (alte 15m GibSea). Deshalb war es für uns auch fast
egal,
> wie die Prüfung letztendlich aussehen und ausfallen würde, da
wir uns
> in diesen Punkten selbst mehr abverlangt haben, als jeder Prüfer es
> würde.
Klar, ich würde sogar noch weiter gehen und (für mich) behaupten,
dass
ich in meinem Seglerleben noch nicht so eine hohe Lerndichte wie beim
SSS (Theorie und Praxis) erlebt habe.
Viele Grüße
Ben
Informationen zum SSS
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Jürgen Schroll schrub[tm]:
> Wieviel anspruchsvoller ist die SHS-Theorie gegenüber der
SSS-Theorie?
Der Unterschied ist - nach meiner subjektiven Einschätzung - undramatisch.
- Navigation: Hier kommt die Astronavigation hinzu, der dickste Brocken
beim SHS. Hinzu kommt nochmal der gesamte SSS-Stoff.
- Wetter: Außereuropäisches Wetter wie tropische
Wirbelstürme, Passat,
Monsun etc. Der SSS-Stoff wird nicht mehr verlangt, aber
Grundkenntnisse davon sollten noch vorhanden sein.
- Recht: Zusätzlich Hoheitsrechte, Drogen- und Einschleicherwesen.
Der gesamte SSS-Stoff zu KVR und Seeschifffahrtsstraßenord-
nung muss präsent sein, einige zusätzliche Dingen wie
Minen-
sucher oder Luftkissenfahrzeuge im nichtwasserverdrängenden
Zustand muss man hinsichtlich
Lichter-/Signalkörperführung
kennen.
Beim Radarplotten kommen die Auswirkungen von Kursänderungen
hinzu.
- Seemannschaft wie im SSS gibt es beim SHS nicht, dafür eine
mündliche Prü-
fung zur Handhabung von Yachten, die in diese Richtung geht.
Deren Einführung hatte primär den Sinn - so Werner Huth
-, die
Vergabe des SHS an Leute zu verhindern, die erkennbar noch nie
aktiv mit einer Yacht umgegangen sind.
Matthias, Wolko: Habe ich etwas vergessen?
Gruß - Wolfgang
--
*** Wat brüllt de Storm? De Minsch isn Worm! ***
*** Wat brüllt de See? n Dreck is he! ***
*** Spruch aus Nordfriesland ***
*** Wed, 21 Feb 2007 13:19 +0100 ***
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Jürgen Schroll schrieb:
> Wieviel anspruchsvoller ist die SHS-Theorie gegenüber der
SSS-Theorie?
Nach meiner Meinung ist sie, was den Tiefgang - nicht im Sinne von
Ballast ;-) - betrifft gleich anspruchsvoll. In der Menge des
darzulegenden Stoffes würde ich folgende Formel wagen:
Navi SHS = Navi SSS plus Astronavigation (großer Brocken!)
Recht SHS = Recht SSS plus kleinere Zusätze (internationale
Übereinkommen, Radarplotten mit Ausweichmanöver, Verkehrssituationen
mit
mehreren Beteiligten interpretieren)
Wetter SHS: Tropische Wirbelstürme, Passate, Meterologische Reiseplanung
Seemannschaft: Nettes Gespräch über die in [1] veröffentlichten
Punkte.
Für Menschen mit älterem SSS ist anzumerken, dass Gezeitenrechnung
nunmher ausschließlich nach ATT gezeigt werden soll. Das Thmena käme
dann evtl. bei einigen dazu.
Vergessliche Grüße - Matthias
[1]
http://www.dsv.org/PDF/SHS
Erluterung%20mndl%20Prfung%20Handhabung%20v%20Yachten.pdf
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Martin wrote:
>> Ich wuerde den Kasten in die Bilge stellen, weil der Schwerpunkt dann
tief
>> ist. Andererseits wird das Rollen ja durch schwappende Fluessigkeit
>> unterstuetzt, also doch Trinken/wegschuetten? Was war die richtige
Antwort?
> Aufgrund der Massenträgheit sollte der Kasten also so weit wie
möglich
> von der Drehachse entfernt festgezurrt werden. Für diese theoretische
> Frage also eine theoretische Antwort: So hoch wie möglich, am
Besten
> im Masttop oder ersatzweise an Deck.
War das die korrekte Antwort? Den Masttop glaube ich vielleicht noch,
aber das Deck moechte ich in Frage stellen. Ausser dem Traegheitsmoment
gibt es naemlich noch eine weitere Kraft, die dem Rollen entgegenwirkt:
Das Drehmoment, dass sich dadurch ergibt, dass der Schwerpunkt
hochgehoben wird. Wenn man den Schwerpunkt tiefer legt, wird dieses
auch hoeher (und andersherum). Es ist also die Frage, welcher Effekt
ueberwiegt.
Wenn man in erster Naehrung mal annimmt, dass das der Drehpunkt des
Schiffes ungefaehr an der Wasseroberflaeche liegt, waere die
Entfernung sowohl an Deck ganz am Rand wie auch in der Bilge wohl in
etwa vergleichbar. Der Kasten in der Bilge senkt den Schwerpunkt aber
im Vergleich zum Drehpunkt, der an Deck erhoeht ihn.
Muesste man wohl wirklich mal messen, was besser ist.
> Ich dachte dabei an Berichte über entmastete Segelyachten (ist
> mir zum Glück noch nicht passiert), die allesamt über ein
> unruhigeres Seeverhalten berichtet haben.
Dabei aendert sich erstens das Traegheitsmoment viel staerker, und
zweitens daempft auch der Winddruck am Mast das Rollen.
Ist also vielleicht doch nicht so einfach, die Frage.
- Dirk
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Manfred Handschuher wrote:
> Ignatios Souvatzis wrote:
>
>>>In der Tat ist es die höchste praktische Prüfung im
deutschen
>>>Segelsport,
>> Was ist mit dem SHS?
>
> Da gibt es keine *praktische* Prüfung (im Gegensatz um alten
C-Schein)
>
> Man früherwarallesbesser fred :)
Goldfranken, z.B.? ;-)
-is
--
seal your e-mail: http://www.gnupg.org/
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Wolfgang Broeker wrote:
[über SHS]
> [...] oder Luftkissenfahrzeuge im
nichtwasserverdrängenden
> Zustand muss man hinsichtlich
Lichter-/Signalkörperführung
> kennen.
Oha, Tiefflieger? Gibts da noch etwas anderes als das gelbe Funkellicht
zusätzlich zu den Positionslichtern eines Maschinenfahrzeugs, welches ich
für den BR gelernt habe? Sieht man gelegentlich knapp oberhalb der
Ägäis.
-is
--
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Am Wed, 21 Feb 2007 11:46:24 +0100, schrieb Matthias Heuer
:
>Ignatios Souvatzis schrieb:
>> Benjamin Wrzecionko wrote:
>>
>>>In der Tat ist es die h
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Am Wed, 21 Feb 2007 13:53:47 +0100, schrieb Wolfgang Broeker
:
>- Seemannschaft wie im SSS gibt es beim SHS nicht, daf