Informationen zum SSS
Owe Jessen schrub[tm]:
> Bzw., wie schaffen die Leute dann, ihre 300sm+700sm+1000sm
> nachzuweisen, ohne auch nur das geringste Fünkchen praktische
> Erfahrung aufzunehmen?
Einige Leute schaffen es halt, sich überall durchzumogeln, siehe
etwa den Fall des "Dr. med. Dr. phil. Clemens Bartholdy" alias
Gert Postel: <http://de.wikipedia.org/wiki/Gert Postel>.
Gruß - Wolfgang
--
*** Wat brüllt de Storm? De Minsch isn Worm! ***
*** Wat brüllt de See? n Dreck is he! ***
*** Spruch aus Nordfriesland ***
*** Thu, 22 Feb 2007 09:09 +0100 ***
Informationen zum SSS
Informationen zum SSS
Wolfgang Broeker wrote:
> Wolfgang Kommerell schrub[tm]:
>> 2 Kabellängen? Das sollte ja nun keine allzu
groÃźe Hürde darstellen...
>
> Es sei denn, die Ankerposition ist Dir nach Länge und
Breite vor-
> gegeben und Deine Schiffsposition ist astronomisch zu ermitteln. ;)
>
> GruÃź - Wolfgang
Das allerdings wäre schon ein ziemlicher Trick.
Genauer als 1SM ist es mir nicht gelungen. Und das war an Land. Auf einem
sich bewegenden Boot habe ich es auf 2 SM gebracht.
--
No trees were destroyed in the sending of this message, however, a
significant number of electrons were terribly inconvenienced.
Informationen zum SSS
Peter K
Informationen zum SSS
Lothar Frings wrote:
> Peter Köhlmann tat kund:
>
>> Wolfgang Broeker wrote:
>> > Wolfgang Kommerell schrub[tm]:
>> >> 2 Kabellängen? Das sollte ja nun keine allzu
groÃźe Hürde darstellen...
>>
>> > Es sei denn, die Ankerposition ist Dir nach Länge
und Breite vor-
>> > gegeben und Deine Schiffsposition ist astronomisch zu ermitteln.
;)
>>
>> > GruÃź - Wolfgang
>>
>> Das allerdings wäre schon ein ziemlicher Trick.
>> Genauer als 1SM ist es mir nicht gelungen. Und das war an Land.
>
> Du hast an Land geankert?
Nein. Aber im Hafen mal ein paar Höhen genommen, um zu sehen, wie
genau ich
die Position unter fast optimalen Umständen hinbekomme.
Dabei kam ich auf den Fehler von einer Meile.
Ist ja auch nicht schlecht, das würde normalerweise immer locker
reichen.
Selbst die 2 Meilen, die ich an Bord hinbekam (es war allerdings nicht zu
sehr schaukelig, und die Sicht war gut) reichen normalerweise locker, um
einen vernünftigen Landfall hinzubekommen. Ich habe immer als
Backup den
Sextanten dabei (und übe auch damit umzugehen).
Aber 2 Kabellängen ist nicht zu schaffen. Solch ein Ergebnis
wäre Zufall
--
For every complex problem, there is a solution that is simple, neat,
and wrong. -- H. L. Mencken
Informationen zum SSS
Dirk Thierbach wrote:
> Martin wrote:
>
>>Klar, ich kann mir für die Praxis beim besten Willen nicht
vorstellen,
>>dass ein an Deck festgezurrter Bierkasten einen merklichen Einfluss auf
>>das Rollverhalten hat.
>
> War ja auch eine "theoretische" Frage. Allein aus
Sicherheitsgruende
> gehoert der Kasten in die Bilge und nicht an Deck, und schon gar nicht
> in den Masttop :-)
Im Masttop ist er am schwersten fuer die Crew erreichbar,
das ist auch ein Beitrag zur Sicherheit...
Christoph
Informationen zum SSS
Dirk Thierbach schrieb:
> Martin wrote:
>> Dirk Thierbach schrieb:
>
>>> War das die korrekte Antwort? Den Masttop glaube ich vielleicht
noch,
>>> aber das Deck moechte ich in Frage stellen. Ausser dem
Traegheitsmoment
>>> gibt es naemlich noch eine weitere Kraft, die dem Rollen
entgegenwirkt:
>>> Das Drehmoment, dass sich dadurch ergibt, dass der Schwerpunkt
>>> hochgehoben wird. Wenn man den Schwerpunkt tiefer legt, wird
dieses
>>> auch hoeher (und andersherum). Es ist also die Frage, welcher
Effekt
>>> ueberwiegt.
>
>> Klar, ich kann mir für die Praxis beim besten Willen nicht
vorstellen,
>> dass ein an Deck festgezurrter Bierkasten einen merklichen Einfluss
auf
>> das Rollverhalten hat.
>
> War ja auch eine "theoretische" Frage. Allein aus
Sicherheitsgruende
> gehoert der Kasten in die Bilge und nicht an Deck, und schon gar nicht
> in den Masttop :-)
>
>> Aber auch das Drehmoment (welches bekanntlich in eine Richtung
>> wirkt) würde ja dem Rollen (ständiges Wechseln der
>> Bewegungsrichtung) entgegenwirken, die Rollbewegung also
"puffern".
