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Markermeer: Dreimastklipper Almere vor Edam gesunken

Autor: Juergen Ernst Guenther

Hallo,

wie ich gerade erst erfahren habe, ist am Mittwoch im
Markermeer der Dreimastklipper "Almere", dem wir neulich
noch begegnet sind, nach Kollision mit einer Boje gesunken.

Alle Passagiere und Besatzungen konnten gerettet und
trockenen Fusses nach Hoorn verbracht werden.

Das Schiff
http://www.klipperalmere.nl/duits/2frame.htm

Berichte
http://www.paderzeitung.de/index.php?option=com content&task=view&idr45&Itemid 3

http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=express/index&pageid=1004979498952&rubrikid0&ressortid=104&articleid=1190206938456


Bericht (NL) mit aktuellem Bild
http://www.watertrends.be/200/09/20/klipper-almere-gezonken


Gibt es in NL auch so etwas wie BSU-Berichte?

.m.

--
Jürgen Ernst Günther

There is no sin but ignorance. -- Christopher Marlowe



Markermeer: Dreimastklipper Almere vor Edam gesunken

Autor: Wilk Morski



Markermeer: Dreimastklipper Almere vor Edam gesunken

Autor: Ignatios Souvatzis

Juergen Ernst Guenther wrote:

> Bericht (NL) mit aktuellem Bild
> http://www.watertrends.be/200/09/20/klipper-almere-gezonken

Aus der Langversion: "Tegenwoordig kan het schip, dat Lelystad
als thuishaven heeft, worden gehuurd voor dagtochtjes."

"Gegenwärtig kann das Schiff, das Lelystad als Heimathafen hat,
für Tauchausflüge gemietet werden"?

. o 0 (Ich sollte mal die Auftriebskörper in meiner BM nachzählen.)

-is



Markermeer: Dreimastklipper Almere vor Edam gesunken

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Fri, 21 Sep 2007 08:50:41 +0000 (UTC), Juergen Ernst Guenther
wrote in de.rec.sport.segeln:

>wie ich gerade erst erfahren habe, ist am Mittwoch im
>Markermeer der Dreimastklipper "Almere", dem wir neulich
>noch begegnet sind, nach Kollision mit einer Boje gesunken.
>
>Alle Passagiere und Besatzungen konnten gerettet und
>trockenen Fusses nach Hoorn verbracht werden.

Und was ist mit der Boje? (Wirklich Boje, nicht mal Tonne?)

Ich sag ja, viel zu gefährlich, diese physischen Seezeichen.
Wahrscheinlich hatte der seinen Autopiloten genau auf dieses Objekt
eingerichtet und hat sich dann getrollt, vielleicht, um sich eine zu
drehen, naja, und dann...

Marktlücke: Virtueller Plattbodentörn.

Mit treffsicherem Gruß:
U.



Markermeer: Dreimastklipper Almere vor Edam gesunken

Autor: Uwe Klein

Juergen Ernst Guenther schrieb:
>
> Hallo,
>
> wie ich gerade erst erfahren habe, ist am Mittwoch im
> Markermeer der Dreimastklipper "Almere", dem wir neulich
> noch begegnet sind, nach Kollision mit einer Boje gesunken.

[...]

Wobei ich mich frage, wie ein Stahlschiff nach einer Kollision mit einer
Boje leck schlagen kann. Es koennt sein, dass:
1) Der Schiffskoerper nicht mehr die erforderlichen Wandstaerke aufwies,
oder
2) Die Boje keine Boje war, sondern etwas stabileres.

Weiss vielleicht jemand etwas genaueres?

> Gibt es in NL auch so etwas wie BSU-Berichte?

Jein. Es gibt den Onderzoekraad (http://www.onderzoeksraad.nl/). Dieser
untersucht alle Arten von Unfaellen in den Niederlanden. Die Bericht
werden regelmaessig veroeffentlicht.

Gruss
Uwe



Markermeer: Dreimastklipper Almere vor Edam gesunken

Autor: h fischer@gmx.de (Helmut Fischer)

Uwe Klein wrote:

> Weiss vielleicht jemand etwas genaueres?

gemäß dem Bericht aus ESYS <http://www.esys.org/news/sos.html>; ist die
Kollision bei oder mit der Leuchttonne EA-1 passiert. Die habe ich
zufällig auf mehreren aktuellen Fotos, und sie sieht genau so aus wie
diese hier:

http://www.pearlsailing.nl/images/24uurs/056.JPG

IMO gut geeignet, ein Loch nahe der Wasserlinie zu stanzen. Aber in ein
Stahlschiff?

Grüße, Helmut



Markermeer: Dreimastklipper Almere vor Edam gesunken

Autor: h fischer@gmx.de (Helmut Fischer)

Ignatios Souvatzis wrote:

> Aus der Langversion: "Tegenwoordig kan het schip, dat Lelystad
> als thuishaven heeft, worden gehuurd voor dagtochtjes."
>
> "Gegenwärtig kann das Schiff, das Lelystad als Heimathafen hat,
> für Tauchausflüge gemietet werden"?

