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Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Rainer Hache

Ulrich G. Kliegis schrieb:
> On Sun, 20 Jan 2008 21:26:57 +0100, Rainer Hache
> wrote in de.rec.sport.segeln:
>
>
>> Das umlaufende Stahldeck sieht da schon einiges maroder aus; hier finden
>> sich insbesondere einseitig und vor dem Decksaufbau großflächige
>> Durchrostungen (gegen Regen habe ich die erst mal abgeklebt).
>
>
> Oh-ohhh, hatte ich eben überlesen. Sieh zu, daß Du das Ding mit einem
> lattengerüst und billigen Planen so überdachst, daß da wirklich kein
> Wasser mehr reinkann. Wenn in der Bilge Wasser steht, schmeck mal, ob
> das salzig ist. Im Lauf der Zeit kristallisiert das Salz jeder
> irgendwie eingeschlichenen Seewasserbesuchswelle aus und löst sich
> dann im Kondenswasser, von runtergekipptem Kaffeewasser o.ä. wieder
> auf und sammelt sich am schlechtest zugänglichen Punkt. Wenn dort doch
> Absaugen oder -pumpen möglich ist, wasch das Ding mit sehr viel
> Süßwasser auch von außen.
>
> Auch in der Unterwasserfarbe wird noch viel Salz stecken. Wenn Du
> sandstrahlst, ist es egal. Wenn Du schleifen willst, vorher heftig
> waschen - das ist das A und O der späteren Farbhaftung.
>
> Gruß,
> U.
Trocken ist für mich eh Pflicht; dazu muss ich aber erst noch den
Niedergang dichten usw. Zugänglich ist die Bilge eigentlich überall,
zumal ich den Innenausbau neu aufziehen will.
Silicagel habe ich mir schon mal besorgt, aber auswaschen will ich das
ganze erst bei entweder besserem Wetter oder beim Innensandstrahlen.
Aussen will ich weitgehend bis aufs Metall runter, ich muss ja auch noch
sehen, ob da nicht noch Überraschungen lauern.
Gruß,
Rainer.



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Wilk Morski



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Sun, 20 Jan 2008 22:23:16 +0100, Ulrich G. Kliegis
wrote in de.rec.sport.segeln:


>Absaugen oder -pumpen möglich ist, wasch das Ding mit sehr viel
>Süßwasser auch von außen.
Sollte heißen: nicht nur von außen, sondern auch von innen!

Die meisten Stahlboote rosten von innen durch!


So, Feierabend jetzt.

Gruß,
U.



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Ignatios Souvatzis

Ulrich G Kliegis gab die Vorlage:

> Die meisten Stahlboote rosten von innen durch!

Der Rest von außen?

Na, da bin ich aber froh, dass ich ein Holzboot habe!

-is



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Wolfgang Broeker

Ignatios Souvatzis schrub[tm]:
> > Die meisten Stahlboote rosten von innen durch!
>
> Na, da bin ich aber froh, dass ich ein Holzboot habe!

Die meisten Holzboote rotten von innen durch!

Jetzt besser?

Gruß - Wolfgang
--
*** Wat brüllt de Storm? De Minsch isn Worm! ***
*** Wat brüllt de See? n Dreck is he! ***
*** Spruch aus Nordfriesland ***
*** Mon, 21 Jan 2008 13:02 +0100 ***



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Mon, 21 Jan 2008 09:22:32 +0100, Ignatios Souvatzis
wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>Na, da bin ich aber froh, dass ich ein Holzboot habe!

Genau. Da beginnt der Gammel mitten im Holz. btdt.

Gruß,
U.



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Rainer Hache

Mal zum aktuellen Stand:
Ulrich G. Kliegis schrieb:
...
>> Absaugen oder -pumpen möglich ist, wasch das Ding mit sehr viel
>> Süßwasser auch von außen.
> Sollte heißen: nicht nur von außen, sondern auch von innen!
>
> Die meisten Stahlboote rosten von innen durch!
...
Wie bei dem hier auch.
Das Loch vorne ist etwas größer als erhofft, aber wohl kleiner als
befürchtet (derzeit ca 3*7 cm, aber noch nicht geschliffen; Kann also
noch größer werden), das hintere muss ich mir erst zugänglich machen:
Die reingedrehte Schraube ist eine innen gekonterte Gewindeschraube;
jetzt brauch ich ne zweite Hand, um mit nem Schlüssel gegenzuhalten.
Sieht aber ganz nach nem seeeeeeeehr kleine Loch aus.

