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Lenzen durchhängender Persenning für Physiker

Autor: Ignatios Souvatzis

Gestern war ich mal wieder am Rursee zu Gast beim Club meines
Vorschoters... offenbar hat das Folkeboot Clubs seit einigen Tagen
eine Persenning, die etwas verrutscht war, steuerbords des Baumes
ins Cockpit hing und ca. einen gefühlten halben Kubikmeter Regenwasser
aufgenommen hatte (so ein Folkebootcockpit ist *lang* und *breit*).

Was tun - zu zweit an- und sich einen Bruch heben und über die
Bordwand kippen? Nein, Physiker denken an einen meiner entfernten
Vorfahren und machen das anders:

1. von einem benachbarten Steg einen ca. 2 m langen Leinenschutzschlauch
von einer Leine ziehen.

2. jenen Schlauch mit Wasser füllen und zu halten.

3a. ein Ende über Bord kurz über die Wasseroberfläche hängen
3b. das andere Ende ins abzulassende Wasser halten und den Daumen wegziehen.

Nach ca. 5 Minuten war die Persenning leer. Beweisphoto ist vorhanden und
folgt gelegentlich.

Leider funktioniert das Verfahren nicht beim Wasser in der BM-Bilge
- die ist selbst in schwimmendem Zustand unterhalb der benachbarten
Wasseroberfläche. Hm, allenfalls auf dem Anhänger - ich muss mir
doch noch ein Stück flexiblen Schlauch für meine Regattakiste
kaufen.

-is
--
seal your e-mail: http://www.gnupg.org/



Lenzen durchhängender Persenning für Physiker

Autor: Wilk Morski



Lenzen durchhängender Persenning für Physiker

Autor: Uwe Hercksen

Ignatios Souvatzis schrieb:

> 1. von einem benachbarten Steg einen ca. 2 m langen Leinenschutzschlauch
> von einer Leine ziehen.
>
> 2. jenen Schlauch mit Wasser füllen und zu halten.

Hallo,

na ja, und für das nächste mal solltest Du wohl besser selbst einen
passenden Plastikschlauch bereithalten...

Bye



Lenzen durchhängender Persenning für Physiker

Autor: Ignatios Souvatzis

Uwe Hercksen wrote:

> na ja, und für das nächste mal solltest Du wohl besser selbst einen
> passenden Plastikschlauch bereithalten...

Im Prinzip ja. In dem Fall war aber das benachbarte Boot das, mit dem wir
eigentlich segeln wollten, und beide Boote unterstehen u.a. meinem
Gastgeber. Natürlich ziehe ich keine Schläuche von Leinen unbeteiligter
Dritter!

-is



Lenzen durchhängender Persenning für Physiker

Autor: "Manfred Gatti"

"Ignatios Souvatzis" schrieb im Newsbeitrag
news:slrnfg1km7.p0f.u502sou@marie.beverly.kleinbus.org...
> Gestern war ich mal wieder am Rursee zu Gast beim Club meines
> Vorschoters... offenbar hat das Folkeboot Clubs seit einigen Tagen
> eine Persenning, die etwas verrutscht war, steuerbords des Baumes
> ins Cockpit hing und ca. einen gefühlten halben Kubikmeter Regenwasser
> aufgenommen hatte (so ein Folkebootcockpit ist *lang* und *breit*).
>
> Was tun - zu zweit an- und sich einen Bruch heben und über die
> Bordwand kippen? Nein, Physiker denken an einen meiner entfernten
> Vorfahren und machen das anders:
>
> 1. von einem benachbarten Steg einen ca. 2 m langen Leinenschutzschlauch
> von einer Leine ziehen.
>
> 2. jenen Schlauch mit Wasser füllen und zu halten.
>
> 3a. ein Ende über Bord kurz über die Wasseroberfläche hängen
> 3b. das andere Ende ins abzulassende Wasser halten und den Daumen
> wegziehen.
>
> Nach ca. 5 Minuten war die Persenning leer. Beweisphoto ist vorhanden und
> folgt gelegentlich.
>
> Leider funktioniert das Verfahren nicht beim Wasser in der BM-Bilge
> - die ist selbst in schwimmendem Zustand unterhalb der benachbarten
> Wasseroberfläche. Hm, allenfalls auf dem Anhänger - ich muss mir
> doch noch ein Stück flexiblen Schlauch für meine Regattakiste
> kaufen.
>
> -is
> --
> seal your e-mail: http://www.gnupg.org/

