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Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Rainer Hache

Hi,
(bin wieder online :) )
nachdem ich mir ein älteres Boot zugelegt habe (
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item30192546841&ssPageName=STRK:MEWA:IT&ih=014
); da das Angebot abgelaufen ist, sollte ebay auch nicht unbedingt
stören; und es nunmehr auch in arbeitenfreundlichen heimatnahen Gefilden
(Bochum) trockenliegen habe, würde mich doch die Geschichte des Bootes
etwas mehr interessieren. Die Bootspapiere geben nur den Zustand nach
Überholung vor einiger Zeit her; vielleicht weiss wer von Euch, wie ich
an genaueres kommen könnte.
Das mir bis jetzt bekannte (recht unsortiert):
Stahl
S-Spant
Rumpflänge 7,70 m
4,5 to (Angegebenes Origingewicht 3,2 to) (da wird sich wohl noch was
tun; schon der Motor ist zwecks Platzersparnis raus; nen AB muß her)
Wilhelmshavener Werftbau von 1957
Damals unter dem Namen "Albatros" an einen Kieler
Stadtverwaltungsbeamten verkauft.
Kiel aus vergossenen Pflastersteinen
...
Das Projekt schreit danach, dass ich mich häufiger mal melde...
Thx,
Rainer



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Wilk Morski



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: wolko 08@arcor.de (Wolfgang Kommerell)

Rainer Hache wrote:

> Das Projekt schreit danach, dass ich mich häufiger mal melde...

Das würde mich freuen.

Tolles Boot, ich drück dir jedenfalls die Daumen für ein gutes Gelingen
der Instandsetzung!

W.
--
Non disperdere il vetro nellambiente.



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Sun, 20 Jan 2008 10:10:30 +0100, Rainer Hache
wrote in de.rec.sport.segeln:


>Stahl
>S-Spant
Naja...

>Rumpflänge 7,70 m
Bei ebay waren es noch 8,70. Transportschaden?

>4,5 to (Angegebenes Origingewicht 3,2 to) (da wird sich wohl noch was
>tun; schon der Motor ist zwecks Platzersparnis raus; nen AB muß her)

Wo willst Du damit segeln?

>Wilhelmshavener Werftbau von 1957
>Damals unter dem Namen "Albatros" an einen Kieler
>Stadtverwaltungsbeamten verkauft.

Den Namen von dem Menschen hast Du nicht? (ggf. per PM)

>Kiel aus vergossenen Pflastersteinen

Also, das mit dem "Fieberglas" ist sicher nicht von 57. Damals hat man
allenfalls Beton zum Vergießen genommen, oder Asphalt (was
rosttechnisch besser war)

>...
>Das Projekt schreit danach, dass ich mich häufiger mal melde...

Oh-ohhhh... :))

Naja, kannst ja mal mit ein paar Details rüberrücken, was ist z.B. mit
dem "kleinen" Schweißbedarf? Ist der Rumpf schon geschweißt oder noch
genietet?

Was bringst Du denn so an bootsbauerischem und handwerklichem
Fachwissen mit?

Gruß,
U.
(Stahl kriegt man immer wieder hin!)



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Rainer Hache

Hu,
Ulrich G. Kliegis schrieb:
...
>> Rumpflänge 7,70 m
> Bei ebay waren es noch 8,70. Transportschaden?
In einer "offiziellen" Werttaxierung sind 9 m LüA angegeben, andere
Papiere geben andere Ergebnisse her...
Die Deckslänge von 7,70m habe ich selbst ausgemessen.
Ich habe das Ding auch nicht ersteigert, sondern mich per email beim
Versteigerer gemeldet, der auch gegenüber dem dritten Bieter vorsichtig
genug war, bis der vor ansehen abgesprungen war...

>> 4,5 to (Angegebenes Origingewicht 3,2 to) (da wird sich wohl noch was
>> tun; schon der Motor ist zwecks Platzersparnis raus; nen AB muß her)
>
> Wo willst Du damit segeln?

Als erster Törn ist Mosel-Frankreich angedacht; Französische
Atlantikküste wäre interessant und evtl. England wären interessant, dazu
muss ich das Boot aber erst im Einsatz gesehen haben.
Ijsselmeer ist nicht meine Welt.