Die Bilge habe ich gestern erst mal wieder leergeschippt (Mistregen und
undichtes Deck ...), dazu das Achterdeck nach unten -Provisorisch aber
jetzt verwendbar- abgedichtet (Die drei einzelnen Bodenplatten nach
unten und untereinander mit Silikon verklebt, Kanten nachgekleistert,
ein zusätzliches Stehbrett eingeklebt, die Abläufe wieder per Schlauch
an die Lenzöffnungen angeschlossen; dabei aber nicht über Kreuz, muss
also noch geändert werden).
Wenn ich dabei nicht meinen Fotoapparat direkt aus der Innentasche der
Jacke in der Bilge versenkt hätte könnte ich auch mit Bildern aufwarten...

Da es kurz danach angefangen hat zu Regnen hab ich noch nen Weilchen
drin gesessen und mir die restlichen Undichtigkeiten nach oben
angesehen; Ich will den Decksaufbau zwar eh großzügig
verbessern/austauschen, aber die Fenster schmier ich mir auf jeden Fall
schon mal zu, damit ich das Innenleben vor den Schweißarbeiten trocken
kriege.

Mit Süsswasser putzen wird nicht einfach, da ich vor Ort keinen
Wasseranschluss habe. Ich will aber eigentlich das komplette Boot bis
aufs Metall abschleifen, schon um wegen verborgenen Durchrostungen
sicher zu sein und auch um wieder eine halbwegs glatte Oberfläche zu
bekommen.

Die Steine im vergossenen Kiel (bin da auch auf Zement gestossen; kann
auch NACH dem Fiberglas-Guss gekommen sein) ragen mir teilweise zu weit
in die Bilge rein; pützen oder als Stauraum verwenden wird dadurch
unmöglich, deshalb werde ich da auch Flexen/Stemmen/Meisseln müssen.

Der ehemalige Motorraum unterm Cockpit ist recht großzügig bemessen;
mittig könnte man da schon liegen, nur wäre der Einstieg unter dem
Niedergang ungeschickt. Seitlich sind Träger und Teile der Motoranlage
bei denen ich erst mal sehen muss was drinbleibt, bevor ich drüber
nachdenken kann, wie ich die beiden Achterkojen (Oder Salonkojen?) ansetze.
Der Motor ist eventuell erst nachträglich so eingebaut worden; die
Halterung ist ziemlich heftig, was einiges an Gewicht ausmacht und
deshalb auch für den zu weit nach achtern liegenden Schwerpunkt
verantwortlich sein könnte.
Auch war unter dem Motor die Bilge sehr weit offen ohne Ablauf; d.h. es
konnte sich recht viel Wasser o.ä. (ca. 50l?) sammeln, ohne daß man
davon etwas mitbekam. In dem Bereich ist auch die hintere Durchrostung.
(An einer Schweissnaht direkt im Übergang Rumpf-Kiel)

Die Wände sind mit den Spanten soweit ich das sehen kann seitlich
komplett mit einer Kehlnaht verschweisst.


Mit dem Nebenschiff auf dem Platz (ausser nem kleinen Motordingens das
einzige andere Schiff, ca. 10m Stahlsegler auf Trailer zwecks
Überwinterung) hab ich Kontakt gehabt; er empfiehlt mir Rees
(Niederrhein) als Liegplatz, was recht interessant wirkt. Auch könnte er
mir ab Mai den Trailer leihen, was mir einige Sorgen wegen dem Transport
nehmen würde.

Die Schwierigkeiten, die ich jetzt vor allem sehe (neben Zeit- und
Geldmangel) wären:
Kein Stromanschluss (guten Generator leihen und einfachen günstig kaufen
oder gleich nen guten kaufen?)
Selbige Frage beim Schweissgerät.
Kein Wasseranschluss...
Dreck muss vermieden werden, da es als Stellplatz gilt; mal sehen, was
ich noch an kaputten Gartenpavillions auftreiben kann
Wieviel Lärm darf ich machen ohne Ärger zu kriegen?
Wieviel vom Deck kann ich rausnehmen (um es auszutauschen), ohne
irgendwo in die Stabilität einzugreifen?
Wie ist die Gewichtsverteilung bzw. wie kann ich ggf. den Kiel
verkleinern oder wäre es sinnvoller, den von Innen weiter auszuhöhlen um
das Schiff leichter zu bekommen?
Wo muss ich für Durchlässe sorgen, damit Bilgenwasser zu einem halbwegs
definierten Punkt hin läuft?

