[spon] Atlantik-Überquerung per Schilfboot
Zur Info:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,493896,00.html
Siebzehn Tonnen Schilf, kein einziger Nagel: Mit einem Schilfboot
nach prähistorischem Vorbild ist ein Chemnitzer
Experimental-Archäologe
in New York zur Atlantiküberquerung aufgebrochen. Ein Erfolg
würde selbst die "Ra"-Expeditionen von Thor Heyerdahl in den
Schatten stellen.
[...]
Um Thor Heyerdahl in den Schatten zu stellen, müsste das Teil
eine Zeitmaschine an Bord haben. Erster bleibt Erster.
--
Jürgen Ernst Günther
There is no sin but ignorance. -- Christopher Marlowe
[spon] Atlantik-Überquerung per Schilfboot
[spon] Atlantik-Überquerung per Schilfboot
Juergen Ernst Guenther schrub[tm]:
> Um Thor Heyerdahl in den Schatten zu stellen, müsste das Teil
> eine Zeitmaschine an Bord haben. Erster bleibt Erster.
Man kann auch jemanden in in den Schatten stellen, ohne Erster zu
sein: In dem Artikel ist recht klar formuliert, worin der Unter-
schied einer Atlantiküberquerung von Ost nach West auf der Barfuß-
route platt vor dem Passat und einer Überquerung des Nordatlantik
von West nach Ost besteht.
Gruß - Wolfgang
--
*** Wat brüllt de Storm? De Minsch isn Worm! ***
*** Wat brüllt de See? n Dreck is he! ***
*** Spruch aus Nordfriesland ***
*** Thu, 12 Jul 2007 09:28 +0200 ***
[spon] Atlantik-Überquerung per Schilfboot
Juergen Ernst Guenther schrieb:
> Um Thor Heyerdahl in den Schatten zu stellen, müsste das Teil
> eine Zeitmaschine an Bord haben. Erster bleibt Erster.
>
Hallo,
Thor Heyerdahl konnte zur Positionsbestimmung nicht mal eben zwei bis
drei GPS Geräte mitnehmen. Auch wenn er im Notfall per Funk um Hilfe
rufen wollte hatte er damals wesentlich schlechtere technische
Möglichkeiten als heute. Handgeräte zur Meerwasserentsalzung konnte
er
damals wohl auch nicht mitnehmen.
Die Leistung Thor Heyerdahls kann man heute mit exakt gleichen Mitteln
nicht mehr wiederholen, kein vernünftiger Mensch würde heute bei so
einer Fahrt auf GPS und Notruf über Satellit etc. verzichten.
Bye
[spon] Atlantik-Überquerung per Schilfboot
Uwe Hercksen meinte:
> Die Leistung Thor Heyerdahls kann man heute mit exakt gleichen Mitteln
> nicht mehr wiederholen, kein vernünftiger Mensch würde heute bei
so
> einer Fahrt auf GPS und Notruf über Satellit etc. verzichten.
Es war auch zu Heyerdahl Zeite nicht vernünftig im Sinne von "dem
Stand
der Technik entsprechen", mit einem Balsa-Floß übern Pazifik zu
fahren.
--
Gruss,
Tobias.
[spon] Atlantik-Überquerung per Schilfboot
Tobias Crefeld schrieb:
> Es war auch zu Heyerdahl Zeite nicht vernünftig im Sinne von
"dem Stand
> der Technik entsprechen", mit einem Balsa-Floß übern
Pazifik zu fahren.
Hallo,
aber auch Einhandsegeln über den Atlantik oder Pazifik könnte man als
unvernünftig bezeichnen. Leider muß man auch Zustand, Ausstattung
und
Bemannung mancher Seelenverkäufer unter Billigflagen als unvernünftig
bezeichnen, die Weltmeere befahren sie trotzdem.