>> Wilhelmshavener Werftbau von 1957
>> Damals unter dem Namen "Albatros" an einen Kieler
>> Stadtverwaltungsbeamten verkauft.
>
> Den Namen von dem Menschen hast Du nicht? (ggf. per PM)

Muss ihn raussuchen. Sobald ich ihn wiederfinde gibts ne PM. Deine addi
ist gültig?

>> Kiel aus vergossenen Pflastersteinen
>
> Also, das mit dem "Fieberglas" ist sicher nicht von 57. Damals hat man
> allenfalls Beton zum Vergießen genommen, oder Asphalt (was
> rosttechnisch besser war)

Das würde auch das angehobene Gewicht erklären; allem Anschein nach ist
der Schwerpunkt dabei auch zu weit nach achtern ausgewandert. Der Kiel
ist aber so eben, das beim Absetzen das Boot bereits darauf gestanden hat.

>
>> ...
>> Das Projekt schreit danach, dass ich mich häufiger mal melde...
>
> Oh-ohhhh... :))

:)


> Naja, kannst ja mal mit ein paar Details rüberrücken, was ist z.B. mit
> dem "kleinen" Schweißbedarf? Ist der Rumpf schon geschweißt oder noch
> genietet?

Rumpf ist geschweißt, teilweise auch bereits nachgeschweißt.
Die Spanten sind recht dünn, im Abstand von 36 cm.
Das Schiff hat im unteren Bugbereich eine Durchrostung von ca. 2x5 cm;
wie groß die beim Schleifen/Flexen wird muß ich noch sehen.
Im hinteren Bereich ist eine ca 1cm³ große Durchrostung beim Übergang
Rumpf-Kiel (wohl von der Bilge ausgehend).
Nach unten waren das wohl die Löcher, sofern sich nicht beim Abschleifen
mehr zeigt.
Das umlaufende Stahldeck sieht da schon einiges maroder aus; hier finden
sich insbesondere einseitig und vor dem Decksaufbau großflächige
Durchrostungen (gegen Regen habe ich die erst mal abgeklebt).
Der Decksaufbau ist aus Holz mit etlichen Glaseinsätzen (teils auch
gerissen), hat etliche offene Stellen am Übergang zum Deck (wohl durch
Spannungen aufgerissen).
Grober Fehler war wohl da umbenennen des Schiffes ohne die
erforderlichen Maßnahmen, um die Wassergottheiten milde zu stimmen;
deshalb werde ich das Schiff wohl rücktaufen, wenn der Name auch nicht
allzu einfallsreich ist....


> Was bringst Du denn so an bootsbauerischem und handwerklichem
> Fachwissen mit?

An den Rumpf lasse ich nen Freund (gelernter Karosseriebauer); das Deck
werde ich selbst mit Platten überschweissen (habe auch ein paar Monate
Stahlbearbeitung gelernt), um dann aber wohl eine Kunststoffversiegelung
aufzutragen; welcher Werkstoff muss noch mit meiner besseren Hälfte
abgesprochen werden.
Der Decksaufbau lässt mich noch grübeln, ob ich ihn ausbessere oder
komplett ersetze (Abgesehen von den Rissen ist weiß Pinsel-lackiertes
Holz nicht unbedingt meinem optischen Geschmack entsprechend).
Das Innenleben werde ich wohl komplett entkernen, da einerseits die
Aufteilung mieserabel ist (Ich grüble derzeit darüber nach, ob ein
Anheben des Fussbereichs im Achterdeck um 10-15cm in Verbindung mit dem
rausgeflogenen Innenborder genug Raum schafft, dass man dort eine Koje
schaffen kann, die uns zwei untergewichtigen Personen ausreicht, während
die Kiddies im Vorschiff geparkt werden :), andererseits findet sich
unter Deck auch wieder das weißgepinselte Sperrholz in Verbindung mit
blauem Nadelfilz... wie soll das trocken werden???

Die Aufteilung von den kleinen Sportinas war immer recht schön (Über
Verarbeitung usw. brauchen wir hier nicht reden) die habe ich nur heute
auf der Boot gar nicht gesehen???

