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Wohin mit der UKW-Antenne?

Autor: Rene Schwarz

Hi,

hab ne kleine Etap 22i und mein Heimatrevier ist die Mosel.

Ja ja - ich weiß: Ist nicht unbedingt das optimale Segelrevier, aber
doch besser als nix :-))

Ein Problem auf der Mosel sind natürlich die Brücken - da pass ich mit
dem Mast + Windex grad so drunter.
Und jetzt, wo ich mir eine UKW-Funke zulegen will, stellt sich die
Frage, wohin mit der Antenne (und auch was für eine...)

Am Liebsten wäre mir das Ding auf dem Mast - schließlich fährt man mit
dem Boot ja auch in Urlaub und aufs Meer. Aber, hier is nun mal die
Masthöhe ein Problem.

Macht das was aus, wenn ich die Antenne unterhalb der Mastspitze
anbringe, sodass die Antennespitze mit der Mastspitze abschließt?
Oder gibts da evtl. ne andere Lösung?

Ich hab keine Ahnung von Antennen - aber isses nicht möglich, das
Achterstag zu nutzen?

An Deck oder an der Reling will ich die Antenne nicht befestigen, da
sie dort doch ziemlich stören würde (man muss dann immer drumherum
fummeln - ausserdem springt unser Fifi auch noch an Deck rum :-))) )

Bin für Tips echt dankbar - schließlich soll das Ding über den Winter
angebaut werden....
Ach ja - muss man solche Antennen eigentlich auch abstimmen oder
machen die das automatisch?

Gruß
Rene



Wohin mit der UKW-Antenne?

Autor: Wilk Morski



Wohin mit der UKW-Antenne?

Autor: Peter Geerlings

Rene Schwarz wrote:
...
Siehe auch das andere Posting.
UKW Antenne so hoch und frei von anderen Metallteilen wie möglich, wegen
Reichweite und Anpassung.
Achterstag: geht nicht wirklich.
Am Mast unterhalb Spitze: häufig gesehen, aber dann kann man auch nen
Kleiderbügel hinten in die Funke stecken ;-)
Auf der Saling: Suboptimal, SWR sollte gemessen werden, ebenso
Beeinflussung mit Mast und Wanten ausprobieren. Evtl durch Testen
optimale Stelle finde, es wird sich sehr wahrscheinlich eine
Richtwirkung ergeben....

Ich würde eine Antenne nehmen (Edelstahlstab), die die Masse Deines
Windex nicht wesentlich überschreitet, diese Anstelle des Windex auf den
Mast, dann ein "Anklemm-Windex" (irgendwo bei den Versendern gesehen),
dabei wird die Antenne zum Windex-Halter, der Windex dreht sich um die
Antenne (statt um den Original Windex-Stab).

Ansonsten, Antenne auf dem Heckkorb
oder Hilfsmast (wirst Du wahrscheinlich nicht haben (wollen))...
Denke für Binnefunk reicht es auf dem Heckkorb, auf See wird sich die
Reichweite dadurch mindestens halbieren (grob geschätzt).

Grüsse, Peter
(der unter der Brücke (Hollandse Brug?) zwischen Marker und Goi-meer
auch nur so gerade eben noch ohne Antennen-biegen durchkommt.)



Wohin mit der UKW-Antenne?

Autor: Peter Geerlings

Peter Geerlings wrote:

> Rene Schwarz wrote:
(UKW-Antenne)