Bye
[spon] Atlantik-Überquerung per Schilfboot
On Fri, 13 Jul 2007 09:37:56 +0200, Uwe Hercksen
wrote in de.rec.sport.segeln:
>aber auch Einhandsegeln über den Atlantik oder Pazifik könnte man
als
>unvernünftig bezeichnen.
Man kann das noch weiter abstrahieren - ist Segeln an sich, und damit
das Leben, nicht durch und durch unvernünftig? Andererseits - seit
wann wäre das ein Maßstab für Entscheidungen?
Vernünftig grüßend:
U.
[spon] Atlantik-Überquerung per Schilfboot
Ulrich G. Kliegis schrieb:
>
> Man kann das noch weiter abstrahieren - ist Segeln an sich, und damit
> das Leben, nicht durch und durch unvernünftig? Andererseits - seit
> wann wäre das ein Maßstab für Entscheidungen?
Hallo,
nach diesem Artikel:
http://nachrichten.netscape.de/Panorama/8222-Diese-Expedition-reine-Wahnsinn-1862895563-0.html
gibt es offenbar so einige Probleme.
Bye
[spon] Atlantik-Überquerung per Schilfboot
On Mon, 23 Jul 2007 11:18:43 +0200, Uwe Hercksen
wrote in de.rec.sport.segeln:
>nach diesem Artikel:
>http://nachrichten.netscape.de/Panorama/8222-Diese-Expedition-reine-Wahnsinn-1862895563-0.html
>gibt es offenbar so einige Probleme.
In dieser nachgeschobenen Serie
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,496259-4,00.html
zeigt sich das ganze Ausmaß der Kompetenz der Berichterstatter und
Beteiligten:
"Wir haben fünf Möglichkeiten, mit der Außenwelt zu
kommunizieren bzw.
Daten zu senden. Wir haben mehrere GPS-Sender (!!! - U.) an Bord, es
gibt Funk, Radar, zwei Satellitentelefone und den Yachtwatcher", sagte
Grünert. Auch Kritiker Burmeister zählt auf: Die Besatzung trage
Rettungswesten, ein Schlauchboot und zwei Rettungsinseln befänden sich
an Bord. Das sei an sich schon "genug" an Vorkehrungsmaßnahmen.
Als
Kronzeuge gegen die "Abora III"-Expedition taugt Burmeister nicht.
Gegenüber SPIEGEL ONLINE äußert er Sympathie für das
Unternehmen und
die Mannschaft, "tolle Kerle" seien das. Trotzdem sitzt er im
heimischen Bad Saarow und nicht an Bord.
Und jetzt volle Kante on topic, denn drss ist ja das Amtsblatt üfr
Diskussionen um Mitsegelgelegenheiten (immer wieder schön anzusehen,
das -egelgelege-):
"Es wäre schön gewesen. Die Expedition startet dann doch ohne
Verstärkung. Ein neuer Navigator sei zwar gefunden worden, sagte
Grünert zu SPIEGEL ONLINE, doch der sei sich nicht mehr rechtzeitig
mit seinem Arbeitgeber einig geworden. Mittlerweile seien aber zwei
oder drei in Aussicht, von denen "einer sicher auf den Azoren
zusteigen" werde. Bis dorthin sei die Fahrt mit dem Golfstrom nicht so
schwierig, sagte Grünert.
Auf die Frage, wer denn zur Zeit an Bord über ausreichend seglerische
Erfahrung verfüge, antwortete Aussteiger Burmeister schlicht:
"Keiner.
Keiner hat Atlantikerfahrung, das sind alles Mittelmeersegler." - "
Wie im richtigen Leben.
Aber das wichtigste haben die noch gar nicht erörtert:
Wie wird das Boot bei seiner Ankunft in EU-Gewässern (zählen die
Azoren eigentlich schon dazu?) mehrwertsteuertechnisch bewertet
werden? Und genügt es den strengen EU-Normen bei seiner Einfuhr?
Wir bleiben dran.
Gruß,
U.