Handwerklich bin ich eigentlich recht fit; habe das meiste benötigte
Werkzeug auch da, nur Zeit wird sicherlich nen Knackpunkt werden.
Material wird sich auch ergeben (Teak brauchts nicht sein; aber Holz mit
entsprechendem Aussehen darfs schon sein).

Speziell bootsbautechnisch fehlt mir sicher noch einiges (Wissen und
Werzeug); da werde ich Euch dann gelegentlich mal nerven müssen :)


> Gruß,
> U.
> (Stahl kriegt man immer wieder hin!)

Ehmt...
Grüße,
Rainer.



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Thomas Erstfeld

Rainer Hache schrieb:
>
> Die Aufteilung von den kleinen Sportinas war immer recht schön (Über
> Verarbeitung usw. brauchen wir hier nicht reden) die habe ich nur heute
> auf der Boot gar nicht gesehen???

Da hast Du unter dem falschen Namen gesucht. Die Werft und die größeren
Boote heißen Delphia und auch in den letzten Jahren wurden die Sportinas
auf dem Delphia-Stand ausgestellt.

Gruß
Thomas



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Sun, 20 Jan 2008 21:26:57 +0100, Rainer Hache
wrote in de.rec.sport.segeln:


>Als erster Törn ist Mosel-Frankreich angedacht; Französische
>Atlantikküste wäre interessant und evtl. England wären interessant, dazu
>muss ich das Boot aber erst im Einsatz gesehen haben.

Denk über den Antrieb noch mal nach, hat ja im Augenblick erstmal
Zeit. Nur da Stevenrohr nicht zuschweißen jetzt.

>
>Muss ihn raussuchen. Sobald ich ihn wiederfinde gibts ne PM. Deine addi
>ist gültig?

Logo.

>Das würde auch das angehobene Gewicht erklären; allem Anschein nach ist
>der Schwerpunkt dabei auch zu weit nach achtern ausgewandert. Der Kiel
>ist aber so eben, das beim Absetzen das Boot bereits darauf gestanden hat.

Trotzdem abpallen!


>Rumpf ist geschweißt, teilweise auch bereits nachgeschweißt.
>Die Spanten sind recht dünn, im Abstand von 36 cm.
>Das Schiff hat im unteren Bugbereich eine Durchrostung von ca. 2x5 cm;
>wie groß die beim Schleifen/Flexen wird muß ich noch sehen.

Laß mal jemand mti Ultraschall die Materialstärken durchmessen, udn
dann bring gleich auf einmal alles in Ordnung, was verdächtig wirkt.

>Im hinteren Bereich ist eine ca 1cm³ große Durchrostung beim Übergang
>Rumpf-Kiel (wohl von der Bilge ausgehend).
Mitten in einer Platte oder an einer Schweißnaht? Oder einem
Durchbruch? Das sind eigentlich die prädestinierten Stellen.

Allerdings war der Stahl damals auch schon / noch nicht so homogen,
daß sich da mal ein Restschrotteil in der Struktur verewigen konnte.
Stahl lebt eben.


>Nach unten waren das wohl die Löcher, sofern sich nicht beim Abschleifen
>mehr zeigt.

Also, an Deiner Stelle würde ich ernsthaft über eine Behandlung mit
beschleunigten Abrasiven, aka Sandstrahlen, nachdenken. Einmal
grundsanieren, wenn der Rest des Bootes es hergibt (erstmal diese
wunderbare Stimmungsverkleidung rausreißen udn schauen, wie der Stahl
von innen aussieht. Blöderweise kann man bei diesen Kähnen ja nicht in
den Kiel linsen. Da kann man nur hoffen, daß die Werft da ehemals für
die Ewigkeit gebaut hat.

Wenn sandstrahlen, dann sofort anschließend ein Zink-Epoxid-Auftrag
(doppelt), ca. 200 bis 300µ, dann eine Epoxid-Deckschicht (nochmal
200µ), dann ein Primer (150 bis 200µ), dann ist das Ding reif für
unten Unterwasserfarbe, oben empfehl ich Dir 1K-PU-Lack. Ist
reparaturfreundlicher als das 2k-Geraffel. Laß die Finger von
Alkydlacken.

>Das umlaufende Stahldeck sieht da schon einiges maroder aus; hier finden
>sich insbesondere einseitig und vor dem Decksaufbau großflächige
>Durchrostungen (gegen Regen habe ich die erst mal abgeklebt).
Evtl. ganz wegflexen und neu aufbauen?

