Gang einlegen unter Segel oder nicht?
Friedrich Ostertag meinte:
> Tobias Crefeld wrote:
>>> ... denn vor allem ist der Schleppwiderstand einer drehenden
Schraube
>>> groesser als der einer feststehenden, was bremst.
>>
>> Einfach mal ausprobieren: Das Gegenteil ist der Fall, wenn auch kaum
>> meßbar. Alles andere wär auch unlogisch.
> Nicht immer ist alles so, wie es logisch erscheint. Bei
> Schiffspropellern habe ich zwar keine Daten, aber bei Flugzeugen ist es
> eine bekannte Tatsache, dass ein "windmilling prop" signifikant
mehr
> Luftwiderstand erzeugt als ein stehender.
Das hat vielleicht auch andere Effekte, die mit anderen
Rotationsgeschwindigkeiten und anderem, insbesonder komprimierbaren Medium
zusammenhängen.
Nur mal als Gegenbeispiel: Versuch mal, nen festgesetzten Propeller in die
Erde zu drücken. Und dann dreh den Propeller beim Drücken. Wo ist nun
der
höhere Widerstand? Und bekanntlich ist Wasser bei einem Aufprall aus 20 m
Höhe kaum noch von Beton zu unterscheiden... ;)
Entscheidend mag sein, ob und wenn ja in welche Richtung ein wie hoher
Gegendruck aufgebaut wird, aber das ist nun mehr geraten. Oder wie hoch
die Fahrtgeschwindigkeit ist. Es ist ja eine ebenfalls empirisch
belegbares Faktum, dass bei Starkwind vor Anker ein langsamlaufender
Propeller mehr Entlastung der Ankerkette bringt als Vollgas.
Bei langsamer Fahrt wird also ein festgesetzter Prop mehr bremsen als bei
schneller Fahrt, wenn es zum Strömungsabriß kommt. Andererseits wird
bei
langsamer Fahrt die Haftreibung zu hoch sein, um die Welle in Bewegung zu
bekommen. Wo da bei Sportboote die Grenze ist, darf man vermutlich für
jedes Boot separat ermitteln.
Im übrigen ist das ein Punkt, den jeder Segler mit Maschine schnell selbst
empirisch ermitteln kann. Meine Erfahrung ist, daß die festgesetzte Welle
bei Booten um die 15m Länge geringfügig bremst, aber der Unterschied
im
Zehntel-Knoten-Bereich liegt.
--
Gruss,
Tobias.
Gang einlegen unter Segel oder nicht?
Gang einlegen unter Segel oder nicht?
On 17/05/07 11:48, in article
464c23f7$0$10181$9b4e6d93@newsspool4.arcor-online.net, "Hartmut
Schenke"
wrote:
> Wolfgang Allinger schrieb:
>
> [...]
>
>> Oder auch: ein Hubschrauber in Autorotation (holt die Energie aus
>> der Luft) kann noch einigermassen sicher landen. Mit stehendem Rotor
>> fällt er wie ein Stein vom Himmel, da deutlich weniger weniger
>> Widerstand.
>
> Ein lobenswerter und überzeugender Hinweis.
Ist aber leider falsch.
Bei Propellern ist die Drehachse in der selben Richtung wie das
anströmende
Medium, bei Drehflügeln (= Rotor des Hubschraubers) steht die Drehachse
senkrecht zum anströmenden Medium.
Äpfel-Birnen.
--
Joe Kotroczo kotroczo@mac.com
Gang einlegen unter Segel oder nicht?
Joe Kotroczo wrote:
> On 17/05/07 11:48, in article
> 464c23f7$0$10181$9b4e6d93@newsspool4.arcor-online.net, "Hartmut
Schenke"
> wrote:
>
>> Wolfgang Allinger schrieb:
>>
>> [...]
>>
>>> Oder auch: ein Hubschrauber in Autorotation (holt die Energie aus
>>> der Luft) kann noch einigermassen sicher landen. Mit stehendem
Rotor
>>> fällt er wie ein Stein vom Himmel, da deutlich
weniger weniger
>>> Widerstand.
>>
>> Ein lobenswerter und überzeugender Hinweis.
>
> Ist aber leider falsch.
>
> Bei Propellern ist die Drehachse in der selben Richtung wie das
> anströmende Medium, bei Drehflügeln (= Rotor
des Hubschraubers) steht die
> Drehachse senkrecht zum anströmenden Medium.
Nein
>
> Ã
Gang einlegen unter Segel oder nicht?