>
> Noe. Das Drehmoment des Kastens ist genaehrt konstant (zumindest bei
> kleinen Auslenkungen). Damit bewirkt es hoechstens etwas Schieflage,
> puffert aber nichts: Zwar wirkt es in der einen Richtung die Bewegung
> entgegen, dafuer verstaerkt es sie in der anderen.
>
> Das zusaetzliche *Traegheitsmoment* daempft, weil es die
"Drehmasse"
> vergroessert, bei gleichem Drehmoment durch die Wellen also weniger
> Winkelbeschleunigung (und damit insgesamt eine kleinere Auslenkung)
> verursacht.
>
> Deshalb wolltest Du den Kasten ja auch in den Masttop tun: Je groesser
> der Abstand vom Drehpunkt, desto groesser das zusaetzlich
> Traegheitsmoment. Das Drehmoment, das der Kasten im Masttop ausuebt,
> verstaerkt die Rollbewegung naemlich in beiden Richtungen.
Genau. Die Ausschläge des Masttops werden durch das Drehmoment in
jeweils eine Richtung also etwas länger, die entgegengesetzte Bewegung
erfolgt etwas später, die Anzahl der Rollbewegungen nimmt ab. (Ohne
dabei weiter auf die Rumpfform oder die Wellen einzugehen.)
>> Hm. Der Abstand Gewichtsschwerpunkt zur Drehachse in
Längstrichtung
>> würde sich bei der auf Deck Variante zwar etwas erhöhen. Das
hätte
>> allerdings negative Auswirkungen auf die Stabilitätskurve. Nach
der
>> wurde aber nicht gefragt, es ging nur um das Rollen.
>
> Selbstverstaendlich wirkt das aufrichtende Moment der Rollbewegung
> entgegen :-)
Klar. Ich habe mir einfach mal die Freiheit genommen, das zusätzliche
Gewicht unterhalb der Drehachse (was natürlich auch der Rollbewegung
entgegenwirkt), zu vernachlässigen. Es kommt auch hier natürlich auf
den
Abstand zum Drehpunkt und damit auf die möglichen Hebelkräfte an.
Wenn
man mal einen Jollenkreuzer nimmt, ist der mögliche Abstand der
Bierkiste vom Drehpunkt zur Bilge kleiner als vom Deck zum Drehpunkt.
Das zusätzlich wirkende aufrichtende Moment bei der Bilgenversion halte
ich im Zusammenhang mit einer Rollbewegung für vernachlässigbar.
Jedenfalls im Verhältnis zu den Kräften bei der
"Auf-Deck-Version" und
erst Recht zu der Mastversion. Der Haken dabei: Ich kann das auch nur
schätzen.
> Es geht also sehr wohl darum (und moeglicherweise
> wollte ja der Pruefungsausschuss auch eine Diskussion darueber).
> Wobei ich die Schiffsform noch vernachlaessigt habe, damit man die
> Stabilitaetskurve vereinfacht aus der Lage des Schwerpunktes bestimmen
> kann (die Angelegenheit ist auch so schon schwierig genug).
Sehe ich auch so.
MfG
Martin
Informationen zum SSS
> Und wenn man den Auftrieb verstanden hat, kann man ihn
> problemlos aus dem Wasserdruck herleiten. Dazu gibt es
> anscheinend noch gar keine Prüfungsfrage. Komisch, denn
> der Auftrieb ist doch wirklich die allerunterste Grundlage
> der Schiffahrt.
Ja auch die Frage, wie Auftrieb entsteht sollte man meiner wirklich
unbedeutenden Meinung nach fuer einen SSS grob erklaeren koennen.
Ist nichts, was man gelernt haben muss. Man kann mit etwas ueberlegen selbst
drauf kommen.
Ich hatte noch keine SSS Pruefung, aber haette es meinem Pruefer nicht uebel
genommen, wenn er mir diese Fragen beim SBF oder SKS gestellt haette.
Waere aber in meinen Augen unfair jemanden der sonst alles bestens
absolviert hat wegen der Satellitenfrage durchfallen zu lassen.
--
mit besten Grüßen,
Jonas Stein
Informationen zum SSS
Martin wrote:
> Genau. Die Ausschläge des Masttops werden durch das Drehmoment in
> jeweils eine Richtung also etwas länger,
Wenn die Ausschlaege laenger werden, hast Du die Bewegung nicht
gedaempft. Im Gegenteil :-)
> die entgegengesetzte Bewegung erfolgt etwas später, die Anzahl
> der Rollbewegungen nimmt ab.
Das kann nicht gehen: Die Frequenz (bzw. "Anzahl") der Rollbewegungen
ist durch die von aussen einwirkende Welle vorgegeben. Eine
Phasenverschiebung kann auftreten, aber keine Frequenzaenderung.
(Kann man z.B. fuer den vereinfachten Fall einer normalen erzwungenen
Schwingung schnell sehen, wenn man die DGL mal eben hinschreibt.
Steht in jedem Physikbuch.)
- Dirk