Das Verfahren funktioniert bei der BM aber hervorragend um sie tiefer zu
legen. Ich denke da an eine Anreise im Manta und dann an der BM weiter
werkeln.
Gruß Manfred



Lenzen durchhängender Persenning für Physiker

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Mon, 1 Oct 2007 12:58:15 +0200, Ignatios Souvatzis
wrote in de.rec.sport.segeln:

>Leider funktioniert das Verfahren nicht beim Wasser in der BM-Bilge
>- die ist selbst in schwimmendem Zustand unterhalb der benachbarten
>Wasseroberfläche. Hm, allenfalls auf dem Anhänger - ich muss mir
>doch noch ein Stück flexiblen Schlauch für meine Regattakiste
>kaufen.

In drss werden nicht nur alle geholfen, sie werden auch was gepumpt.

Du könntest mit dem Prinzip der Lenzklappen experimentieren. Die sind
ja auch unter der Wasserlinie. Also ein Ende des Schlauchs in die
Bilge, das andere mit einer geeigneten Vorrichtung unter der
Wasserlinie befestigen, die Öffnung des Schlauchs entgegen der
Fahrtrichtung, den Schlauch *nicht* vorher füllen,, und so, daß das
Schlauchende gut angeströmt wird - und nun möglichst schnell segeln.
In zwei Worten: Prinzip Wasserstrahlpumpe. Ggf. mit verschiedenen
Formen der Auslaßdüse experimentieren. Je pumper, desto Knoten,
allerdings selbstlimitierend.


Gruß,
U.



Lenzen durchhängender Persenning für Physiker

Autor: Edgar Warnecke

Am Mon, 01 Oct 2007 19:04:11 +0200 schrieb Ulrich G. Kliegis:

> In drss werden nicht nur alle geholfen, sie werden auch was gepumpt.

Pumpenfreaks unter sich eben :-)

> Du könntest mit dem Prinzip der Lenzklappen experimentieren. Die sind
> ja auch unter der Wasserlinie. Also ein Ende des Schlauchs in die
> Bilge, das andere mit einer geeigneten Vorrichtung unter der
> Wasserlinie befestigen, die Öffnung des Schlauchs entgegen der
> Fahrtrichtung, den Schlauch *nicht* vorher füllen,, und so, daß das
> Schlauchende gut angeströmt wird - und nun möglichst schnell segeln.

Vergiss es. Prinzip:

> In zwei Worten: Prinzip Wasserstrahlpumpe.

Schwanenhals uli, Schwanenhals. Nur mit dem Schlauch kriegt er das
Bilgewasser nie ueber die Kante.

> Ggf. mit verschiedenen
> Formen der Auslaßdüse experimentieren. Je pumper, desto Knoten,
> allerdings selbstlimitierend.

LOL, Ja ;-)

Damit waeren wir wieder beim Rueckschlagventil oder Anfuettern.
Ist halt wie aufm Klo. Wenns erstmal laeuft, dann laeufts.

Wenn Schlauch lang genug geht natuerlich auch mein Aquariumprinzip-
Schlauch im Bilgewasser versenken (vollstaendig), das Aussenbordsende
zukniepen und sobald Fahrt im Kahn ist: Lass los.

Edg@r
--
*** Einfach ist genial / fácil es genial ***
Berichte aus Paraguay (Last update: 22. Mai 2007)
http://edgar-warnecke.schmuckfabrik.de
Manchmal unvermeidbare Doppelpostings/-mails, bitte wegschmeissen.



Lenzen durchhängender Persenning für Physiker

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Tue, 2 Oct 2007 19:59:49 -0400, Edgar Warnecke
wrote in de.rec.sport.segeln:


>Schwanenhals uli, Schwanenhals. Nur mit dem Schlauch kriegt er das
>Bilgewasser nie ueber die Kante.

Daß der Schlauch möglichst gefüllt sein sollte, ist aber nicht
unabdingbar. Es müßte dann ein Rückschlagventil rein, dessen
Betätigungskraft vom Druckunterschied an den Schlauchenden auch noch
überwunden werden müßte. Wasserstrahlpumpen sind vom Prinzip her
selbstansaugend, sie können erstaunliche Druckunterschiede herstellen.