Was mir noch einfällt:
Kannst Dir auch ne kleine Groundplane in den Mast bauen, die braucht
dann aber 3 kurze Radials (schräg nach unten), Vorteil: die Antennenhöhe
über Mast wäre nur etwa 55cm statt 1m der meist angebotenen Antennen.
Nachteil: an den Radials kann leicht mal ein Fall o.ä. hängenblöeiben,
daher auch sub-optimal.
Von der gewendelten Mini-Antenne (so um die 25cm) würde ich auch
abraten, sone Miniwurst in den Mast ist wie ein VW-Käfer unmodifiziert
auf dem Nürburgring... ist also eher was als Not/ zweit oder "ich will
nicht so viel hören" Antenne.
Kabel, Stecker, Umschalter gibt es im Amateurfunkhandel meist für einen
Bruchteil der Marine-Preise in eher besserer Qualität, auch Antennen
für Amateurfunk (2m /145MHz) oder Betriebsfunk (nömL) 2m -Antennen
146-168MHzkönnen mit entsprechender Anpassung des SWR für Seefunk (um
156MHz) im Seefunk eingesetzt werden.
Den Übergang Mast-Schiff am besten im Schiff gestalten.
Decks-Trennstellen fürs kabel sind m.E. nach einer/ zwei Saison hin.
Wie knapp bist Du denn genau unter den Brücken?? Wenns eh noch 1m über
Windex ist (nur Mut sieht von unten immer knapper aus ;-)) wäre die
Antenne/Windex-Kombination ja OK, das wären dann ja nur etwa 60-70cm
mehr als Dein Windesx jetzt.
Ach und:

>> Ach ja - muss man solche Antennen eigentlich auch abstimmen oder
>> machen die das automatisch?
>>
> Macht das Funkgerät automatisch

ist nicht ganz richtig. Richtig ist, die Antennen die man als
UKW-Seefunk Antenne kauft sind auf den Frequenzbereich 156MHz
abgestimmt. Umgebungseinflüsse/ Kabellängen können die Antenne durchaus
verstimmen.
Nach dem Einbau würde ich das mit einem SWR-Meter (für den
Frequenzbereich- ja nicht mit sonem billig-CB-Gerät!!) überprüfen, das
Gerät wird einfach zwischen Funke und Antennenleitung eingeschleift,
dann kannste strahlen wenn die Antenne ´das auch ordentlich tut und aus
der Funke auch die 25W rauskommen...
Grüsse, Peter



Wohin mit der UKW-Antenne?

Autor: Ville Steudle

Hallo,

kleine Nebenfrage:

Peter Geerlings wrote:
> Nach dem Einbau würde ich das mit einem SWR-Meter (für den
> Frequenzbereich- ja nicht mit sonem billig-CB-Gerät!!) überprüfen, das
> Gerät wird einfach zwischen Funke und Antennenleitung eingeschleift,
> dann kannste strahlen wenn die Antenne ´das auch ordentlich tut und aus
> der Funke auch die 25W rauskommen...

Was ist, wenn nicht?

Was für "Anpassungstücke" muss ich dann im Funkladen kaufen?

Oder ist dann i.d.R. der Aufbau nicht in Ordnung und ich muss einfach
alle Verbindungen überprüfen?

MfG.
Ville



Wohin mit der UKW-Antenne?

Autor: Joachim Warner

René Haar (Rainer Haar KG) schrieb:

> Entweder Antenne kürzen/Verlängern (Stahlstrahler)
> Kabellänge anpassen.

Moin Rene,

hier wohl eher Strahler verkürzen weil Frequenz höher als Amateurfunk
2-m-Band.

Und eine abgestimmte Koaxleitung mit RG-58 oder RG-218 als Anpassung ist
für einen Funklaien schwierig zu realisieren.

Gruß

Joachim



Wohin mit der UKW-Antenne?

Autor: Wolfgang Broeker

René Haar schrub[tm]:
> BTW ist der DLRG Arbeitskanal 3 so dicht neben K16 Seefunk
> das wir regemäßig gegenseitige Störungen haben.

Ist Euer Arbeitskanal genauso definiert wie der Seefunkkanal?

Kanal 03 arbeitet duplex auf 156,150/160,750 MHz, während bei
Kanal 16 auf 156,800 MHz gesendet und empfangen wird. Zum
Schutz von Kanal 16 durften bislang die Kanäle 75 (156,775)
und 76 (156,825) nicht benutzt werden, so dass es einen hin-
reichenden Frequenzabstand zu allen anderen Kanälen geben
sollte.

