Zurück von der Rheinwoche 2007 (kurz)
Zurück von der Rheinwoche. Von 5 Etappen wurden 3 gesegelt, 2
geschleppt. Seltsamerweise wurde mal Porz-Hitdorf gesegelt - unter
Segel am Dom vorbei, das passiert mir zum ersten Mal. Hm, oder doch
zum zweiten? Jedenfalls nicht 2000 und 2006, WIMRE. Ich bin noch
nie ohne segeln so nass geworden, wie bei der 2. Schleppfahrt,
schwimmen eingeschlossen. Plätze 2-5-3 von 6, zusammen 3. Platz,
damit den Wanderpreis für die 3. BM nach Hause gebracht. Segel
hängen in der Waschküche zum trocknen. Jetzt gehts unter die
Dusche, aufgeräumt wird morgen.
-is
--
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Zurück von der Rheinwoche 2007 (kurz)
Zurück von der Rheinwoche 2007 (kurz)
So - die Finger funktionieren wieder.
Nach monatelangen Modifikationen am Boot, einschliesslich Bau
eines neuen Ruderblattes, hatten wir am Mittwochabend das Boot
nach Koblenz gebracht und beim YCRM eingekrant. Noch mit vor Ort
vorhandenen Hebeschlaufen. Am Donnerstag kamen meine Hebegurte
an.
Wir bauten am Mittwoch das Boot einmal komplett auf, einschliesslich
Segel setzten, um sicher zu sein, dass aller Kleinkram vorhanden
ist. Leider ist der Mast zu hart, um den neuen Ring für den Ausbaumer
anzschrauben, ohne vorzubohren - also haben wir das auf Freitag
verschoben, aber die richtige Position schon markiert.
Am Freitag reisten wir relativ spät an, konnten aber beim Bootsbedarf
L. noch ein zweites Paddel erstehen, so dass wir jetzt zwei haben,
die nicht beim ersten kräftigen Pull meines Vorschoters große Teile
des Blatts verlieren. Den Ring konnten wir auch ohne Probleme
befestigen, so dass wir beinahe den Regattaheiligabend zufrieden
und entspannt hätten genießen können - wenn nicht meinem
Vorschoter
gemerkt hätte, dass er seine Weste zu hause vergessen hat. Meine
Gästeweste war auch zu Hause geblieben, und so ging er nach einer
Weste fragen. Schließlich versprach ihm die Segelsportwartin der
Gastgeber, später am Abend nach abflauen der Hektik nach einer
Weste für ihn zu suchen, und so hatten wir am Ende eine und mußten
nicht nochmal nach Bonn fahren.
Samstag, erster Regattatag. Frühstück gabs noch im Club - anscheinend
haben deutlich weniger gefrühstückt, als vorher bestellt hatten.
Dann ging es aufs Wasser, um den von den Veranstaltern abgesprochenen
Massenschleusungstermin zu erreichen.
Wir fuhren die einzige BM mit Motor, so dass wir zwei andere BMs
und einen Piraten in Schlepp nahmen und die Mosel Richtung Schleuse
hinunterfuhren. Die Schleusung war ein interessanter Anblick -
vorn ein Frachter, dahinter diverse dutzend dicht gepackter Jollen
und Yachten, die sich alle voneinander bzw. am Rand von den
Schleusenwänden abhielten, da nur die wenigsten eine Klampe benutzen
konnten - es ist halt die Schiffs- und nicht die Bootsschleuse,
und für längere Rümpfe gedacht.
Wir fuhren dann weiter und in den Wasserbauhafen, wo wir in der
Nähe der Siebengebirge festmachten, um zur Steuerleutebesprechung
zu gehen. Anschliessend wieder hinaus auf die Mosel - die Startlinie
ging quer über die Moselmündung, wir waren die fünfte und letzte
Startgruppe. Während wir uns noch zu orientieren suchten, fielen
statt des Startschallsignales gleich drei. Auch von der Pfeife
der Siebengebirge kamen drei Schallsignale. Also Abbruch; wir
formierten uns wieder zu Schleppzügen, wir wieder vorn.
Mittags in Brohl angekommen stürmten wir erstmal die Siebengebirge
zum Mittagessen. Dann gelang uns jedoch der Start unter Segel nicht
allzu schlecht, Wind genug war da. Die Rheinschifffahrt war etwas
hektisch eingestellt - am anstrengensten ein Passagierschiff bei
Remagen - oder wars Unkel? - das zwar an Steuerbord die blaue
Klappe gesetzt hatte, dann aber nach Steuerbord herüberfuhr, wo
wir auch grade waren, um anzulegen.
Es war zwar lästig, ging aber gut und wir fuhren einen dritten
Platz ein. Erster der Gruppe Uniek, zweiter Flaaris. Mmmm, dritter
Platz. Für den gibt es einen schönen Wanderpreis, der im Jahre 2000
gestiftet wurde, um eine dritte BM auf die Rheinwoche zu locken
und so eine Klassenwertung zu erreichen.