Wie ist das denn mit der Anheftung der Planken an den Spanten? Haben
die das hübsch im Zickzackmuster gemacht, oder immer links und rechts
auf gleicher Höhe eine Schweißung?



>Der Decksaufbau ist aus Holz mit etlichen Glaseinsätzen (teils auch
>gerissen), hat etliche offene Stellen am Übergang zum Deck (wohl durch
>Spannungen aufgerissen).

Naja, da muß man sehen, was gesund ist. Zum Fensteraufbau gibts
beizeiten einen Vorschlag von mir.

>Grober Fehler war wohl da umbenennen des Schiffes ohne die
>erforderlichen Maßnahmen, um die Wassergottheiten milde zu stimmen;
>deshalb werde ich das Schiff wohl rücktaufen, wenn der Name auch nicht
>allzu einfallsreich ist....

Da iss was dran. Ich hab entgegen allen früheren Absichten meinem Boot
(Feltz-Skorpion II, Bj 73, auch Stahl, S-Spant (aber wirklich!)
Selbstausbau durch Vorbesitzer/Ersteigner, seit 98 meins) seinen
Namen gelassen.

>
>
>> Was bringst Du denn so an bootsbauerischem und handwerklichem
>> Fachwissen mit?
>
>An den Rumpf lasse ich nen Freund (gelernter Karosseriebauer)

Als Begleitliteratur ist sicher außer dem Pflichtabo von drss der
Palstek nicht schlecht, auch die englische Practical Boat Owner,
ferner die NGs rec.boats.buildung und rec.boats.

>> (Stahl kriegt man immer wieder hin!)
>
>Ehmt...

Voraussetzung ist aber, daß noch Stahl da ist. Der Kahn scheint ja
aber insgeamt in nicht völlig hoffnungsloser Form zu sein. Erwarte
aber nicht, daß Du schon in diesem Jahr die bis dahin vom Süßwasser
unbrauchbar gewordenen Zinkanoden für den Atlantik oder das MM
abschleifen kannst. Die größten Überraschungen schlummern sicher im
Kielbereich. Da könnte auch mal eine Probebohrung (wenn irgendwo ein
Hohlraum erklopfbar ist), die hinterher wieder zugeschweißt wird, und
durch die man ein Karosserieendoskop reinschieben kann, zu diskutieren
sein.

Die Kielform sieht so aus, als ob sie nicht von Anfang an so gewollt
war. So, als ob es mal ein Kielschwerter war (hatte man damals viel,
besonders an der Westküste). Die Ruderaufhängung ist jedenfalls
gediegen.

Überleg, in diesem Zusammenhang bei Deinen Umbauplänen, welchen
Einfluß das alles auf den Schwerpunkt hat. Z.B. Deck überplatten -
Ersatz ist leichter.

Wenn Du so weit bist, leg mal ne Homepage mit Bildern aus den
Kummerecken an. Zum Motor kann Dir Rene aus Flensdorf (der hier sicher
noch mitliest) vielleicht mal was sagen.

Und bevor Du oder Dein Karosseriefidi da einen grundsätzlichen Fehler
machst: Karosseriespachtel auf Polyesterbasis hat auf einem Boot
nichts verloren! Das Zeug zieht Wasser, macht Säure und alles
kapuuuutt! Nur Epoxispachtel, wenn überhaupt.

Erstmal.

Gruß,
U.



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Sun, 20 Jan 2008 21:26:57 +0100, Rainer Hache
wrote in de.rec.sport.segeln:


>Das umlaufende Stahldeck sieht da schon einiges maroder aus; hier finden
>sich insbesondere einseitig und vor dem Decksaufbau großflächige
>Durchrostungen (gegen Regen habe ich die erst mal abgeklebt).


Oh-ohhh, hatte ich eben überlesen. Sieh zu, daß Du das Ding mit einem
lattengerüst und billigen Planen so überdachst, daß da wirklich kein
Wasser mehr reinkann. Wenn in der Bilge Wasser steht, schmeck mal, ob
das salzig ist. Im Lauf der Zeit kristallisiert das Salz jeder
irgendwie eingeschlichenen Seewasserbesuchswelle aus und löst sich
dann im Kondenswasser, von runtergekipptem Kaffeewasser o.ä. wieder
auf und sammelt sich am schlechtest zugänglichen Punkt. Wenn dort doch
Absaugen oder -pumpen möglich ist, wasch das Ding mit sehr viel
Süßwasser auch von außen.

