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Re: Ein Taucher, der nich taucht, taucht nix.

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Fri, 27 Sep 2002 21:02:43 +0200, "Jörg Leppin"
wrote:

>
>Heinz Lübke schrieb in Nachricht ...
>>Das Schiff hatte
>>uebrigends eine Zulassung der BG See und war fuer 14 Personen
>>zugelassen, also nicht ueberladen.
>
>Moin,
>die Zulassung stammte noch aus dem Jahr 1999, als das Boot
>im Flensburger Hafen als Hafenfähre fuhr.
>Zum Zeitpunkt des Unfalls soll das Boot keine Zulassung
>mehr bessen haben, schon gar nicht für dieses Fahrtgebiet.
>

Heute beginnt in Eckernfoerde das Gerichtsverfahren um den Fall, wie
NDRinfo eben berichtete.

Gruss,
U.



Re: Ein Taucher, der nich taucht, taucht nix.

Autor: Wilk Morski



Re: Ein Taucher, der nich taucht, taucht nix.

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Mon, 7 Jul 2003 09:41:15 +0200, "René Haar \(Rainer Haar KG\)"
wrote in de.rec.sport.segeln:

>Moin Ulli!
>
>
>> Heute beginnt in Eckernfoerde das Gerichtsverfahren um den Fall, wie
>> NDRinfo eben berichtete.
>
>More Input please!
>Mein Radio fängt bei´m NDR immer so an zu bocken!;-)

Na, die Staatsanwaltschaft erhebt die auch hier schon diskutierten
Vorwuerfe: Dass der Kahn ueberladen war, die Zulassung fuer das
Fahrtgebiet wird in Frage gestellt, es waren nicht fuer alle Leute an
Bord Schwimmwesten vorhanden, das kam so etwa in den etwa 15 Sekunden
der Nachricht rueber.

Gruss,
U.



Re: Ein Taucher, der nich taucht, taucht nix.

Autor: "René Haar \(Rainer Haar KG\)"

Moin Ulli

> Bord Schwimmwesten vorhanden, das kam so etwa in den etwa 15 Sekunden
> der Nachricht rueber.

Na mal sehen ob das SHZ-Käseblatt über den Ausgang / das Urteil berichtet.

MFG René

P.S wo warst du eigentlich während der Kieler Woche?
Ich habe auf Bahn India das Bahnboot gespielt und mit 2 witeren MRB auf
12-15 2,4m auf
gepasst, war mächtig spannend.



--
Volvo Penta Vertragswerkstatt seit 1972 für Schiffs- und
Industriemotorenservice Ersatzteile- Service- Yachtelektrik-
Schiffbetriebstechnik
Tel: 0461/6085 Fax: 0461/6086



Re: Ein Taucher, der nich taucht, taucht nix.

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Mon, 7 Jul 2003 16:16:18 +0200, "René Haar \(Rainer Haar KG\)"
wrote:

>P.S wo warst du eigentlich während der Kieler Woche?
Schreibtisch, Soehnefahrdienst etc.

>Ich habe auf Bahn India das Bahnboot gespielt und mit 2 witeren MRB auf
>12-15 2,4m auf
>gepasst, war mächtig spannend.

Was hast Du gepasst, und worauf? Ich hab Eure Gurken am Sonnabend bei
der Windjammerdings gesehen, sah sehr wichtig aus. Naechstes mal, wenn
der Wind gegenan kommt, sollten die die Rahsegler alledings
rueckwaerts rausschleppen. Die backgedrueckten Segel sehen ja sowas
von krank aus...

Hast Du den Wahnsinnigen, der die Beluga (diesen Airbustransporter)
kunstflugmaessig ueber die Foerde steuerte, auch gesehen? Beim dritten
Ueberflug im Tiefflug ueber die Kiellinie dachte ich an den 11.9.....

Soll laut KN auch ein deftiges Nachspiel haben, ich hoffe, die Piloten
werden beide zur Kasse gebeten. 50 kEumel each.
Wer am letzten KW-Sonnabend nachmittags auf der Foerde war, weiss,
wovon ich spreche.

Gruss,
U.



Re: Ein Taucher, der nich taucht, taucht nix.

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Mon, 7 Jul 2003 21:55:46 +0200, René Haar
wrote in de.rec.sport.segeln:


>Nanu, hab ich da geschlafen? Uhrzeit?

ca. 1530 MESZ

Gruss,
U.



Re: Ein Taucher, der nich taucht, taucht nix.

