Re: Kein Postadoxin mehr - was nu
Re: Kein Postadoxin mehr - was nu
Martin Bohm meinte:
> Daher interessiet mich natürlich die Frage, was kann man tun. Deinen
> Hinweis auf etwas flexibele Törnplanung, vor allem einen
gemächlichen
> Törnauftakt nehme ich zur Kenntnis.
> Das Probelem: Bei einer Charterdauer von einer Woche mit einem Tag
für
> die Übergabe/Rückgabe bleiben 6 echte Tage fürs Segeln.
Plant man einen
> Tag Sicherheit wegen möglichen schlechten Wetters, bleiben 5 Tage
für
> die Tour. Plant man auch ein bestimmtes Ziel zu erreichen, sollte dies
> nach zwei Tagen erfolgen, so dass drei Tage für den Rückweg
bleiben.
> Wird der erste Tag nur mit "Schnuppersegeln" verbracht,
beschränkt sich
> der Aktionsradius des Törns praktisch auch eine Tagesdistanz.
Ja, so kann das realistischerweise aussehen. Und wenn das Gebiet Nordsee
oder Patagonien heißt, wechselst Du bei entsprechend unsicherem Wetter
mitunter nicht mal den Hafen, sondern machst nur ein paar Tagesausflüge
aufs Wasser und bist am Abend wieder im Ausgangshafen.
Generell nehmen die Möglichkeiten der Reiseroutenplanung mit wachsender
Törndauer überproportional zu - man hat einfach mehr
"Luft".
Man kann die Einschränkungen solcher Kurztörns etwas kompensieren
durch
Vorarbeit, zum Beispiel
- das Boot bereits verproviantiert bestellen,
- ein Charterboot bei einer Basis wählen, das man bereits gut kennt,
- das Boot mit (festen / Profi-) Skipper chartern,
- nur routinierte Segler/innen mitnehmen.
Günstig fand ich bislang immer, wenn die erste Etappe höchstens 3 h
ging
und dann erstmal wieder fester Boden unter den Füssen angesagt war.
Törns, die am ersten Tag gleich mal über 8 h bei 6 Bft. gingen und am
Abend nur eine schaukelige Mooring vor einem wegen Niedrigwasser
verschlossenen Hafen ohne Möglichkeit, mit dem Dinghi anzulanden, boten,
waren mir aus erwähnten Gründen immer ein Graus. Sowas tu ich mir
vielleicht auf Überführungen an, aber nem geschenkten Gaul schaut man
ja
auch nicht ins Maul.
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Gruss,
Tobias.