In Oberwinter angekommen haben wir erst einmal den Motor abgeladen.
Meine Angstkurve "Unkelstein" (kurz nach Remagen) mit ihren starken
Wirbeln war glücklich und problemlos überstanden, und mit 27kg am
Heck und 10kg Treibstoff am Mast segelt es sich halt doch etwas
träger, besonders bei Schwachwind, und wenn man das einzige Boot
der Klasse ist, das noch einen dabei hat.
Aufgrund der vorhersehbaren Nässe, und um Dieters Weste zu holen,
und weil ich zum Grillen eingeladen war, sind wir dann nach Bonn
gefahren und haben jeweils im eigenen Bett übernachtet. Am nächsten
Morgen holte mich Dieter ab, wir machten das Boot klar, frühstückten
auf der Siebengebirge, und kreuzten dann stundenlang durch den
Oberwinterer Hafen, auf das Startsignal wartend und stattdessen
Startverschiebungssignale hörend. Irgendwann wurde es mir zu dumm,
und ich legte unter Segel am Clubhaus an - dazu habe ich normalerweise
keine Gelegenheit. Noch eine Startverschiebung später wurde dann
Abbruch signalisiert, und es gab wieder einen Schleppfahrt. Diesmal
mit uns nicht nur vor, sondern auch hinter einer Leine. Unsere
Schlepper waren sehr vorsichtig - 2km/h mehr hätten die beiden BMs,
eine Kajütboot vor uns und der Kielzugvogel hinter uns auch vertragen.
Jedes Wellensystem wurde, wohl um die Leinen und Beschläge zu schonen,
treibend abgewartet - und auf dem Rhein gibt es viele davon. Naja,
wer langsam schleppt, hat mehr vom Regen. Wir allerdings auch; ich
bin noch nie so nass geworden, ohne zu segeln. Schwimmen, duschen
und baden eingeschlossen.
Im Endergebnis hatten wir in Mondorf gerade Zeit, uns durch die Kirmes
zur Siebengebirge durchzuschlagen, schnell zu essen, und dann zurück
zum Boot zu kommen. Der Start war etwas doof. Wir hatten uns bis auf
200m an die Startlinie herangetastet - irgendwie waren wir aber auf
einmal drauf, und kamen nicht mehr weg - sei es platt vor dem Laken,
sei es bei dem Versuch, näher am Ufer strömungsarme Stellen zu
finden. Mit dem Startschuß wurde dann die Flagge X gesetzt - zwar war
bestimmt *auch* eine andere BM, 200m weiter stromabwärts, gemeint,
aber wir hätten meines Erachtens auch gemeint sein müssen, also
haben wir das Feld abgewartet und sind hinterhergesegelt, und die
BM unterhalb dann hinter uns.
Die Wettfahrt war etwas stressig - zwischendurch schlief der Wind
soweit ein, dass ich kaum noch Ruderdruck hatte, und die Rheinschifffahrt
war wieder etwas hektisch eingestellt. Im Endeffekt fuhr einer der
Vertreter nur noch ein paar unserer Bootslängen an uns vorbei, den
ich vorher weiter in der Mitte gepeilt hatte; das dürfte der am
wenigsten ungefährliche Zeitpunkt gewesen sein. Am Ende dieser
Wettfahrt kam ein Schlussrennen mit Uniek am linken Ufer im Strom,
wir in der Nähe des rechten Ufers mit Wind (und der Hafeneinfahrt
nach Porz weiter vorn) - wie sich hinterher herausstellte, war der
Strom um 21 Sekunden schneller, nur der 5. Platz. Ein paar Meter ließen
wir uns schleppen, als ein Zug vorbeikam, aber dadurch, dass unsere Segel
noch nicht geborgen waren, hatte der Pirat vor uns wohl
Schwierigkeiten und musste uns abwerfen; damit waren wir aber aus
der Hauptströmung heraus und konnten in der Hafeneinfahrt
Segel bergen und weiterpaddeln. Wir fanden ein gutes Plätzchen
an einem Motorboot mit genau der richtigen Länge, vielen bereitliegenden
dicken Fendern an der Reling und einem praktischen Trittbrett am Heck,
das uns als Gangway diente.
Weib und Kind hatten uns auf dem Molenkopf erwartet. Nach dem
Aufräumen und Abdecken des Bootes fuhren wir mit ihnen nach Oberwinter
zurück, um Dieters Auto zu holen, dann nach Bad Godesberg, wo wir
den Hänger anhängten; dann suchten wir erstmal eine halbe Stunde
vergeblich den Kurzschluss bei den linken Schlußleuchten. Am Ende
fuhren wir hektisch los, um noch bei Tageslicht in Hitdorf anzukommen.
Das klappte, nur hatten wir die Kiste mit dem Zubehör vergessen, das
wir zum Auskranen brauchen - so fuhren wir dann statt nach Porz nach
Bonn zurück und schliefen wieder zu Hause.