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Mon, 7 Jul 2003 09:41:15 +0200, "René Haar \(Rainer Haar KG\)"
wrote in de.rec.sport.segeln:


>More Input please!


So, habe mal den Artikel aus der KN vom vergangenen Dienstag
normgewandelt, und zitiere ihn hier unter ausdruecklichem Hinweis auf
deren Copyright und unter Voraussetzung deren Einverstaendnisses :)

Zitat:
Skipper wegen Fahrlässigkeit verurteilt

Eckernförde -Am 7. September 2002 startete eine Gruppe von zwölf
Tauchern mit einer Motoryacht, um das nordöstlich vor Fehmarn liegende
Wrack "Väring" zu erkunden. Vor der Rückfahrt nach Puttgarden sank die
Yacht "Taucher" und liegt seitdem neben der "Väring" auf dem
Meeresgrund. Gestern im Eckernförder Amtsgericht wurde der Skipper
(49) wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und Gewässerverunreinigung
zu 4500 Euro Geldstrafe verurteilt.

Laut Urteilsbegründung des Strafrichters war die 11,39 Meter lange
ehemalige Hafenbarkasse der Kieler Wasserschutzpolizei (Baujahr 1965)
nur bedingt seetauglich und mit zwölf Personen plus Taucherausrüstung
überladen. Der bei Eckernförde lebende Eigner und Schiffsführer, nach
eigenen Angaben Tauchlehrer, Unterwasserfilmer und Biologe, habe
wesentliche sicherheitstechnische Auflagen ignoriert. Laut Analyse der
Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) drang wahrscheinlich
Wasser über die Abluftöffnungen im Heckspiegel in den Maschinenraum,
als er versuchte, das 25 Kilo schwere Grundgewicht einer Taucherboje
vom Meeresboden freizuziehen. Wegen ihres geringen Freibords am Heck
war die "Taucher" auch dem Vorbesitzer schon einmal auf Grund
gegangen.

Erst unmittelbar vor dem Untergang erkannte der Angeklagte die Brisanz
der Lage und hatte gerade noch Zeit, einen kurzen Notruf abzusetzen.
Als letzter verließ er das sinkende Schiff. Er und seine Fahrgäste
trieben etwa 15 Minuten unverletzt bei Windstärke 4 in den Wellen,
bevor sie von dem Ro-Ro-Schiff "Polaris" und einer Segelyacht
aufgenommen wurden.

"Grob pflichtwidrig" habe der Angeklagte auch deshalb gegen die
Sicherheitsbestimmungen verstoßen, weil er zu wenig Rettungswesten an
Bord hatte. Zu den 4500 Euro Geldstrafe (90 Tagessätze á 50 Euro) muss
er noch 1000 Euro Bußgeld bezahlen, weil er im Jahr 2002 ohne
Genehmigung 26 gewerbliche Tauchfahrten unternommen hat. Seine über
das Internet angeworbenen Kunden mussten jeweils 400 Euro für die
Teilnahme bezahlen.

Mit dem strafrechtlichen Urteil ist die Sache für den Angeklagten noch
nicht ausgestanden: Die geschädigten Taucher verlangen Schadensersatz
für ihre verloren gegangene Ausrüstung - im Schnitt jeweils rund 1200
Euro. Eine Entscheidung steht noch aus.

Inzwischen unternimmt der Angeklagte wieder Tauchfahrten -auf einem
neuen Boot, aber nur "aus Spaß an der Freud" und nur für
Vereinsmitglieder, wie er betont. "Ich habe viel daraus gelernt. Noch
mal passiert mir so was nicht." In zwei Wochen will er dem Wrack der
"Taucher" einen Besuch abstatten.

Zitat Ende.

Dazu ist noch zu sagen, dass der Skipper das Boot nicht als letzter
verlassen hat. Wie man an der Kueste weiss, befand sich zum Zeitpunkt
des Untergangs noch eine Person im Vorschiff; sie konnte sich erst in
20 m Wassertiefe befreien und nach oben kommen. Dabei kam ihr ihre
Tauchausbildung sicher lebensrettend zu Hilfe. Sie befindet sich wegen
des Erlebnisses allerdings immer noch in beratender Behandlung...
:(((.

Gruss,
U.



Re: Ein Taucher, der nich taucht, taucht nix.

