Re: Schräglage bei U-Booten?
Re: Schräglage bei U-Booten?
On 26 Nov 07 at group /de/rec/sport/segeln in article
(Olaf Hoffmann) wrote:
>Moin Wolfgang und alle anderen,
>
>Wolfgang Allinger schrieb:
>> Olaf Hoffmann wrote:
>>
>>> ingo mennenga schrieb:
>>>> Womit wir der Lösung wieder nicht näher gekommen
sind, evtl.
>>>> könnte Olaf helfen?
>>
>>> Sachtma, wie oft denn noch? Ich bin kein Angströhrenfahrer!
;-)
>>
>> Verlangt ja auch keiner von Dir. Aber Du kennst sicher welche.
>>
>>> Ich gehe aber davon aus, daß U-Boote ähnlich
krängen, wenn sie
>>> unter Wasser Kurs ändern. Jedenfalls hätte das sonst
beim Filme
>>> gucken mit Blechrohrfahrern garantiert Kommentare über die
blöden
>>> Regisseure gegeben, an die ich mich erinnern würde.
>>
>> Aber mir (und wohl auch anderen) ist nicht klar, nach welcher Seite
>> sie krängen. Ich vermute, unter Wasser legen sie sich in die
Kurve
>> wie ein Flugzeug und bei Überwasserfahrt neigen sie sich nach der
>> Kurveaussenseite. Aber ich weiss es eben nicht und hätte da gerne
>> nähere (Er)Kenntnisse.
>Ich habe weder Kosten noch Mühen gescheut,
Danke Dir!
>und mal den in erreichbarer
>Nähe kompetentesten Menschen (Stabstäter in der U-Flottille und
>gelegentlicher U-Boot-Mitfahrer) gefragt:
>Die Darstellung in den Filmen ist (wie so oft) übertrieben. Unter
>Wasser krängt ein U-Boot bei Kursänderungen kaum, über
Wasser verhält
>es sich wie ein Überwasserfahrzeug, krängt also nach außen.
Allerdings
>erheblich weniger, als ein Überwasserfahrzeug.
>
>Über Ursachen konnte er aber auch nichts sagen ...
Die Ursache liegt wohl daran, dass U-Boote gewichtsstabil sind und sein
müssen.
Ich habe inzwischen einen Bericht über den Untergang der britischen U8
gefunden und an anderer Stelle samt link hier reingestellt. Damit legen
sich U-Boote zur Kurveninnenseite bei Überwasserfahrt (zumindest bei
fast getauchtem Zustand) mit den dort erwähnten üblen Folgen und das
Boot U8 dadurch absoff.
Auch bei Unterwasserfahrt müssen sie eigentlich heftig krängen, ich
kann
mich an einen Bericht erinnern, dass man bei klemmendem Tiefenruder mit
voller Fahrt und harter Seitenruderlage bis zu 60° Krängung hinbekommt
und dann der Turm als Höhenruder wirkt und das Boot so (wohl in
Spiralen) hoch kommt. Das Seitenruder wirkt dann sehr stark als
Höhenruder hinten. Das geht IMHO auch nur, wenn das Boot zur Innenseite
krängt. Das soll IIRC ein Standardmanöver sein und soll geübt
werden.
Aber nix genaues weiss ich nicht.
Also wenn das Boot nach innen krängt, dann dürfte man das als
Bootsinsasse kaum spüren, höchstens, dass man etwas schwerer wird.
Wenn
man das Boot mit der richtigen Krängung fährt, merkt man das also
nicht,
wenns um die Ecke geht.
Vielleicht daher die Aussage, dass das Boot getaucht kaum krängt. Ich
nehme eher an, dass das Boot stark krängt und man nur den Eindruck einer
schwachen Krägung hat, wenn das Boot nicht in der idealen Krängung
ist,
so dass sich die Fliehkraft nicht genau senkrecht zu den Bodenplatten
auswirkt.
Aber wie gesagt, alles nur hergeleitete Dinge. Ich fände eine
Expertenantwort spannend.
Saludos Wolfgang
--
Meine 7 Sinne:
Unsinn, Schwachsinn, Blödsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn,
Lötzinn.
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