Am Montagmorgen gings also wieder früh los, diesmal nach Porz. Der
Wettfahrtleiter verkündete, dass bei Porz kein Wind sei, aber 2 km
unterhalb, und verlegte den Start dorthin, und gab uns 15 Minuten
mehr Zeit, um dort auch hin zu kommen. Mit der Strömung gegen die
stehende Luft segeln hat ja bei Rheinseglern eine alte Tradition.
Der Start war recht gut, und eine Zeitlang lagen wir sogar vor meinem
Clubkollegen Michael R., der aber irgendwann zwischen zwei Wenden
150 Rheinmeter weiter vorne auftauchte und sich nicht mehr einholen
ließ. Den Rest machten wir dann unter dem Rest aus. Wir lieferten
uns besonders Zweikämpfe Uniek. Bei Schwachwind kamen wir nicht
recht vorwärts, bei stärkerem fuhren wir ihnen davon. Am Ende war
es aber deutlich weniger schwach (mittendrin) als mittel (Anfangs)
bis stark (auf den letzten 12 km), so dass wir den 2. Platz und damit
den dritten Platz in der Gesamtwertung einstecken konnten. Leider
hatten wir vor dem Auskranen gegessen, und mussten hinterher so lange
warten, dass wir die Siegerehrung verpaßten und die schöne
Modell-BM ("Bronzene Gaffel") nur noch aus zweiter Hand in Empfang
nehmen durften. Unser Heißstropp hatte sich aber bewährt, und wir
konnten recht zügig auskranen, weil die ganzen balancierereien
wegfielen; nächstes Mal machen wir das vielleicht doch vor dem
Essen.
Zu Hause angekommen legten wir die Segel über die Wäscheleinen im
Keller, den Rest der Aufräumarbeiten verlegten wir auf gestern.
Ich wusste gar nicht, dass dort noch sowviel Fußboden existiert.
Zurück von der Rheinwoche 2007 (kurz)
Am Wed, 30 May 2007 15:32:25 +0200 schrieb Ignatios Souvatzis
:
>[Regattabericht]
Clapp-clapp-clapp-clapp-clapp !!!
1) Glückwunsch !
2) Danke für den schönen Bericht !
Gruß,
Joachim.
Zurück von der Rheinwoche 2007 (kurz)
Ich war mit meiner Frau am Pfingstsonntach nachmittags zum Essen in
der Porzer Grov. Das Wetter war wider Erwarten ganz gut, so dass ich
mich schon fragte, was mach ich hier, warum bin ich nicht anne
Nordsee?? Nach dem Essen dann zum Porzer Yachthafen spaziert, da war
der Baer los. Du segelst BM? Habe einige dort gesehen. Schade, das ich
nicht eher gewusst habe, dass du die Pfingsregatta mitsegelst. Hatten
uns sogar vorgenommen, am n
Zurück von der Rheinwoche 2007 (kurz)
Hein Bloed@web.de wrote:
> Ich war mit meiner Frau am Pfingstsonntach nachmittags zum Essen in
> der Porzer Grov. Das Wetter war wider Erwarten ganz gut, so dass ich
> mich schon fragte, was mach ich hier, warum bin ich nicht anne
> Nordsee?? Nach dem Essen dann zum Porzer Yachthafen spaziert, da war
> der Baer los. Du segelst BM?
1992 mal für 2 Wochen, und dann seit Anfang 2006 wieder...
> Habe einige dort gesehen. Schade, das ich
> nicht eher gewusst habe, dass du die Pfingsregatta mitsegelst. Hatten
> uns sogar vorgenommen, am n?chsten Tag nach Hitdorf zu fahren, um die
> Ankunft der Boote zu sehen. Aber da hat es ja dann geschuettet ohne
> Ende.
>
> IHR ARMEN SCHWEINE :-))
Ja, das regt die Blasentätigkeit an, sag ich dir --- so schnell bin ich
lang
nicht mehr gesegelt. War dann ja auch der 2. Platz auf der Etappe.
> Was mir aber aufgefallen ist, es waren keine Schaerenkreuzer zu sehen.
> Oder habe ich die uebersehen? > Kann ich mir aber eigentlich nicht
> vorstellen, waeren mir garantiert wg. ihrer unvergleichlichen Optik
> aufgefallen.
Dochdoch, einer:
http://www.rheinwoche.net/2007/ergebnisse/Erg
Traditionsklasse.htm
Dieses Jahr waren viele nur wenig vertreten - z.B. nur 3 H-Boote...
Nur 11 Piraten, nur 4 Kielzugvögel...
> Ansonsten natuerlich Glueckwunsch fuer eure Plazierung. Dritter von
> sex ist ja sooo schlecht nicht:-))
Danke, ja, zumal von den 3 hinter uns 2 letztes Jahr vor uns waren.
-is
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