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[spon] Hoppla, Alinghi!

Autor: Juergen Ernst Guenther

Zur Info

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,520064,00.html

Erste Niederlage bereits vor dem Startschuss: Titelverteidiger
Alinghi hat im Vorfeld des Americas Cup gegen Herausforderer BMW
Oracle Racing eine Pleite kassiert - vor Gericht. Das Urteil macht
die Austragung des Segelwettbewerbs 2009 wieder möglich.
[...]

Ich bin reumütig zu SPON zurückgekehrt, nachdem ich damit absolut
nichts anfangen konnte:

http://33rd.americascup.com/en/index.php?idContent5&idPage=1

Statement from Alinghi, SNG and AC Management
[...]


Also. Mal abgesehen davon, dass ich schon nicht verstehe, warum
über eine britische Kanne, die in der Schweiz steht ein amerikanisches
Gericht zu entscheiden hat, ist offensichtlich nun alles beim
Alten. Der Weltuntergang ist nicht eingetreten und es ging
BMW Oracle nur ums Recht haben?

Erklär mir das bitte doch einer.

.m.

--
Jürgen Ernst Günther

Die Wege des Herrn sind unergründlich, die Wege seiner Schäfchen
mitunter schwankend. -- Christoph Süß, quer 2007-09-27



[spon] Hoppla, Alinghi!

Autor: Wilk Morski



[spon] Hoppla, Alinghi!

Autor: Joe Kotroczo

On 28/11/07 9:37, in article slrnfkqa73.o77.muftix@news.rrr.de, "Juergen
Ernst Guenther" wrote:

(...)
>
> Also. Mal abgesehen davon, dass ich schon nicht verstehe, warum
> über eine britische Kanne, die in der Schweiz steht ein amerikanisches
> Gericht zu entscheiden hat, ist offensichtlich nun alles beim
> Alten. Der Weltuntergang ist nicht eingetreten und es ging
> BMW Oracle nur ums Recht haben?
>
> Erklär mir das bitte doch einer.
>
> .m.

Die Kanne wurde 1887 dem New York Yacht Club geschenkt, mit Auflagen (Deed
of Gift) nach US Recht.

Da steht wohl drin, dass der Gewinner und der Challenger of Record die
Regeln fürs nächste Jahr aushandeln können (das "Protocol"). BMW Oracle
scheint das zwischen SNG und CNEV ausgehandelte Procotol nicht gefallen zu
haben, und jetzt (nach dem Urteil) muss ein neues Protocol ausgehandelt
werden, zwischen SNG ung GGYC. Falls beide Seiten sich nicht einigen, kann
auch ohne Protocol, nur nach dem Deed of Gift gesegelt werden, und dazu
gabs ja schon folgendes zu lesen:

"Should the US Courts rule against CNEV, SNG will accept the Golden Gate
Yacht Club Deed of Gift Challenge and meet them in a vessel, possibly a
multihull, in accordance with the terms of the Deed of Gift."

Aber das werden die nicht machen, schon aus finanziellen Gründen.

Ach ja: das Argument des GGYC war wohl, dass CNEV kein "richtiger" Yacht
Club ist.


--
Joe Kotroczo kotroczo@mac.com



[spon] Hoppla, Alinghi!

Autor: Juergen Ernst Guenther

Joe Kotroczo wrote:
> On 28/11/07 9:37, in article slrnfkqa73.o77.muftix@news.rrr.de, "Juergen
> Ernst Guenther" wrote:

>> Also. Mal abgesehen davon, dass ich schon nicht verstehe, warum
>> über eine britische Kanne, die in der Schweiz steht ein amerikanisches
>> Gericht zu entscheiden hat, ist offensichtlich nun alles beim
>> Alten. Der Weltuntergang ist nicht eingetreten und es ging
>> BMW Oracle nur ums Recht haben?

> Die Kanne wurde 1887 dem New York Yacht Club geschenkt, mit Auflagen (Deed
> of Gift) nach US Recht.
>
> Da steht wohl drin, dass der Gewinner und der Challenger of Record die
> Regeln fürs nächste Jahr aushandeln können (das "Protocol"). BMW Oracle
> scheint das zwischen SNG und CNEV ausgehandelte Procotol nicht gefallen zu
> haben, und jetzt (nach dem Urteil) muss ein neues Protocol ausgehandelt
> werden, zwischen SNG ung GGYC.

Momentan, wenn ich mich nicht irre, siehts doch so aus, als würde
BMW Oracle doch ein sehr ähnliches Protocol anstreben.
Also gings wohl doch nur um den Status, oder?

Es wundert mich auch deshalb, weil es ja gerade der Ruf der Kanne
ist, dass sich der aktuelle Besitzer die Regeln so zurecht schustert,
wie es ihm passt. Nicht umsonst prägte die Kanne das Sprichwort:

"Britannia rules the waves - America waves the rules."