Joe Kotroczo wrote:
> Bei Propellern ist die Drehachse in der selben Richtung wie das
anströmende
> Medium, bei Drehflügeln (= Rotor des Hubschraubers) steht die
Drehachse
> senkrecht zum anströmenden Medium.
Hubschrauber fallen nach vorne, nicht nach unten?
Nils
--
Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
"Halt Du sie dumm - ich halt sie arm"
[Reinhard Mey, Sei Wachsam]
Gang einlegen unter Segel oder nicht?
Nils Ketelsen schrieb:
>> Bei Propellern ist die Drehachse in der selben Richtung wie das
anströmende
>> Medium, bei Drehflügeln (= Rotor des Hubschraubers) steht die
Drehachse
>> senkrecht zum anströmenden Medium.
>
> Hubschrauber fallen nach vorne, nicht nach unten?
>
> Nils
Wenn der Pilot den Motorausfall rechtzeitig genug mitkriegt, um eine
Autorotationslandung einzuleiten, ja. Wenn nicht, dann nein!
Tobias
Gang einlegen unter Segel oder nicht?
On 27/05/07 21:19, in article f3clkc$c0h$01$1@news.t-online.com, "Peter
Köhlmann" wrote:
>>> [...]
>>>> Oder auch: ein Hubschrauber in Autorotation (holt die Energie
aus
>>>> der Luft) kann noch einigermassen sicher landen. Mit stehendem
Rotor
>>>> fällt er wie ein Stein vom Himmel, da deutlich weniger
weniger
>>>> Widerstand.
>>>
>>> Ein lobenswerter und überzeugender Hinweis.
>>
>> Ist aber leider falsch.
>>
>> Bei Propellern ist die Drehachse in der selben Richtung wie das
>> anströmende Medium, bei Drehflügeln (= Rotor des
Hubschraubers) steht die
>> Drehachse senkrecht zum anströmenden Medium.
(....)
> Wenns denn so wäre.
>
> Bei einem Hubschrauber in *Autorotation* ist das "anströmende
Medium" in der
> gleichen Richtung zur Achse wie bei Schiffspropellern.
Nö.
Die Anströmung "von unten" erzeugt nur den Drehimpuls, nicht
aber den
Auftrieb! Die Drehbewegung erzeugt dann die Anströmung "von
vorne", die den
Auftrieb erzeugt.
--
Joe Kotroczo kotroczo@mac.com
Gang einlegen unter Segel oder nicht?
On 27/05/07 22:03, in article f3co5n$elk$1@usenet.steering-group.net, "Nils
Ketelsen" wrote:
> Joe Kotroczo wrote:
>
>> Bei Propellern ist die Drehachse in der selben Richtung wie das
anströmende
>> Medium, bei Drehflügeln (= Rotor des Hubschraubers) steht die
Drehachse
>> senkrecht zum anströmenden Medium.
>
> Hubschrauber fallen nach vorne, nicht nach unten?
Drehflügel.
--
Joe Kotroczo kotroczo@mac.com
Gang einlegen unter Segel oder nicht?
Joe Kotroczo wrote:
> On 27/05/07 21:19, in article f3clkc$c0h$01$1@news.t-online.com,
"Peter
> Köhlmann" wrote:
>
>>>> [...]
>>>>> Oder auch: ein Hubschrauber in Autorotation (holt die
Energie aus
>>>>> der Luft) kann noch einigermassen sicher landen. Mit
stehendem Rotor
>>>>> fällt er wie ein Stein vom Himmel, da
deutlich weniger weniger
>>>>> Widerstand.
>>>>
>>>> Ein lobenswerter und überzeugender Hinweis.
>>>
>>> Ist aber leider falsch.
>>>
>>> Bei Propellern ist die Drehachse in der selben Richtung wie das
>>> anströmende Medium, bei Drehflügeln (=
Rotor des Hubschraubers) steht
>>> die Drehachse senkrecht zum anströmenden Medium.
> (....)
>> Wenns denn so wäre.
>>
>> Bei einem Hubschrauber in *Autorotation* ist das
"anströmende Medium" in
>> der gleichen Richtung zur Achse wie bei Schiffspropellern.
>
> Nö.
>
> Die Anströmung "von unten" erzeugt nur den
Drehimpuls, nicht aber den
> Auftrieb! Die Drehbewegung erzeugt dann die Anströmung
"von vorne", die
> den Auftrieb erzeugt.
>
Schön.
Da darfst gerne deine Meinung behalten.
Jeder darf schlieÃźlich falsch liegen so oft er möchte
--
Subtlety is the art of saying what you think and getting out of the way
before it is understood.