Grüße,
Rainer.



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Fri, 25 Jan 2008 08:16:51 +0100, Rainer Hache
wrote in de.rec.sport.segeln:


>jetzt verwendbar- abgedichtet (Die drei einzelnen Bodenplatten nach
>unten und untereinander mit Silikon verklebt,

Sei sparsam mti dem Zeug. Wo es ist, hält keine Farbe mehr. Das
runterzukriegen, ist nicht einfach.

Kanten nachgekleistert,
...

>unmöglich, deshalb werde ich da auch Flexen/Stemmen/Meisseln müssen.

Flexen ja, stemmenund meißeln würde ich nicht machen, weil ein
möglicher Restverbund des Ballasts mti der Kielwand dadurch sicher
verlorengeht.


>Die Schwierigkeiten, die ich jetzt vor allem sehe (neben Zeit- und
>Geldmangel) wären:
>Kein Stromanschluss (guten Generator leihen und einfachen günstig kaufen
>oder gleich nen guten kaufen?)
>Selbige Frage beim Schweissgerät.
>Kein Wasseranschluss...

Such Dir auf jeden Fall einen Platz, wo Du das hast. Sonst wird das
nichts.


>Wie ist die Gewichtsverteilung bzw. wie kann ich ggf. den Kiel
>verkleinern oder wäre es sinnvoller, den von Innen weiter auszuhöhlen um
>das Schiff leichter zu bekommen?
Gerade am Kiel würde ich nun nicht Gewicht reduzieren. Du wirst nmicht
den ganzen Beton-Stein-Ballast rausreißen wollen / können, um ihn
durch tiefliegendes Blei zu ersetzen. Was die einzig sinnvolle
Alternative wäre.

>Wo muss ich für Durchlässe sorgen, damit Bilgenwasser zu einem halbwegs
>definierten Punkt hin läuft?

Immer am tiefsten Punkt.

Überleg rechtzeitig, ob das Projekt für Dich noch handhabbar ist, oder
ob Du das Ding wieder loswerden möchtest. Die Anschaffung war der
allerkleinste Kostenteil. Rechne mal, bis das Boot wieder in Ordnung
ist, selbst bei günstigstem Einkauf, 10 bis 20.000 Euro, dann
natürlich einschl. Maschine und Gardine. Und rechne mindestens 18
Monate bei 20 h / Woche. Und das nur bei guten Voraussetzungen wie
Platz in einer Halle / unter einem wirklich wetterfesten Dach, Strom
und Wasser vorhanden, abschließbarer Werkzeugraum, Werkstatt.

Und selbst, wenn Du nun dranbleiben willst: Bevor Du irgendwas machst,
laß den Rumpf untersuchen. Und entscheide dann noch einmal.

Übrigens konnten sich die, die hier damals schon segelten, und die ich
noch fragen konnte, nicht an dieses Boot erinnern.

Gruß,
U.



Informationen zu =?ISO-8859-15?älterem Boot - wo?

Autor: Rainer Hache

Hu,
schon mal vorweg: ich bleibe dran!

Ulrich G. Kliegis schrieb:

>> jetzt verwendbar- abgedichtet (Die drei einzelnen Bodenplatten nach
>> unten und untereinander mit Silikon verklebt,
>
> Sei sparsam mti dem Zeug. Wo es ist, hält keine Farbe mehr. Das
> runterzukriegen, ist nicht einfach.
>
> Kanten nachgekleistert,
> ...

Anstelle der derzeitigen Bretter werde ich eh eine neue Konstruktion
einsetzen; bevor ich unter Deck gehe brauche ichs nur trocken..

>
>> unmöglich, deshalb werde ich da auch Flexen/Stemmen/Meisseln müssen.
>
> Flexen ja, stemmenund meißeln würde ich nicht machen, weil ein
> möglicher Restverbund des Ballasts mti der Kielwand dadurch sicher
> verlorengeht.

klingt irgendwie logisch :)


>> Die Schwierigkeiten, die ich jetzt vor allem sehe (neben Zeit- und
>> Geldmangel) wären:
>> Kein Stromanschluss (guten Generator leihen und einfachen günstig kaufen
>> oder gleich nen guten kaufen?)
>> Selbige Frage beim Schweissgerät.
>> Kein Wasseranschluss...
>
> Such Dir auf jeden Fall einen Platz, wo Du das hast. Sonst wird das
> nichts.