Auch in der Unterwasserfarbe wird noch viel Salz stecken. Wenn Du
sandstrahlst, ist es egal. Wenn Du schleifen willst, vorher heftig
waschen - das ist das A und O der späteren Farbhaftung.

Gruß,
U.



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Rainer Hache

Ulrich G. Kliegis schrieb:
> On Sun, 20 Jan 2008 21:26:57 +0100, Rainer Hache
> wrote in de.rec.sport.segeln:
>
>
>> Als erster Törn ist Mosel-Frankreich angedacht; Französische
>> Atlantikküste wäre interessant und evtl. England wären interessant, dazu
>> muss ich das Boot aber erst im Einsatz gesehen haben.
>
> Denk über den Antrieb noch mal nach, hat ja im Augenblick erstmal
> Zeit. Nur da Stevenrohr nicht zuschweißen jetzt.

Da steckt noch die Schraube dran :)
Neee; festlegen will ich mich da noch nicht. Ist nicht als Rennziege
gedacht, da stört mich die Schraube nicht solange die Buchse dicht ist.


>> Muss ihn raussuchen. Sobald ich ihn wiederfinde gibts ne PM. Deine addi
>> ist gültig?
>
> Logo.
Hab noch mal nachgesehen:
BJ ist 54 (glatt drei Jahre unterschlagen...) für einen "Regierungsrat
aus Kiel"; nicht mehr an Infos da.
2000 ist es in Lübeck unter HL-M11 zugelassen worden. Damals auch die
Werttaxe (ca. 12000 DMark)


>> Das würde auch das angehobene Gewicht erklären; allem Anschein nach ist
>> der Schwerpunkt dabei auch zu weit nach achtern ausgewandert. Der Kiel
>> ist aber so eben, das beim Absetzen das Boot bereits darauf gestanden hat.
>
> Trotzdem abpallen!

Ist natülich gemacht worden.

>
>> Rumpf ist geschweißt, teilweise auch bereits nachgeschweißt.
>> Die Spanten sind recht dünn, im Abstand von 36 cm.
>> Das Schiff hat im unteren Bugbereich eine Durchrostung von ca. 2x5 cm;
>> wie groß die beim Schleifen/Flexen wird muß ich noch sehen.
>
> Laß mal jemand mti Ultraschall die Materialstärken durchmessen, udn
> dann bring gleich auf einmal alles in Ordnung, was verdächtig wirkt.
>
Ultraschall ist ne goile Idee.

>> Im hinteren Bereich ist eine ca 1cm³ große Durchrostung beim Übergang
>> Rumpf-Kiel (wohl von der Bilge ausgehend).
> Mitten in einer Platte oder an einer Schweißnaht? Oder einem
> Durchbruch? Das sind eigentlich die prädestinierten Stellen.

Da habe ich keine Schweissnaht sehen können, habe da aber auch noch
nicht geschliffen (Voreigner hat da mit ner Tauchaktion ne Schraube
reingewürgt :)


> Also, an Deiner Stelle würde ich ernsthaft über eine Behandlung mit
> beschleunigten Abrasiven, aka Sandstrahlen, nachdenken. Einmal
> grundsanieren, wenn der Rest des Bootes es hergibt (erstmal diese
> wunderbare Stimmungsverkleidung rausreißen udn schauen, wie der Stahl
> von innen aussieht. Blöderweise kann man bei diesen Kähnen ja nicht in
> den Kiel linsen. Da kann man nur hoffen, daß die Werft da ehemals für
> die Ewigkeit gebaut hat.

Sandstrahlen habe ich zumindest teilweise eh vor. Innen auf jeden Fall,
weil anders zu unzugänglich wegen der Kanten. Sieht da aber ganz
passabel aus.
Aussen muss ich sehen, wieviel Dreck ich machen darf und wieviel
vermeiden kann wegen Standplatz auf LKW-Parkplatz.