Oder hat es Pro7 bei der Schatzinsel gestört, dass der Stiefsohn
von Robert Louis Stevenson einst verfügte "no woman in the story"?

.m.

--
Jürgen Ernst Günther

Die Wege des Herrn sind unergründlich, die Wege seiner Schäfchen
mitunter schwankend. -- Christoph Süß, quer 2007-09-27



[spon] Hoppla, Alinghi!

Autor: Ignatios Souvatzis

Juergen Ernst Guenther wrote:
> Oder hat es Pro7 bei der Schatzinsel gestört, dass der Stiefsohn
> von Robert Louis Stevenson einst verfügte "no woman in the story"?

Was ist mit Jims Mutter? Was ist mit John Silvers Frau?

-is



[spon] Hoppla, Alinghi!

Autor: Juergen Ernst Guenther

Ignatios Souvatzis wrote:
> Juergen Ernst Guenther wrote:
>> Oder hat es Pro7 bei der Schatzinsel gestört, dass der Stiefsohn
>> von Robert Louis Stevenson einst verfügte "no woman in the story"?

> Was ist mit Jims Mutter? Was ist mit John Silvers Frau?

Also, ich hab noch mal reingeblättert, vielleicht übersehe
ich da was. Aber mal im Ernst: ich finde keine Textstelle,
in der Long John Silvers Frau auftaucht, wenn er denn eine
hatte.

Auch tritt aus Jim Hawkins Sicht, und aus der ist die Geschichte
ja erschienen, Jims Mutter wohl eher nicht als Frau in Erscheinung.
Erst mal erfährt man von ihrer Existenz erst nach dem Tod seines
Vaters, dann bleibt sie selbst in der Vorgeschichte eine eher
schwache Nebenfigur, die bis Jim nach Bristol aufbricht, gerade
mal drei Sätze sagen darf. Nun mag das jeder der geneigten Leser
mit seiner eigenen Mutter oder Frau in ähnlicher Situation
vergleichen.

Was Pro7 da in der Vorschau zeigte, sah schon wesentlich
anders aus.

.m.

--
Jürgen Ernst Günther

Die Wege des Herrn sind unergründlich, die Wege seiner Schäfchen
mitunter schwankend. -- Christoph Süß, quer 2007-09-27



[spon] Hoppla, Alinghi!

Autor: Ignatios Souvatzis

Juergen Ernst Guenther wrote:

> Also, ich hab noch mal reingeblättert, vielleicht übersehe
> ich da was.

Ja!

> Aber mal im Ernst: ich finde keine Textstelle,
> in der Long John Silvers Frau auftaucht,

Das ist allerdings richtig. Direkt taucht sie nicht auf.

> wenn er denn eine hatte.

Das tut er allerdings. John Silver erzählt (Jim oder einem für
die Meuterei anzuwerbenden Matrosen, das weiß ich nicht mehr),
sie habe kurz nach dem Auslaufen der Expedition die gemeinsame
Spelunke verkauft und werde ihn mit dem Erloes an vereinbarter
Stelle erwarten. Er wolle seine Beute nicht vertrinken. Es sei
wichtig, jemanden zu haben, auf den man sich verlassen könne.

Das heißt, sie ist geradezu essentiell für die Handlung - ohne
sie hätte er die Meuterei nicht planen können.

-is



[spon] Hoppla, Alinghi!

Autor: Nils Ketelsen

Juergen Ernst Guenther wrote:

> Also, ich hab noch mal reingeblättert, vielleicht übersehe
> ich da was. Aber mal im Ernst: ich finde keine Textstelle,
> in der Long John Silvers Frau auftaucht, wenn er denn eine
> hatte.

Dann empfehle ich die Anschaffung von "Long John Silver" von Björn Larsson.
Ist sowieso das bessere Buch. Und seine Frau taucht auch drin auf.

Nils
--
> Es gibt da ja noch die "Chinesische Halse" bei Gaffelsegeln.

Steht die im Kamasutra?
[Heinz-Ulrich Feldges in de.rec.sport.segeln]



[spon] Hoppla, Alinghi!

Autor: Wolfgang Broeker

Nils Ketelsen schrub[tm]:
> Dann empfehle ich die Anschaffung von "Long John Silver" von
> Björn Larsson.

Du bist mir mit Deiner Empfehlung knapp zuvorgekommen :-)

Für 8,50 Euro in der Taschenbuchausgabe ist das Werk auch recht
preiswert.

Gruß - Wolfgang
--
*** Wat brüllt de Storm? De Minsch isn Worm! ***
*** Wat brüllt de See? n Dreck is he! ***
*** Spruch aus Nordfriesland ***
*** Wed, 05 Dec 2007 19:10 +0100 ***