Erledigt sich in Verbindung mit meiner etwas geänderten Planung. Am Ende
mehr.


>> Wie ist die Gewichtsverteilung bzw. wie kann ich ggf. den Kiel
>> verkleinern oder wäre es sinnvoller, den von Innen weiter auszuhöhlen um
>> das Schiff leichter zu bekommen?
> Gerade am Kiel würde ich nun nicht Gewicht reduzieren. Du wirst nmicht
> den ganzen Beton-Stein-Ballast rausreißen wollen / können, um ihn
> durch tiefliegendes Blei zu ersetzen. Was die einzig sinnvolle
> Alternative wäre.

Derzeit gehe ich von einem insgesamt zu hohen Gewicht aus; um aber was
darüber zu wissen muss ich das Ding im Wasser sehen. Auch dazu später mehr.

>> Wo muss ich für Durchlässe sorgen, damit Bilgenwasser zu einem halbwegs
>> definierten Punkt hin läuft?
>
> Immer am tiefsten Punkt.

Wenn ich die Waagerechte in längsrichtung kennen würde wäre das einfacher :)

> Überleg rechtzeitig, ob das Projekt für Dich noch handhabbar ist, oder
> ob Du das Ding wieder loswerden möchtest. Die Anschaffung war der
> allerkleinste Kostenteil. Rechne mal, bis das Boot wieder in Ordnung
> ist, selbst bei günstigstem Einkauf, 10 bis 20.000 Euro, dann
> natürlich einschl. Maschine und Gardine. Und rechne mindestens 18
> Monate bei 20 h / Woche. Und das nur bei guten Voraussetzungen wie
> Platz in einer Halle / unter einem wirklich wetterfesten Dach, Strom
> und Wasser vorhanden, abschließbarer Werkzeugraum, Werkstatt.
>
> Und selbst, wenn Du nun dranbleiben willst: Bevor Du irgendwas machst,
> laß den Rumpf untersuchen. Und entscheide dann noch einmal.

Auch wenn die Zahlen meinen Überlegungen irgendwie schon ähneln sind sie
in Kurffassung natürlich heftig.
Vom Rumpf habe ich genug gesehen/geklopft/gekratzt, um damit zufrieden
zu sein. Der Kiel ist zumindest schon mal nach oben dicht und in sich
stabil.

Um irgendwie mit meinen Mitteln (insbesondere Zeit ist eng; warten wie
auf die Steuer...) klar zu kommen hab ich etwas gegrübelt, und bin
dabei zu folgendem Weg gekommen:

1. Arbeiten am Kiel werden bis auf einmaliges Anbohren / Sondieren und
wieder zumachen vorerst nicht stattfinden (Abgesehen von Rostschleifen
und Lackieren), zumal ich die Wasserlinie des Schiffes nicht kenne.

2. Der Kajütaufbau wird auch aufgeschoben; ich verwandle den nach auß0en
hin vorerst in einen Acrylklumpen mit Fenstern und herausragendem Mast
:); das es häßlich ist ist vorerst uninteressant.

3. Das Deck wird nur geschliffen und ausgebessert damit es Dicht ist und
nicht weiter rostet.

4. Sobald das Schiff innen trocken ist erfolgen die Schweissarbeiten am
Rumpf (Incl. weiterem Abschleifen usw.). Das wird innenbords sicher
etwas schwieriger; aber es sind alle Rumpfbereiche gut zugänglich.

5. Sobald das Unterwasserschiff wasserfest lackiert ist, kommt es an
eine Stelle mit Wasser und Strom, wo ich es auch kurzfristiger Kranen kann.

Alle danach anstehenden Arbeiten können dann nach Zeit und Situation
erfolgen; Den Kajütaufbau zB. kann ich auch an anderer Stelle
vorbereiten, damit er erst bei passendem Wetter und genügend Zeit
tatsächlich ausgetauscht wird.

Die Möblierung usw. kann ich dann ebenfalls auch erst später gegen
ansprechenderes austauschen.

Ob es jetzt unter dem Strich perfekt logisch ist, dass ich damit
weitermache und mir nicht was anderes suche sei dahingestellt; ohne
etwas Wahnsinn wäre mir einfach zu langweilig:)

>
> Übrigens konnten sich die, die hier damals schon segelten, und die ich
> noch fragen konnte, nicht an dieses Boot erinnern.

Schade.

Grüße,
Rainer.