Das heisst wohl eher "Tagestouren" :-)

Grüße, Helmut



Markermeer: Dreimastklipper Almere vor Edam gesunken

Autor: Juergen Ernst Guenther

Ulrich G Kliegis wrote:
> On Fri, 21 Sep 2007 08:50:41 +0000 (UTC), Juergen Ernst Guenther
> wrote in de.rec.sport.segeln:

>>wie ich gerade erst erfahren habe, ist am Mittwoch im
>>Markermeer der Dreimastklipper "Almere", dem wir neulich
>>noch begegnet sind, nach Kollision mit einer Boje gesunken.

>>Alle Passagiere und Besatzungen konnten gerettet und
>>trockenen Fusses nach Hoorn verbracht werden.

> Und was ist mit der Boje? (Wirklich Boje, nicht mal Tonne?)

Natürlich Tonne. Leider ist mein Niederländisch mehr als
schlecht und ich falle immer wieder auf "boei" rein.

Trotzdem kann ich mir, ehrlich gesagt nicht so ganz vorstellen,
wie so ein Teil einem soliden 40-m-Schiff mit Stahlrumpf einen
Riss verpasst haben soll.

Auch die 6-7 bft zur Zeit der Kollision steckt das Boot, was ich
ich gehört habe, normalerweite locker weg.

Zur Zeit des Unfalls befanden sich mehrere andere Charterschiffe
in der Nähe. Im Gegensatz zu den Berichten, die man in D liest,
legte eines dieser Charterschiffe, ein weiterer Dreimaster,
sich längsseits und versuchte ca. fast eine dreiviertel Stunde
lang, das Boot in den nächsten Hafen oder zumindest auf eine
Flachstelle zu schleppen. Erst als das nicht gelang und das
Gespann instabil wurde, wurde der Versuch aufgegeben.

Also keine halsbrecherischen Aktionen mit Rettungskräften in
Schlauchbooten, wie Bilder suggerierten. Warum die Netzeitung
eine Slup vor mediterranem Hintergrund zeigt, weiss ich auch
nicht.

Derzeit ist das Boot in einer Werft und muss komplett
entkernt werden. Über den genauen Hergang der Kollision
weiss ich bislang leider nur Vermutungen.

.m.

--
Jürgen Ernst Günther

There is no sin but ignorance. -- Christopher Marlowe



Markermeer: Dreimastklipper Almere vor Edam gesunken

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Sun, 23 Sep 2007 20:11:56 +0000 (UTC), Juergen Ernst Guenther
wrote in de.rec.sport.segeln:


>Trotzdem kann ich mir, ehrlich gesagt nicht so ganz vorstellen,
>wie so ein Teil einem soliden 40-m-Schiff mit Stahlrumpf einen
>Riss verpasst haben soll.
>
>Auch die 6-7 bft zur Zeit der Kollision steckt das Boot, was ich
>ich gehört habe, normalerweite locker weg.

Och, dazu gehört nicht so viel. Im richtigen Winkel auf eine Nietnaht
(die historischen Schiffe haben oft noch genietete Planken, wie es bei
der Almere konkret aussieht, weiß ich allerdings nicht; hingegen weiß
ich aus eigener Anschauung hier in Kiel, daß viele der
Traditionssegler und Umfeld in einem, na, sagen wir mal,
altersentsprechenden Zustand sind.

Zwar ist Edam, wo sich die Tonne der Almere vor den Bug warf (welcher
Hirni steuert denn auch so, daß er ne Tonne rammt?) nicht die Stadt
des Großlochkäses, aber der kommt einem da schon in den Sinn.

Das trifft auch auf prominente deutsche Schiffe zu, z.B. auf die Thor
Heyerdahl. Dem Betreiberverein gelang es im Juli nur mit Mühe, eine
Totalstillegung durch die Seeberufsgenossenschaft zu verhindern. Siehe
http://thor-heyerdahl.de/content/view/184/89/
und
http://blog.dark-horizons.de/2007/08/10/thor-oder-nicht-thor/

Übrigens kann die Folge der Kollision der Almere auch der
Rechtschreibreform zugeschuldet werden. Früher schlug ein Schiff leck.
Heute ist aus der Eigenschaft leck ein Substantiv Leck geworden, z.B.
im Artikel der Netzeitung: "Dabei wurde des Vorschiff beschädigt, und
das Schiff schlug Leck." Aus dem passiv zu verstehenden alten
Leckschlagen ist das Schlagen eines Lecks geworden. Das ist mehr
Äktschn, und es leuchtet den chronisch legasthenischen Machern der RSR
eben eher ein. Leichter zu schreiben. Zu verstehen nicht, aber das ist
ja auch kein politisches Ziel. Im Gegenteil.

Das Schiff wehrt sich nun offenbar, es schlägt, und zwar ein Leck. Daß
es sich dabei selbst schadet, weiß es einfach nicht.

Wobei sich hier ja eigentlich die Tonne gewehrt hat. Richtig hätten
die Netz-Eitungs-Macher also schreiben müssen: Tonne schlägt Schiff
ein Leck. Oder besser: Tonne schlägt ein Leck ins Schiff.


Heißt es jetzt eigentlich auch, "Das Boot schlug Voll"?

Aber wenn das Essen lecker ist, dann schlagen wir uns voll. Odr.

Meine Frage ist aber noch unbeantwortet: Was ist mit der Tonne, hat
die es besser überstanden?

Gruß,
U.