> Wenn sandstrahlen, dann sofort anschließend ein Zink-Epoxid-Auftrag
> (doppelt), ca. 200 bis 300µ, dann eine Epoxid-Deckschicht (nochmal
> 200µ), dann ein Primer (150 bis 200µ), dann ist das Ding reif für
> unten Unterwasserfarbe, oben empfehl ich Dir 1K-PU-Lack. Ist
> reparaturfreundlicher als das 2k-Geraffel. Laß die Finger von
> Alkydlacken.

Das sind schon mal prima Aussagen :)


>> Das umlaufende Stahldeck sieht da schon einiges maroder aus; hier finden
>> sich insbesondere einseitig und vor dem Decksaufbau großflächige
>> Durchrostungen (gegen Regen habe ich die erst mal abgeklebt).
> Evtl. ganz wegflexen und neu aufbauen?

Wäre zu überlegen; bei dem gehobenen Gewicht könnte man vielleicht auch
den Bereich noch etwas höher gestalten .Das Deck sitzt ca 10 cm
unterhalb des Endes des Rumpfes; der Rumpfrand dient da derzeit als
Süllbord (mit zuwenig Speigatten).

> Wie ist das denn mit der Anheftung der Planken an den Spanten? Haben
> die das hübsch im Zickzackmuster gemacht, oder immer links und rechts
> auf gleicher Höhe eine Schweißung?

Muss ich nachsehen.

> Als Begleitliteratur ist sicher außer dem Pflichtabo von drss der
> Palstek nicht schlecht, auch die englische Practical Boat Owner,
> ferner die NGs rec.boats.buildung und rec.boats.

Mit Büchern habe ich mich heute auch schon mal reichlich eingedeckt...
Wenigstens auch was bei frostigem Dauerregen zu tun.

> Voraussetzung ist aber, daß noch Stahl da ist. Der Kahn scheint ja
> aber insgeamt in nicht völlig hoffnungsloser Form zu sein. Erwarte
> aber nicht, daß Du schon in diesem Jahr die bis dahin vom Süßwasser
> unbrauchbar gewordenen Zinkanoden für den Atlantik oder das MM
> abschleifen kannst. Die größten Überraschungen schlummern sicher im
> Kielbereich. Da könnte auch mal eine Probebohrung (wenn irgendwo ein
> Hohlraum erklopfbar ist), die hinterher wieder zugeschweißt wird, und
> durch die man ein Karosserieendoskop reinschieben kann, zu diskutieren
> sein.

Das mit den Anoden war mir neu; da kann ich mir schon mal günstig ne
ganze Menge Ärger sparen.

> Die Kielform sieht so aus, als ob sie nicht von Anfang an so gewollt
> war. So, als ob es mal ein Kielschwerter war (hatte man damals viel,
> besonders an der Westküste). Die Ruderaufhängung ist jedenfalls
> gediegen.

Den Kiel werde ich mir gründlich ansehen; Kielschwerter hätte wegen der
Spantanordnung wohl nicht gepasst, aber genaueres werden mir Bohrungen
und Abschleifen verraten.

>
> Überleg, in diesem Zusammenhang bei Deinen Umbauplänen, welchen
> Einfluß das alles auf den Schwerpunkt hat. Z.B. Deck überplatten -
> Ersatz ist leichter.

Jepp; das ganze Schiff will ich in nen Cad-Proggie einpflegen, dass mir
die Daten liefern sollte. Dafür brauch ich aber nen Weilchen.

> Wenn Du so weit bist, leg mal ne Homepage mit Bildern aus den
> Kummerecken an. Zum Motor kann Dir Rene aus Flensdorf (der hier sicher
> noch mitliest) vielleicht mal was sagen.

Den Volvo hab ich nicht übernommen; evtl. wäre für mich auch ein alter
MB200D interessant; fürs marinisieren hätte ich wohl auch wen an der Hand.

> Und bevor Du oder Dein Karosseriefidi da einen grundsätzlichen Fehler
> machst: Karosseriespachtel auf Polyesterbasis hat auf einem Boot
> nichts verloren! Das Zeug zieht Wasser, macht Säure und alles
> kapuuuutt! Nur Epoxispachtel, wenn überhaupt.

Polyester ist mir auch nie an nen Auto gekommen:)
Grüße und Danke,
Rainer.