>Damit waeren wir wieder beim Rueckschlagventil oder Anfuettern.
>Ist halt wie aufm Klo. Wenns erstmal laeuft, dann laeufts.

Auf Dauer ist das aber mit der Gesundheit nicht zu vereinbaren.

Oder meinst Du die Glockendichtung? Da empfiehlt sich der Weg zum
Absperrhahn.

>
>Wenn Schlauch lang genug geht natuerlich auch mein Aquariumprinzip-
>Schlauch im Bilgewasser versenken (vollstaendig), das Aussenbordsende
>zukniepen und sobald Fahrt im Kahn ist: Lass los.

Dein Aquarium macht Fahrt durchs Wasser? Erstaunlich.

Gruß,
U.



Lenzen durchhängender Persenning für Physiker

Autor: Edgar Warnecke

Am Wed, 03 Oct 2007 12:44:25 +0200 schrieb Ulrich G. Kliegis:

> On Tue, 2 Oct 2007 19:59:49 -0400, Edgar Warnecke
> wrote in de.rec.sport.segeln:
>
>>Schwanenhals uli, Schwanenhals. Nur mit dem Schlauch kriegt er das
>>Bilgewasser nie ueber die Kante.
>
> Daß der Schlauch möglichst gefüllt sein sollte, ist aber nicht
> unabdingbar. Es müßte dann ein Rückschlagventil rein, dessen
> Betätigungskraft vom Druckunterschied an den Schlauchenden auch noch
> überwunden werden müßte.

Moensch Uli,

waat ick doch, hebb ick ols seen.

> Wasserstrahlpumpen sind vom Prinzip her selbstansaugend, sie können
> erstaunliche Druckunterschiede herstellen.

Tja, die Sache mit dem "Prinzip" ist so eine Sache.
Da haben wir hier auch gerade wieder so einen "Neubuerger" der immer den
gleichen Schnack auf der Zunge hat: "...das muss doch aber..."

Nix muss :-/

Wenn die alte Chinesenschleuder dat nich will, dann willse dat eben nich.
Unter Umstaenden baue ich da oben auf das luette Futterloch (4mm Gewinde)
noch einen Futtertrog drauf. Mal sehen, wie ich Zeit habe.
Im naechsten Bericht schicke ich Bilder unserer Lenzaktion mit, danach
nennt Ihr uns "Schietenpaul".
Stympt, ich sollte die Pumpe "schwarz/gelb" poenen.

BTW: Teflonlager irgendwie nach dem Einsatz schmieren?
Ich traue dem Ding nicht. Das Fluegelrad ist Guss.
Nicht, dass es im naechsten Jahr festgegammelt ist. Dafuer ist mir eine
Viertelmillion zuviel Geld.

>>Damit waeren wir wieder beim Rueckschlagventil oder Anfuettern.
>>Ist halt wie aufm Klo. Wenns erstmal laeuft, dann laeufts.
>
> Auf Dauer ist das aber mit der Gesundheit nicht zu vereinbaren.

Naja, bei Terence Hill hat "Pfeifen" geholfen, bei der Pumpe nicht.
Wer hilft mir beim Titel des Films?

> Oder meinst Du die Glockendichtung? Da empfiehlt sich der Weg zum
> Absperrhahn.

Ooops, das krieg ich jetzt nicht auf die Reihe, auch wenn ich mich
blamiere.

>>Wenn Schlauch lang genug geht natuerlich auch mein Aquariumprinzip-
>>Schlauch im Bilgewasser versenken (vollstaendig), das Aussenbordsende
>>zukniepen und sobald Fahrt im Kahn ist: Lass los.
>
> Dein Aquarium macht Fahrt durchs Wasser? Erstaunlich.

Naeh..., das erste Aquarium machte Fahrt ueber Grund. War nicht so lustig.
Weder fuer die Fische noch fuer die Katzen, welche anschliessend, wegen
Fussbodenheizungsteppichtrocknung, nur noch mit Vollgas von Moebel zu
Moebel huepften. Die Katzen, nicht die Fische.
Keeerl, war dasn Nebel inne Bude...., dabei haben wir damals[tm] nur 60
Liter verdampft.

Edg@r
--
Erfahrung ist eine Erkenntnis, zu der man gelangt, kurz nachdem man sie
gebraucht hätte.