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Wenn der Skipper auch noch ausbilden muss...

Autor: tc-jus@myway.de (Tobias Crefeld)

Stefan meinte:

> Vor dem Hintergrund dieser Aufgabenstellung ist eine neue Idee
> entstanden. Die "Crew-Training-Cards". Kein Buch - damit kann man nur
> VOR oder NACH dem Segeln etwas anfangen", sondern über 50
> seewasserfeste und UV-beständige Kunststoffkarten mit den 16
> wichtigsten Manövern, vom An- und Ablegen über Reffen bis hin zum
> Ankern.

Ein Buch für "VOR" dem Segeln ist ein guter Ansatz. Segeln lernt man m.E.
mit zwei Methoden, die einander grundsätzlich nur ergänzen können:
Ausprobieren und mentales Training.

Wir haben am Segelzentrum etwas in ähnlichem Umfang als Manöverheft (für
1..2 EUR...). Dazu gibt es immer die klare Ansage, dass das Heft nichts an
Bord verloren hat, sondern der Vertiefung im Selbststudium zuhause oder
auf dem Weg zum Segeln in der S-Bahn dient.


> Geeignet für alle Crews ab zwei Personen, ideal auch für Chartercrews
> und zur Vorbereitung zur praktischen Prüfung.

Typische Chartercrews haben meistens nicht das Problem, dass nur einer an
Bord segeln kann. Die haben eher das Problem, dass zuviel Kompetenz sich
gegenseitig im Weg ist. ;-)

Woher der Wunsch nach so einem Schnellbriefing kommt, ist mir dagegen
schon klar. Es gibt ja mittlerweile eine Gruppe von Seglern, die in einer
Grauzone von Hobby und Beruf als Skipper Törns anbieten, die eigentlich
schon unter Urlaub für paying guests laufen. Typischerweise zahlen sie
keine Kojencharter, meist auch keine Bordkasse und um An- und
Abreisekosten kümmert sich mitunter die vermittelnde Agentur.

Diese Leute haben natürlich nicht mehr die große Auswahl, sondern bekommen
ihre Klientel über Kojencharteragenturen, Segelschulen, etc. und müssen
einfach das Boot vollkriegen und nehmen, was kommt. Daraus entsteht dann
jeden Samstag eine neue Wundertüte von Crew, mit deren teilweise recht
eigenartigen Vorstellungen man ebenso irgendwie klar kommen muss wie mit
dem unterschiedlichen Wissensstand.

Das man dies mit diesen Karten erreicht, wage ich mal zu bezweifeln. Auf
Referenzen von Schiffsführern würde ich hier nichts geben. Eher auf das
Feedback des Segelanfängers.

Sinnvoller erscheint mir, die Kundschaft 1..2 Monate vor dem Törn mit
Unterlagen zum Selbststudium zu bestücken. Manche Segelschulen machen das
bereits.


> Ohne auf die Pauke hauen zu wollen: Ich segel mittlerweile seit 31
> Jahren und habe mehr als 5 Jahre als Segellehrer an der ADAC-
[..]

ich bin beeindruckt...

> einer der Autoren bin. Dennoch freue ich mich über jedes Feedback.

Gerne: Die Karten sind überladen. Z.B. mit Stoff, der höchstens für
Prüfungen relevant ist. Die kausalen Zusammenhänge von Abläufen und
Kommandos sind meist nicht erkennbar.

--
Gruss,
Tobias.



Wenn der Skipper auch noch ausbilden muss...

Autor: Wilk Morski



Wenn der Skipper auch noch ausbilden muss...

Autor: Uwe St?ckel

Michael Hess wrote:

>Nur ist ja auch fakt das sie in Krisituationen initiative
>gezeigt haben und so ihre Karriere vorangebracht.

Stimmt.
Als seine Prüfung zu scheitern drohte, hat er kurzerhand für einen
feindlichen Kontakt gesorgt...
;o)



Wenn der Skipper auch noch ausbilden muss...

Autor: Ignatios Souvatzis

Michael Hess wrote:
> rh wrote:
>> Stefan schrieb:
>>> an der ADAC-
>>> Yachtschule gearbeitet.
>>
>>
>> Seit wann haben Segelboote Räder?
>>
>> Oder wird dort Strandsegeln gelehrt?
>>
>> Die haben ja ne art Auto mit Windantrieb..
>
> Nun ja der ADAC mach schon lange im Yachtsport und ist IIRC
> auch einer der grossen auf der BOOT in Duesseldorf

Der ADAC ist auch einer der drei Verbände, bei denen du einen
Internationalen Bootsschein für dein Fahrzeug bekommen kannst,
wenn du nicht dein Wasser- und Schifffahrtsamt bemühen willst.

-is
--
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