Selbst bei den ältesten zugelassenen UKW-Geräten kann ich mir
eine gegenseitige Beeinflussung nicht so recht vorstellen,
wenn der Frequenzabstand zwischen den Kanälen 03 und 16 auf
dem Sendekanal der Seefunkstelle 650 kHz beträgt und auf dem
Empfangskanal gar 3,95 MHz.


> Besonders während der Rumreggatta, ...

Das könnte einiges erklären.


> ... die Museumsschipper meinen wohl, dass nur die ältesten Funk-
> geräte zum Ambiente der Segler passen und irgendwann ist numal
> die Trennschärfe dahin, ohne regelmässige Wartung.

Wie wartest Du Trennschärfe? Regelmäßiger (Öl-)Filterwechsel? :-)

Gruß - Wolfgang

--
*** Und dann auf See! Und dann kein Schiff! ***
*** Und dann noch barfuß bei Windstärke 10! ***
*** und den Seesack auf dem Nacken und Frost an den Hacken, ***
*** oh Seefahrt, wie bist Du so schön! ***



Wohin mit der UKW-Antenne?

Autor: Wolfgang Broeker

Jörg W. Kremer schrub[tm]:
> Ich glaube, zum Thema "UKW-Antenne passt jetzt auch unter Brücken" hat KWO
> (Klaus-Werner Olderdissen) mal was geschrieben.

Es sind Threads beginnend mit den Nachrichtenkennungen (Msg-Id)
und


Gruß - Wolfgang
--
*** Und dann auf See! Und dann kein Schiff! ***
*** Und dann noch barfuß bei Windstärke 10! ***
*** und den Seesack auf dem Nacken und Frost an den Hacken, ***
*** oh Seefahrt, wie bist Du so schön! ***



Wohin mit der UKW-Antenne?

Autor: Joachim Warner

Peter Geerlings schrieb:

> Antennen
> für Amateurfunk (2m /145MHz)

Genau das ist eine gute Quelle. Es gibt für Amateurfunk Mobilantennen aus
Edelstahl mit federndem Fuß, die sicherlich hunderte von Brückendurchfahrten
klaglos aushalten. Aluplatte neben der Windex im Masttop befestigen,
passende Bohrung reinmachen für den Antennenfuß.

> Nach dem Einbau würde ich das mit einem SWR-Meter (für den
> Frequenzbereich- ja nicht mit sonem billig-CB-Gerät!!) überprüfen, das
> Gerät wird einfach zwischen Funke und Antennenleitung eingeschleift,

Genau: Guck mal auf http://www.darc.de, da dürftest du alle Ortsvereine der
lizensierten Funkamateure finden. Guck einen in der Nähe aus, geh mal zu
deren Stammtisch und frag freundlich nach, wer dir mal für einen Tag ein
SWR-Meter ausleiht. Alternative: Firma für Betriebsfunk gegen
Kaffeekassenspende übers Wochenende.

Dann wirds luftig, denn die Antenne kannst du nur an ihrem Einsatzort
ordentlich abstimmen. Antenne in den Masttop, Mast stellen, alles
anschließen (denk unbedingt an selbstverschweißendes Band am PL-Stecker an
der Antenne und laß dir zeigen, wie man PL-Stecker ordentlich lötet!!!).
Einer per Bootsmannstuhl hoch bis zum Top, einer an der Funke, SWR-Meter
gleich hinter der Funke einschleifen.
Der an der Funke drückt jeweils für 1-2 Sekunden die Sendetaste (such dir
einen Kanal, auf dem nichts los ist, der aber in der Mitte des
Frequenzbandes liegen muß!) und liest das SWR ab. Der im Mast schneidet dann
von der Antenne 1 cm ab. Dann wieder senden, ablesen, schneiden, bis ein SWR
um 2,5 : 1 erreicht ist. Dann nur noch jeweils wenige Millimeter
abschneiden. Ein SWR von 1,5 : 1 sollte erreichbar sein, wenn zu viel
abgeschnitten wird, steigt es rapide wieder an.

Viel Erfolg!

Joachim

ex DL 5 LV