Autor: Edgar Warnecke

Am Sat, 12 Jul 2003 15:46:51 +0200, schrieb Ulrich G. Kliegis :

>So, habe mal den Artikel aus der KN vom vergangenen Dienstag
>normgewandelt, und zitiere ihn hier unter ausdruecklichem Hinweis auf
>deren Copyright und unter Voraussetzung deren Einverstaendnisses :)

Danke!

>Zitat:
>Skipper wegen Fahrlässigkeit verurteilt
>
>Gestern im Eckernförder Amtsgericht wurde der Skipper
>(49) wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und Gewässerverunreinigung
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Der is gut :-)

>zu 4500 Euro Geldstrafe verurteilt.

:-?

...

>"Grob pflichtwidrig"

Haeh?
Den Ausdruck gibbet in der StPO IMHO nicht.
Meint er *grob fahrlaessig*?

>habe der Angeklagte auch deshalb gegen die
>Sicherheitsbestimmungen verstoßen, weil er zu wenig Rettungswesten an
>Bord hatte.

Werter Vorsitzender: Das ist *Vorsatz*!

>Zu den 4500 Euro Geldstrafe (90 Tagessätze á 50 Euro) muss
^^^^

Wie meinen?

>er noch 1000 Euro Bußgeld bezahlen, weil er im Jahr 2002 ohne
>Genehmigung 26 gewerbliche Tauchfahrten unternommen hat. Seine über
>das Internet angeworbenen Kunden mussten jeweils 400 Euro für die
>Teilnahme bezahlen.

Wat sind dat denn fuer Weicheier?

>Mit dem strafrechtlichen Urteil ist die Sache für den Angeklagten noch
>nicht ausgestanden: Die geschädigten Taucher verlangen Schadensersatz
>für ihre verloren gegangene Ausrüstung - im Schnitt jeweils rund 1200
>Euro. Eine Entscheidung steht noch aus.

Ich glaube es nicht...

>Inzwischen unternimmt der Angeklagte wieder Tauchfahrten

...und Schluss getz.
Man muss es ja nicht uebertreiben, ie ein beruehmt beruechtigter
Amtsrichter in Gelsenkirchen-Buer, aber das ist doch wohl ein Hohn
fuer alle *Badengegangenen*.

>Zitat Ende.

Besser ist das. Kenne eh keine gescheiten Gerichtsreporter.
Was hat der Chaot eigentlich ob seiner Ballerpostings fuer eine
Sozialprognose bekommen und ist die ueberhaupt gewuerdigt worden?

[grmbl] einen Geschaedigten vertreten, wuerde ich dafuer sorgen, dass
sofort Rechtsmittel eingelegt wuerden [abkxtz]

Nur zur Klarstellung:
Shit happens.
Ich bin nicht fehlerfrei.
IANAL

Aber das darf IMHO so nicht sein!

Friedmann (nein, ich mochte den Typen persoenlich nie!) wird wegen
einigen Streifen Koks und einigen Russenmaedchen niedergemacht und
jemand, der das Leben anderer gefaehrdet geht ohne Vorstrafe aus solch
einem Verfahren raus?

>Dazu ist noch zu sagen, dass der Skipper das Boot nicht als letzter
>verlassen hat. Wie man an der Kueste weiss, befand sich zum Zeitpunkt
>des Untergangs noch eine Person im Vorschiff; sie konnte sich erst in
>20 m Wassertiefe befreien und nach oben kommen. Dabei kam ihr ihre
>Tauchausbildung sicher lebensrettend zu Hilfe. Sie befindet sich wegen
>des Erlebnisses allerdings immer noch in beratender Behandlung...
>:(((.

Wenn Du es beweisen kannst, dann roll die Geschichte nochmal auf.

Ueber die kognitiven Faehigkeiten von Richtern an Amts- und
Landgerichten habe ich so meine An- und Einsichten.
[Die Richter (nein, Schwager, Du bist nicht gemeint) mit denen ich des
oefteren telefoniere werden meine Einschaetzung teilen]

Kann doch nicht wahr sein, sowas

Edg@r
--
Einfach ist genial



Re: Ein Taucher, der nich taucht, taucht nix.

Autor: Ulrich G. Kliegis

On Sat, 12 Jul 2003 16:40:54 +0200, Edgar Warnecke
wrote in de.rec.sport.segeln:

>Ich glaube es nicht...
>
>>Inzwischen unternimmt der Angeklagte wieder Tauchfahrten
>
>...und Schluss getz.

Siehe hierzu 3F1114C5.8B0E4F3B@t-online.de (d.r.h.).

Gruss,
U.